Pratyutpanna-Samādhi-Sūtra
般舟三昧經
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問事品第一
Erstes Kapitel: Die Befragung
佛在羅閱祇摩訶桓迦憐,摩訶比丘僧五百
人,皆得阿羅漢,獨阿難未。
Der Buddha weilte zu Rājagṛha, im Kalandaka-Hain des Veṇuvana, zusammen mit einer großen Gemeinschaft von Bhikṣus, fünfhundert an der Zahl, die allesamt die Arhatschaft erlangt hatten; allein Ānanda hatte sie noch nicht erlangt.
爾時,有菩薩名
颰陀和,與五百菩薩俱——皆持五戒——晡時至
佛所前,以頭面著佛足,却坐一面。并與五
百沙門俱至佛所,前為佛作禮,却坐一面。
Zu jener Zeit war da ein Bodhisattva mit Namen Bhadrapāla. Gemeinsam mit fünfhundert Bodhisattvas, die alle die fünf Silas hielten, kam er am späten Nachmittag vor den Ort, wo der Buddha weilte. Sie verneigten sich mit dem Haupt zu den Füßen des Buddha und zogen sich dann zurück, um sich zur Seite zu setzen. Gemeinsam mit fünfhundert Śramaṇas kamen sie ebenfalls dorthin, wo der Buddha war, erwiesen dem Buddha ihre Verehrung und zogen sich dann zurück, um sich zur Seite zu setzen.
時佛放威神,諸比丘所在遠方無不來者。
即時十萬比丘俱相隨來會佛所,前為佛
作禮,却坐一面。
Zu jener Zeit entsandte der Buddha seine ehrfurchtgebietende geistige Macht, und die Bhikṣus kamen, wo immer sie in fernen Gegenden weilten, alle ohne Ausnahme. Sogleich fanden sich hunderttausend Bhikṣus, einer dem anderen folgend, dort zusammen, wo der Buddha war. Sie traten vor, verneigten sich vor dem Buddha und zogen sich zurück, um sich zur Seite zu setzen.
佛復放威神,摩訶波和提比
丘尼與三萬比丘尼俱相隨至佛所,前為
佛作禮,却坐一面。
Wieder entsandte der Buddha seine ehrfurchtgebietende geistige Kraft, und die Bhikṣuṇī Mahāprajāpatī kam mit dreißigtausend Bhikṣuṇīs, die einander folgten, dorthin, wo der Buddha weilte. Sie traten vor und verneigten sich vor dem Buddha, dann zogen sie sich zurück und setzten sich zur Seite.
佛復放威神,羅憐那竭
菩薩從舍衛墮梨大國出、橋曰兜菩薩從
占波大國出、那羅達菩薩從波羅斯大國
出、須深菩薩從加羅衛大國出、摩訶須薩
和菩薩與阿難邠坻迦羅越俱從舍衛大國
出、因坻達菩薩從鳩睒彌大國出、和輪調
菩薩從沙祇大國出,一一菩薩各與二萬八
千人俱來到佛所,前為佛作禮,皆却坐一
面。
Wieder entsandte der Buddha seine ehrfurchtgebietende geistige Macht.
Der Bodhisattva Ratnākara kam aus Vaiśālī herbei. Der Bodhisattva Guhyagupta kam aus dem großen Königreich Campā herbei. Der Bodhisattva Naradatta kam aus dem großen Königreich Vārāṇasī herbei. Der Bodhisattva Susīma kam aus dem großen Königreich Kapilavastu herbei. Der Bodhisattva Mahāsusārthavāha kam, zusammen mit Anāthapiṇḍika dem Haushaltsvorstand, aus dem großen Königreich Śrāvastī herbei. Der Bodhisattva Indradatta kam aus dem großen Königreich Kauśāmbī herbei. Der Bodhisattva Varuṇadeva kam aus dem großen Königreich Sāketa herbei.
Jeder dieser Bodhisattvas kam, begleitet von achtundzwanzigtausend Menschen, dorthin, wo der Buddha weilte. Sie traten vor, verneigten sich vor dem Buddha und zogen sich alle zurück, um sich zur Seite zu setzen.
羅閱祇王阿闍世與十萬人俱來到佛
所,前為佛作禮,却坐一面。
König Ajātaśatru von Rājagṛha kam mit hunderttausend Menschen dorthin, wo der Buddha weilte, trat vor, verneigte sich vor dem Buddha und zog sich zurück, um sich an eine Seite zu setzen.
四天王、釋提桓因、
梵三鉢摩夷亘天、阿迦膩吒天,各各與若
干億億百千天子俱來到佛所,前為佛作
禮,却住一面。
Die Vier Himmelskönige, Śakra Devānām Indra, Brahmā Sahāmpati, der Deva Maheśvara und die Devas des Akaniṣṭha-Himmels kamen, ein jeder mit vielen Myriaden über Myriaden von Koṭis von Devaputras, dorthin, wo der Buddha war, traten vor, erwiesen dem Buddha ihre Verehrung und traten zur Seite, um dort zu stehen.
