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Sūtra über den Ursprung aller Dharmas

諸法本經

吳 支謙譯

Taishō T01n0059 · Band 1

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Faszikel 1

聞如是:

So habe ich gehört.

一時,佛在舍衛國祇樹給孤獨園。佛
告諸比丘:「聽吾說諸法本。」對曰:「唯然。」

Zu einer Zeit weilte der Buddha in Anāthapiṇḍadas Park im Jetavana, im Lande Śrāvastī. Der Buddha sprach zu den Bhikṣus: „Hört, ich will euch die Wurzeln aller Dharmas darlegen." Sie antworteten: „Ja, gewiss."

世尊
曰:「若有外道異學有來問者:『何謂法本?』當
答言:『欲為諸法本。何謂習?更為習。何謂
同趣?痛為同趣。何謂致有?念為致有。何謂
明道?思惟為明道。何謂第一?三昧為第一。
何謂最上?智慧為最上。何謂牢固?解脫為
牢固。何謂畢竟?泥洹為畢竟。』

Der Welterhabene sprach: „Sollten Andersgläubige anderer Schulen kommen und fragen: ‚Was ist die Wurzel aller Dharmas?‘, so sollt ihr antworten: ‚Begehren ist die Wurzel aller Dharmas. Was ist ihr Entstehen? Berührung ist ihr Entstehen. Was ist ihr Zusammenströmen? Empfindung ist ihr Zusammenströmen. Was bringt sie ins Dasein? Achtsamkeit bringt sie ins Dasein. Was ist ihr erleuchtender Pfad? Reflexion ist ihr erleuchtender Pfad. Was ist das Erste unter ihnen? Samādhi ist das Erste. Was ist das Höchste unter ihnen? Prajñā ist das Höchste. Was ist ihr fester Grund? Befreiung ist ihr fester Grund. Was ist ihre letzte Vollendung? Nirvāṇa ist ihre letzte Vollendung.‘“

「如是,諸比丘!欲為諸法本,更為諸法習,痛
為諸法同趣,念為諸法致有,思惟為諸法明
道,三昧為諸法第一,智慧為諸法最上,解
脫為諸法牢固,泥洹為諸法畢竟。

So ist es, Bhikṣus. Das Begehren ist die Wurzel aller Dharmas. Der Kontakt ist das Entstehen aller Dharmas. Die Empfindung ist das Zusammenkommen aller Dharmas. Die Achtsamkeit ist es, die alle Dharmas ins Dasein bringt. Die Betrachtung ist der erleuchtende Pfad aller Dharmas. Samādhi ist das Vorderste unter allen Dharmas. Prajñā ist das Höchste unter allen Dharmas. Die Befreiung ist der feste Grund aller Dharmas. Nirvāṇa ist die letzte Vollendung aller Dharmas.

「諸比丘!當學是,常當有去家之想念,非常想
念,非常苦想念,苦非身想念,穢食想念,不淨
想念,死亡想念,一切世間無樂想念,知世
間邪正想念,別世間有無想念。世間所習
所取歡樂變失及其歸趣,當如事以正見知
之。諸比丘!念是為斷愛棄欲,入正慧得苦際。」
佛說經已,皆歡喜奉行。

Bhikṣus, darin sollt ihr euch üben. Beständig sollt ihr diese Wahrnehmungen bei euch tragen: die Wahrnehmung des Fortgehens aus dem Haus, die Wahrnehmung der Vergänglichkeit, die Wahrnehmung des Leidens in dem, was vergänglich ist, die Wahrnehmung des Nicht-Selbst in dem, was leidvoll ist, die Wahrnehmung der Unreinheit der Nahrung, die Wahrnehmung der Unreinheit, die Wahrnehmung des Todes, die Wahrnehmung, daß in der ganzen Welt keine Freude ist, die Wahrnehmung, die in der Welt das Rechte vom Falschen scheidet, und die Wahrnehmung, die in der Welt Sein und Nichtsein unterscheidet. Woran die Welt sich gewöhnt, wonach sie greift, woran sie sich erfreut, samt dem Wandel und Vergehen dieser Dinge und dem Ort, an den sie schließlich gelangen: dies alles soll man mit rechter Einsicht erkennen, so wie es wirklich ist. Bhikṣus, wer dies betrachtet, durchtrennt das Begehren und läßt das Verlangen los, tritt in die rechte Weisheit ein und erreicht die Grenze des Leidens.

Als der Buddha dieses Sūtra zu Ende gesprochen hatte, freuten sich alle und nahmen es auf, es zu üben.