難頭和難龍王、沙竭龍王、摩
難斯龍王、阿耨達龍王,各各與若干龍王億
億百千萬俱來到佛所,前為佛作禮,却住
一面。
Der Nāga-König Nandopananda, der Nāga-König Sāgara, der Nāga-König Manasvin und der Nāga-König Anavatapta, ein jeder begleitet von unzähligen Myriaden von Koṭis an Nāga-Königen, kamen dorthin, wo der Buddha weilte, verneigten sich vor ihm und zogen sich zurück, um sich zur Seite zu stellen.
四面阿須倫王各與若干阿羞倫民
億億百千萬俱來到佛所,前為佛作禮,却
住一面。
Die Könige der Asuras der vier Himmelsrichtungen kamen, ein jeder mit seinen Asuras zu unzähligen Hunderttausenden von koṭis, dorthin, wo der Buddha weilte, traten vor, verneigten sich vor dem Buddha und zogen sich zurück, um zur Seite zu stehen.
時諸比丘、比丘尼、優婆塞、優婆夷,諸
天、諸龍、諸阿羞倫民、諸閱叉鬼神、諸迦樓羅
鬼神、諸甄多羅鬼神、諸摩睺勒鬼神、諸人非
人無央數都不可計。
Zu jener Zeit waren die Bhikṣus, die Bhikṣuṇīs, die Upāsakas, die Upāsikās, die Devas, die Nāgas, die Asuras, die Yakṣa-Geister, die Garuḍa-Geister, die Kiṃnara-Geister, die Mahoraga-Geister sowie Menschen und Nichtmenschen dort versammelt, unzählig und über jede Berechnung hinaus.
颰陀和菩薩從坐起,
正衣服,叉手長跪白佛言:「願欲有所問,
既問者為有所因故。天中天!聽我言者,今
當問佛。」
Da erhob sich der Bodhisattva Bhadrapāla von seinem Sitz, ordnete seine Robe, faltete die Hände und sprach, in aufrechter Haltung kniend, zum Buddha: „Ich möchte etwas fragen, und was ich frage, frage ich aus einem bestimmten Grund. Gott der Götter, wenn du mir die Rede gestattest, so will ich nun dem Buddha meine Frage vorlegen.“
佛告颰陀和菩薩:「所因故者便問,
佛當為若說之。」
Der Buddha sprach zum Bodhisattva Bhadrapāla: „Frage, wozu immer du Grund zu fragen hast, und der Buddha wird es dir darlegen.“
颰陀和菩薩問佛言:「菩薩
當作何等三昧?所得智慧如大海、如須彌
山,所聞者不疑,終不失人中之將,自致
成佛終不還、終不生愚癡之處。豫知去
來之事,未曾離佛時,若於夢中亦不離
佛。端政姝好,於眾中顏色無比。少小常
在尊貴大姓家生,若其父母、兄弟、宗親、知識
無不敬愛者。高才廣博,所議作者與眾絕
異,自守節度,常內慚色終不自大,常有慈
哀。智慮通達於智中明,無有與等者。威神
無比,精進難及,入諸經中,多入諸經中,諸
經中無不解。安樂,入禪、入定,入空、無想、
無所著,於是三事中不恐,多為人說經,
便隨護之。在所欲生何所,自恣無異。本功
德力、所信力,多所至到處。其筋力強,無不
欲愛力、無不有根力,明於所向力、明於
所念力、明於所視力、明於所信力、明於
所願力。在所問如大海,無有減盡時,如月
盛滿時悉遍照,無有不感明者,如日初出
時、如炬火在所照,無所罣礙。不著心如虛
空無所止、如金剛鑽無所不入、安如須彌
山不可動、如門閫正住堅。心軟如鵠毛,無
有麁爽;身無所慕樂,於山川如野獸。
Der Bodhisattva Bhadrapāla fragte den Buddha: „Welchen Samādhi soll ein Bodhisattva pflegen, damit die Weisheit, die er erlangt, dem Ozean gleicht und dem Berg Sumeru; damit er nicht zweifelt an dem, was er hört, niemals seinen Rang als Führer unter den Menschen verliert, aus eigener Kraft zur Buddhaschaft voranschreitet, ohne jemals umzukehren, und niemals an einem Ort der Verblendung geboren wird?
„Damit er im Voraus die Geschehnisse der Vergangenheit und der Zukunft kennt, zu keiner Zeit vom Buddha getrennt ist und selbst im Traum nicht vom Buddha getrennt ist; damit er aufrecht ist, wohlgestaltet und schön, und sein Antlitz unter der Versammlung ohnegleichen ist; damit er von Jugend an stets in geehrten und edlen Familien geboren wird, und seine Eltern, Brüder, Verwandten und Bekannten ihn allesamt achten und lieben?
„Damit seine Begabung hoch ist und sein Wissen weitreichend, und was er bespricht und unternimmt sich gänzlich von dem der anderen unterscheidet; damit er sein eigenes Verhalten und Maß wahrt, stets eine Miene innerer Bescheidenheit trägt, sich niemals überhebt und stets liebende Güte hegt?
„Damit seine Weisheit und seine Einsicht durchdringend und leuchtend sind inmitten der Weisheit, und keiner ihm gleichkommt; damit seine ehrfurchtgebietende Macht unvergleichlich ist und sein Bemühen schwer zu erreichen; damit er in die Sūtras eintritt, tief in die vielen Sūtras eintritt, und es unter den Sūtras keines gibt, das er nicht versteht?
„Damit er in Frieden und Wohlbefinden weilt, in die Dhyāna eintritt, in den Samādhi eintritt, in die Leerheit, in die Zeichenlosigkeit und in die Nicht-Anhaftung eintritt und inmitten dieser drei ohne Furcht ist; damit er den Menschen oft die Sūtras erläutert und sie sodann behütet; damit er, wo immer er geboren zu werden wünscht, dort frei geboren wird, ungehindert?
„Durch die Kraft seines Wurzelverdienstes und die Kraft seines Glaubens erreicht er viele Orte. Seine Sehnen und seine Kraft sind fest. Es fehlt ihm keine Kraft des Verlangens und der Liebe; es fehlt ihm keine Kraft der Fähigkeiten. Er ist klar in der Kraft dessen, worauf er sich richtet, klar in der Kraft dessen, was er im Sinn trägt, klar in der Kraft dessen, was er sieht, klar in der Kraft dessen, was er glaubt, und klar in der Kraft dessen, was er gelobt.
„In allem, was man ihn fragt, gleicht er dem Ozean, der niemals abnimmt noch versiegt; dem Vollmond, der überall leuchtet, und keiner ist, der sein Licht nicht empfängt; der Sonne, wenn sie zum ersten Mal aufgeht; der Fackel, die leuchtet, wohin sie auch scheint, und der nichts im Wege steht.
„Sein Geist haftet nicht an, gleich dem leeren Raum, der nirgends verweilt; gleich dem Vajra-Bohrer, dem nichts widersteht, in das er nicht eindringt. Er ist beständig wie der Berg Sumeru, der nicht bewegt werden kann, und fest wie eine Schwelle, gerade und sicher an ihrem Ort gesetzt. Sein Geist ist weich wie das Flaumhaar des Schwans, und nichts Grobes noch Harsches ist an ihm. Sein Leib begehrt kein Vergnügen; unter Bergen und Flüssen ist er wie ein wildes Tier.“
「常自守,不與人從事。若沙門道人多所教
授皆護視,若有輕嬈者終無瞋恚心,一切
諸魔不能動。解於諸經,入諸慧中。學諸佛
法,無有能為作師者;威力聖意,無有能動
搖者。深入之行常隨無所行、常柔軟,於經
中常悲,承事於諸佛無有厭。所行種種功
德悉逮及,所行常至、所信常政,無有能
亂者;所行常淨潔,臨事能決,無有難。清淨
於智,慧悉明,得所樂行,盡於五蓋,智慧
所行稍稍追成佛之境界。
„Beständig hütet er sich selbst und läßt sich nicht in die Angelegenheiten der Welt verstricken. Den Śramaṇas und den Männern des Weges, die reichlich Unterweisung geben, wendet er allen seine schützende Fürsorge zu; und wenn ihn einer geringschätzt oder belästigt, so hegt er niemals einen Geist des Zorns, und alle Māras vermögen ihn nicht zu erschüttern. Er versteht die Sūtras und tritt ein in die Weisheiten. Er lernt den Dharma der Buddhas, so daß keiner ihm zum Lehrer werden kann; seine Macht und sein edler Sinn sind von niemandem zu erschüttern. Seine Übung des tiefen Eindringens gleicht sich beständig an, und doch ist da nichts, was er als Geübtes ergreift; er ist stets geschmeidig, und inmitten der Sūtras ist sein Herz stets ein Herz des Mitgefühls. Er wartet den Buddhas auf und wird dessen niemals überdrüssig. Die mannigfaltigen Verdienste seiner Übung erlangt er in ihrer Fülle; sein Handeln erreicht stets sein Ziel, sein Vertrauen ist stets aufrecht, und keiner vermag ihn in Verwirrung zu stürzen; sein Handeln ist stets rein und lauter, vor einer Aufgabe vermag er zu entscheiden, und nichts ist ihm zu schwer. Rein ist er im Wissen, seine Weisheit ist ganz und gar klar, er gewinnt die Übung, an der er sich erfreut, und die fünf Hemmnisse bringt er zur Erschöpfung. Durch die Übung der Weisheit strebt er allmählich der Sphäre des Buddhaseins entgegen und nähert sich ihr.“
}
「莊嚴諸國土,
於戒中清淨,却羅漢、辟支佛心,所作為者
皆究竟。所作功德常在上首,教授人民亦
然。於菩薩中所教授無有厭,當所作者
度無有極,一切餘道無有能及者。未嘗
離佛、不見佛,常念諸佛如父母無異。
稍稍得諸佛威神,悉得諸經。明眼所視無
所罣礙,諸佛悉在前立。
„Er schmückt die Buddha-Länder. Er ist rein innerhalb der śīla. Er wendet sich ab vom Streben des Arhat und des Pratyekabuddha, und was immer er unternimmt, führt er zur Vollendung. Das Verdienst seiner Taten steht stets voran, und ebenso steht seine Unterweisung der Menschen voran. Unter den Bodhisattvas ermüdet seine Belehrung niemals, und was er unternimmt, das befreit die Wesen ohne Grenze, sodass keiner von allen übrigen Pfaden ihm gleichkommen kann. Er ist niemals von den Buddhas getrennt, niemals ohne ihren Anblick, sondern hält die Buddhas beständig im Sinn, wie man Vater und Mutter im Sinn hält, in nichts verschieden. Nach und nach erlangt er die ehrfurchtgebietende Macht der Buddhas, und er erfasst alle Sūtras. Mit klaren Augen schaut er ohne jedes Hindernis, und alle Buddhas stehen vor ihm.
「譬如幻師自在
所化,作諸法,不豫計念,便成法,亦無所
從來、亦無所從去。如化作,念過去、當來、今
現在如夢中,所有分身悉遍至諸佛剎。如
日照水中影悉遍見,所念悉得如嚮,亦
不來、亦不去。生、死如影之分,便所想識如
空,於法中無想,莫不歸仰者。一切平等
無有異,於經中悉知。心不可計,一切諸
剎心不著,無所適念;出於諸佛剎,無所
復罣礙。悉入諸陀憐尼門,於諸經中聞
一知萬,諸佛所說經悉能受持。
„Wie ein Magier, der frei erschafft, was immer er erschafft, und Dinge hervorbringt, ohne zuvor zu erwägen, und sie sind sogleich hervorgebracht, doch weder kommen sie von irgendwoher, noch gehen sie irgendwohin: so verhält es sich mit dem, was erschaffen wird. Das Vergangene, das Zukünftige und das Gegenwärtige zu vergegenwärtigen, ist wie im Traum, in dem der vervielfältigte Leib alle Buddhakṣetras durchdringt. Wie das Licht der Sonne seine Widerspiegelungen überall im Wasser zeigt, gesehen, und doch weder kommend noch gehend, so wird auch das Vergegenwärtigte ganz erlangt wie ein Echo, weder kommend noch gehend. Geburt und Sterben sind wie das Sich-Teilen eines Spiegelbildes. Dann ist, was erdacht und erkannt wird, gleich dem leeren Raum, und in den Dharmas gibt es kein Erdenken, und keiner ist, der sich ihm nicht ehrfürchtig zuwendet. Alles ist gleich, ohne jeden Unterschied, und in den Sūtras weiß er alles. Der Geist lässt sich nicht ermessen. An keines der Buddhakṣetras haftet der Geist, und auf keinen Gegenstand setzt er sich. Er tritt aus den Buddhakṣetras hervor, und kein Hemmnis begegnet ihm mehr. Er tritt in alle Tore der Dhāraṇī ein, und in den Sūtras erkennt er, indem er eine Sache hört, zehntausend, und die Lehren, welche alle Buddhas gesprochen haben, vermag er ganz anzunehmen und zu bewahren.
「侍諸佛悉
得諸佛力、悉得佛威神,勇猛無所難,行
步如猛師子無所畏。於諸國土無不用
言者,所聞者未曾有忘時,一切諸佛之議
等無有異。悉了知本,無經不恐,欲得諸
經便自知說,如諸佛終無厭。為世間人之
師,無不依附者,其行方幅無有諂偽;諸
剎照明朗,不著於三處,所行無所罣礙。
於眾輩中無所適、於本際法中無所慕,
持薩芸若教人入佛道中,未曾恐怖、無
有畏懼時。悉曉知佛諸經所有卷,所在眾會
中無不蒙福者。見佛極大慈歡喜,所學諸
佛經通利,於大眾中無所畏、於大眾中無
有能過者,名聲極遠。破壞諸疑難無不
解,於經中極尊、於師子座上坐自在,如
諸佛法教,悉曉知佛萬種語、悉入萬億音。
愛重諸佛經,常念在左右側,未曾離於
諸佛慈。於佛經中樂行、常隨佛出入、常在
善知識邊,無有厭極時。
„Wer den Buddhas dient, erlangt die Kraft aller Buddhas und erlangt die ehrfurchtgebietende geistige Macht der Buddhas. Er ist kühn, und nichts fällt ihm schwer; er schreitet aus wie ein wilder Löwe, ohne Furcht.
„In allen Ländern gibt es keinen, der nicht auf seine Worte achtet. Was er gehört hat, vergisst er niemals. Die Rede aller Buddhas ist gleich und ohne Unterschied. Er erkennt den Grund vollkommen, und es gibt kein Sūtra, vor dem er zurückschreckte. Wünscht er, die Sūtras darzulegen, so weiß er aus sich selbst sie zu sprechen, wie die Buddhas es tun, und niemals ermüdet er.
„Er ist ein Lehrer für die Menschen der Welt, und es gibt keinen, der sich nicht auf ihn stützt. Sein Wandel ist aufrecht und gerade, ohne Schmeichelei und ohne Falsch. Er erleuchtet alle Buddha-Felder in hellem Glanz. Er haftet nicht an den drei Bereichen, und seine Übung ist ungehindert. Inmitten der Versammlungen hat er keine Bevorzugung. Am Dharma der äußersten Wirklichkeit begehrt er nichts.
„Die Allwissenheit haltend, lehrt er die Menschen, in den Pfad der Buddhaschaft einzutreten, niemals erschrocken und niemals in Furcht. Alle Schriftrollen aller Buddha-Sūtras versteht er vollkommen, und in welcher Versammlung er auch zugegen ist, gibt es keinen, der nicht Segen empfängt. Wenn er die Buddhas in ihrem grenzenlosen großen Mitgefühl schaut, freut er sich. Die Buddha-Sūtras, die er studiert hat, beherrscht er mit Leichtigkeit.
„In der großen Versammlung ist er ohne Furcht. In der großen Versammlung gibt es keinen, der ihn übertreffen könnte. Sein Ruhm reicht überaus weit. Er zerschlägt alle Zweifel und Schwierigkeiten, und es gibt nichts, das er nicht zu klären vermag. Unter den Sūtras ist er höchst geehrt. Auf dem Löwenthron sitzt er in Freiheit. Gemäß der Lehre des Dharma der Buddhas versteht er vollkommen die zehntausend Sprachen der Buddhas und dringt ein in ihre myriaden-koṭi Klänge.
„Er hält die Sūtras der Buddhas in Ehren und bewahrt sie stets an seiner Seite. Niemals ist er getrennt vom großen Mitgefühl der Buddhas. Er freut sich, innerhalb der Sūtras der Buddhas zu üben, folgt beständig den Buddhas in ihrem Gehen und Kommen und bleibt immer an der Seite des guten Dharma-Freundes, ohne jemals müde zu werden.“
「於十方諸佛剎無
所適止,悉逮得願行;度脫十方萬民,智慧
珍寶悉逮得經藏。
In den Buddhakṣetras der zehn Himmelsrichtungen hat er keine feste Bleibe, und Übung und Gelübde bringt er ganz zur Erfüllung. Die zahllosen Wesen der zehn Himmelsrichtungen erlöst und befreit er, und durch das kostbare Juwel der Weisheit erlangt er ganz die Schatzkammer der Lehren.
「身如虛空無有想,教
人求菩薩道,使佛種不斷。行菩薩道未曾
離摩訶衍,逮得摩訶僧那僧涅極曠大道,
疾逮得一切智。諸佛皆稱譽,近佛十力地,一
切所想悉入中、一切所計悉了知、世間之
變悉曉知,成敗之事、生者、滅者悉曉知。入經
海寶開第一之藏悉布施、悉於諸剎行願
亦不在中止,極大變化如佛所樂行。心一
反念,佛悉在前立,一切適不復願、適無所
生處;十方不可計佛剎悉見,聞諸佛所說
經;一一佛比丘僧悉見。是時,不持仙道、羅漢、
辟支佛眼視,不於是間終生彼間佛剎爾
乃見,便於是間坐悉見諸佛、悉聞諸佛所
說經、悉皆受。譬如我今於佛前面見佛菩
薩,如是未曾離佛、未曾不聞經。」
„Der Leib ist wie der leere Raum, ohne begriffliche Vorstellung. Er lehrt die anderen, den Bodhisattva-Pfad zu suchen, damit die Linie der Buddhas nicht abreißt. Indem er den Bodhisattva-Pfad übt, hat er das Mahāyāna niemals verlassen. Er erlangt den weiten, großen Weg der großen Rüstung des Bodhisattva-Gelübdes und erlangt geschwind die Allwissenheit.
„Alle Buddhas preisen ihn, und er naht sich dem Grund der zehn Kräfte des Buddha. Alles, was gedacht wird, geht darin ein; alles, was erwogen wird, erkennt er klar; die Wandlungen der Welt begreift er ganz und gar; die Dinge des Gelingens und des Scheiterns, das, was entsteht, und das, was vergeht, begreift er ganz und gar.
„Er tritt ein in das Meer der Sūtras, öffnet den ersten Schatz und gibt ihn ganz hin. Über die Buddha-Länder hin erfüllt er seine Übung und sein Gelübde, doch verweilt er nicht in ihnen. Mit Verwandlungen, weit und groß, übt er so, wie es die Buddhas zu üben Freude finden.
„Mit einer einzigen Wendung der Achtsamkeit stehen die Buddhas allesamt vor ihm. Es gibt nichts weiter, wonach er streben müsste, und es gibt keinen Ort des Entstehens. Die unzählbaren Buddha-Länder der zehn Himmelsrichtungen sieht er in ihrer Gesamtheit und hört die Sūtras, welche die Buddhas erläutern. Einen jeden Buddha sieht er, eins nach dem anderen, mitsamt dem Bhikṣu-Saṅgha.
„In jener Zeit sieht er nicht mit dem Auge des Weisenpfades, noch mit dem Auge des Arhat oder des Pratyekabuddha. Auch stirbt er nicht hier, um in jenen Buddha-Ländern geboren zu werden und sie erst danach zu sehen. Vielmehr sieht er, hier sitzend, alle Buddhas, hört alle Sūtras, welche die Buddhas erläutern, und empfängt sie alle.
„So wie ich jetzt, vor dem Buddha, den Buddha von Angesicht zu Angesicht schaue, so ist der Bodhisattva niemals von den Buddhas getrennt gewesen und hat es niemals versäumt, die Sūtras zu hören.“
佛告颰
陀和菩薩:「善哉善哉!所問者多所度脫、多
所安隱,於世間人民不可復計,天上、天下
悉安之。今若能問佛如是,若乃前世過去
佛時所聞地行作功德所致,供養若干
佛以所致,樂於經中所致,作道行、守禁
戒所致。自守法,行清白不煩濁,輒以乞
匃自食。多成就諸菩薩合會,教語諸菩薩。
用是故極大慈哀,一切人民皆於等心,隨
時欲見佛即見佛。所願極廣大甚深之
行,常念佛智慧,悉持經戒、悉具足佛種聖
心如金剛、悉知世間人民心所念、悉在諸
佛前。」
Der Buddha sprach zu dem Bodhisattva Bhadrapāla: „Vortrefflich, vortrefflich! Was du erfragst, wird viele erlösen und befreien, wird vielen Frieden und Geborgenheit bringen und wird den Menschen der Welt Wohl schaffen über alles Zählen hinaus, so daß Frieden herrscht bei denen im Himmel und bei denen hier unten.
Daß du nun den Buddha auf solche Weise zu fragen vermagst, ist bewirkt durch das, was du in früheren Leben, in der Zeit der vergangenen Buddhas, gehört hast, und durch das Verdienst, das du in beständigem, gegründetem Wandel angesammelt hast. Es ist bewirkt dadurch, daß du vielen Buddhas Opfergaben dargebracht hast. Es ist bewirkt dadurch, daß du an den Sūtras deine Freude hattest. Es ist bewirkt dadurch, daß du den Wandel auf dem Pfad geübt und die Vorschriften der Zucht bewahrt hast.
Du hast dich selbst achtsam im Dharma bewahrt, und dein Wandel war rein und weiß, ungetrübt und unvermischt; von Almosen, die du erbatest, hast du dich beständig genährt. Zahlreiche Versammlungen von Bodhisattvas hast du zur Reife gebracht und diese Bodhisattvas unterwiesen.
Aus diesem Grund, weil dein liebendes Mitgefühl überaus groß ist, hältst du einen nicht unterscheidenden Geist gegenüber allen Menschen. Und wann immer du den Buddha zu schauen wünschst, schaust du sogleich den Buddha.
Dein Gelübde ist überaus weit und groß, und dein Wandel geht ins Tiefe. Beständig gedenkst du der Weisheit eines Buddha, vollständig wahrst du die Sūtras und die Vorschriften, ganz und gar bist du versehen mit der Linie der Buddhas, und dein heiliger Geist ist fest wie Vajra. Du kennst, was in den Herzen der Menschen der Welt gedacht wird, und du stehst gegenwärtig vor allen Buddhas.“
佛告颰陀和菩薩:「若功德以不可復
計。」
Der Buddha sprach zum Bodhisattva Bhadrapāla: „Dein Verdienst ist unermesslich, es lässt sich nicht ergründen.“
佛言:「今現在佛悉在前立三昧,其有行
是三昧,若所問者悉可得。」
Der Buddha sprach: „Es gibt jenen Samādhi, in dem die Buddhas der Gegenwart allesamt vor einem stehen. Wer diesen Samādhi übt, dem wird alles zuteil, wonach du gefragt hast.“
颰陀和菩薩白
佛言:「願佛哀說之。今佛說者,多所過度、
多所安隱,願佛為諸菩薩現大明。」
Der Bodhisattva Bhadrapāla sprach zum Buddha: „Möge der Buddha es aus Mitgefühl darlegen. Legt der Buddha es jetzt dar, so wird es viele zur Befreiung hinüberführen und viele zu Frieden und Geborgenheit bringen. Möge der Buddha um der Bodhisattvas willen die große Erleuchtung offenbaren.“
佛告颰
陀和菩薩:「一法行,常當習持、常當守,不復
隨餘法,諸功德中最第一。何等為第一法
行?是三昧名現在佛悉在前立三昧。」
Der Buddha sprach zum Bodhisattva Bhadrapāla: „Es gibt eine einzige Übung, die stets zu pflegen und zu bewahren ist, die stets zu hüten ist, und man soll den anderen Dharmas nicht länger folgen. Unter allen Verdiensten ist sie die erste.
„Und was ist diese erste, einzige Übung? Es ist der Samādhi, der den Namen trägt: der Samādhi, in dem die Buddhas der Gegenwart allesamt vor einem stehen.“
行品第二
Zweites Kapitel: Die Übung
佛告颰陀和菩薩:「若有菩薩所念現在定
意向十方佛,若有定意,一切得菩薩高行。
Der Buddha sprach zum Bodhisattva Bhadrapāla: „Wenn ein Bodhisattva in dem, was er in Achtsamkeit festhält, in der gegenwärtigen Sammlung ruht, die den Buddhas der zehn Richtungen zugewandt ist, und wenn er über eine solche Sammlung verfügt, so erlangt er in vollem Maße die erhabene Übung eines Bodhisattva.
「何等為定意?從念佛因緣,向佛念,意不亂,
從得黠,不捨精進。與善知識共行空——除
睡眠不聚會——避惡知識,近善知識,不亂
精進。飯知足、不貪衣、不惜壽命,孓身避
親屬、離鄉里,習等意、得悲意,心護行,棄
蓋習禪。不隨色、不受陰、不入衰,不念
四大、不失意、不貪性,解不淨。不捨十方
人、活十方人,十方人計為是我所、十方
人計為非我所。一切欲受,不貿戒,習
空行,欲諷經。不中犯戒、不失定意、不
疑法、不諍佛、不却法、不亂比丘僧。離
妄語,助道德家,避癡人世間語,不喜不欲。
„Was ist der gesammelte Geist? Er geht aus den Ursachen und Bedingungen des Buddha-Gedenkens hervor. Man wendet sein Gedenken dem Buddha zu, und der Geist wird nicht zerstreut. Daraus gewinnt man Einsicht und gibt das tatkräftige Bemühen nicht auf.
„Man übt gemäß der Leerheit im Kreis der Dharma-Freunde, mindert den Schlaf und meidet die Zusammenkünfte. Man wendet sich von den schlechten Freunden ab und nähert sich den Dharma-Freunden, und das tatkräftige Bemühen wird nicht gestört.
„Man ist zufrieden mit der Speise, begehrt keine Roben und hängt nicht am Leben. Man geht für sich allein, meidet die Verwandten und verlässt den heimatlichen Ort. Man pflegt den gleichmütigen Geist und erlangt den Geist des Mitgefühls. Man hütet den Geist, wirft die Hindernisse ab und übt das Dhyāna.
„Man folgt nicht der Form, ergreift nicht die Aggregate und tritt nicht in die Sinnesfelder ein. Man verweilt nicht bei den vier großen Elementen, verliert den gesammelten Geist nicht, begehrt die eigene Natur nicht und durchschaut die Unreinheit.
„Man lässt die Menschen der zehn Himmelsrichtungen nicht im Stich, sondern schenkt ihnen Leben. Man sieht sie an als die eigenen; man sieht sie nicht an als den eigenen Besitz. Man will alle Dinge annehmen und verhandelt die Gelübde nicht weg. Man übt den Wandel gemäß der Leerheit und will die Sūtras rezitieren.
„Man bricht die Gelübde nicht, verliert den gesammelten Geist nicht, zweifelt nicht am Dharma, streitet nicht wider den Buddha, verwirft den Dharma nicht und stört den Bhikṣu-Saṅgha nicht. Man lässt die falsche Rede fahren, steht den Häusern bei, die dem Weg und der edlen Tugend zugetan sind, meidet die weltliche Rede der verblendeten Menschen und findet weder Gefallen noch Verlangen daran.“
「聞道語,具欲聞亦喜。從因緣畜生生,不
欲聞六味。習為五習,為離十惡;為習十
善,為曉九惱;行八精進、捨八懈怠,為習
八便;為習九思,八道家念。又不著禪
聞,不貢高、棄自大,聽說法、欲聞經、欲行
法,不隨歲計、不受身想。離十方人,不
欲受、不貪壽,為了陰不隨惑,為不隨
所有求無為。不欲生死、大畏生死,計陰
如賊、計四大如蛇,十二衰計空。久在三界
不安隱,莫忘得無為。不欲貪欲,願棄
生死;不隨人諍,不欲墮生死。
„Man hört die Worte des Pfades, wünscht sie ganz zu hören und freut sich. Im Wissen, dass man durch Ursachen und Bedingungen als Tier wiedergeboren werden kann, mag man nicht einmal von den sechs Geschmäckern hören.
„Man übt die fünf Übungen, lässt die zehn unheilsamen Handlungen hinter sich, übt die zehn heilsamen Handlungen und versteht die neun Leiden. Man übt die acht Formen des tatkräftigen Bemühens und wirft die acht Formen der Trägheit ab. Man übt die acht geschickten Mittel, übt die neun Betrachtungen und die Achtsamkeit, die zum Edlen Achtfachen Pfad gehört.
„Überdies haftet man nicht am dhyāna und nicht an dem, was man gehört hat. Man ist nicht hochmütig und legt die Selbstüberhebung ab. Man hört auf die Darlegung des Dharma, wünscht die Sūtras zu vernehmen und wünscht den Dharma zu üben. Man rechnet nicht nach dem Vergehen der Jahre und nimmt die Vorstellung eines Körpers nicht an.
„Man bleibt fern von den Menschen der zehn Himmelsrichtungen, mag nicht greifen und begehrt kein langes Leben. Da man die Aggregate durchschaut, folgt man der Verblendung nicht. Da man dem Besitz nicht nachjagt, sucht man das Unbedingte.
„Man begehrt Saṃsāra nicht und fürchtet Saṃsāra sehr. Man sieht die Aggregate als einen Dieb, sieht die vier großen Elemente als eine Schlange und sieht die zwölf Sinnesbereiche als leer.
„Lange im Kreislauf der drei Bereiche zu weilen ist nicht friedvoll. Man soll das Erlangen des Unbedingten nicht vergessen. Man begehrt kein Begehren und gelobt, Saṃsāra abzuwerfen. Man folgt anderen nicht in den Streit und wünscht nicht, in Saṃsāra zu fallen.“
「常立佛
前,受身計如夢。以受信不復疑,意無有
異,一切滅思想——過去事、未來事、今現在
事等意。
Er steht beständig vor den Buddhas, und was er im Leibe erfährt, erkennt er als traumgleich. Er hat das Vertrauen empfangen und zweifelt nicht länger, und sein Geist weicht nicht ab. Alle Wahrnehmung läßt er erlöschen. Gegenüber dem, was vergangen ist, dem, was noch kommt, und dem, was jetzt gegenwärtig ist, hält er den Geist gleichmütig.
「常念諸佛功德,自歸為依佛,定意
得自在,不隨佛身相法。一切一計不與天
下諍,所作不諍,從因緣生受了。從佛
地度,得可法中,法中得下,以了空意計
人,亦不有、亦不滅。自證無為,𭶑眼以淨,一
切不二覺,意不在中邊。一切佛為一念入,
無有疑𭶑、無有能呵。自得曉覺意故,佛
𭶑不從他人待。得善知識計如佛,無有
異意。一切在菩薩,無有離時,縱一切魔不
能動;一切人如鏡中像,見一切佛如晝;
一切從法行,為入清淨菩薩行如是。」
„Beständig ruft er sich die Verdienste aller Buddhas ins Gedächtnis; er nimmt Zuflucht und stützt sich auf den Buddha; in gesammeltem Geist erlangt er die Meisterschaft; er verfolgt den Buddha nicht durch die Merkmale des Buddha-Körpers. Alles als eines betrachtend, streitet er nicht mit der Welt; in allem, was er tut, streitet er nicht; er erkennt zur Gänze, dass alles Erscheinende aus Ursachen und Bedingungen entsteht. Indem er über die Buddha-Erde hinüberschreitet, erlangt er die Annahme im Dharma, und im Dharma kommt er zur Ruhe. Mit einem Geist, der die Leerheit ergründet hat, erkennt er die Wesen als weder daseiend noch erloschen. Er verwirklicht selbst das Unbedingte; sein Auge der Weisheit ist geläutert; in allem erwacht er zur Nichtdualität; sein Geist weilt weder in der Mitte noch an den Rändern. Alle Buddhas treten in einen einzigen Gedankenmoment ein, ohne jeden Zweifel, ohne dass etwas ihn tadeln könnte. Weil er selbst den erwachten Geist gewonnen hat, wartet er nicht auf andere für die Weisheit des Buddha. Hat er einen guten Dharma-Freund getroffen, so achtet er ihn wie den Buddha, ohne abweichende Absicht. Alle Dinge ruhen im Bodhisattva, und es gibt keine Zeit der Trennung; mögen auch alle Māras zusammen kommen, sie vermögen ihn nicht zu erschüttern. Alle Wesen sind wie Abbilder im Spiegel; die Buddhas alle sieht er so klar wie am hellen Tag; in allem übt er nach dem Dharma. So ist der Eintritt in die reine Praxis des Bodhisattva.“
佛言:
「持是行法故致三昧,便得三昧現在諸佛
悉在前立。何因致現在諸佛悉在前立三
昧?如是,颰陀和!其有比丘、比丘尼、優婆塞、
優婆夷,持戒完具,獨一處止,心念西方阿
彌陀佛今現在。隨所聞,當念去是間千億
萬佛剎,其國名須摩提,在眾菩薩中央說
經,一切常念阿彌陀佛。」
Der Buddha sprach: „Wer diese Übungsmethode wahrt, gelangt zum Samādhi und erlangt jenen Samādhi, in dem die Buddhas der Gegenwart alle vor einem stehen. Wodurch erlangt man diesen Samādhi? So ist es, Bhadrapāla: Jeder Bhikṣu, jede Bhikṣuṇī, jeder Upāsaka und jede Upāsikā, die die Gelübde vollständig und unversehrt wahren, sollen abgeschieden an einem Ort für sich verweilen und ihren Geist auf Amitābha Buddha richten, der jetzt gegenwärtig im Westen besteht. Gemäß dem, was man gehört hat, soll man daran denken, dass sein Land, Sukhāvatī, tausend koṭi von Myriaden Buddha-Ländern von hier entfernt liegt. Dort, inmitten einer Versammlung von Bodhisattvas, legt er den Dharma dar. Beständig soll man Amitābha Buddha im Geist gegenwärtig halten.“
佛告颰陀和:「譬如
人臥出於夢中,見所有金銀、珍寶、父母、兄
弟、妻子、親屬、知識,相與娛樂,喜樂無輩。其
覺已為人說之,後自淚出,念夢中所見。
如是,颰陀和!菩薩若沙門白衣所聞西方阿
彌陀佛剎,當念彼方佛,不得缺戒,一心
念——若一晝夜、若七日七夜——過七日以後
見阿彌陀佛,於覺不見,於夢中見之。譬
如人夢中所見,不知晝、不知夜,亦不
知內、不知外,不用在冥中故不見、不
用有所蔽礙故不見。
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Es ist wie mit einem Menschen, der sich niederlegt und im Traum allerlei Gold und Silber, kostbare Juwelen, Vater und Mutter, Brüder, Frau und Kinder, Verwandte und Gefährten erblickt. Mit ihnen allen ergötzt er sich, und seine Freude ist ohnegleichen. Ist er erwacht, so erzählt er anderen davon; danach aber weint er, wenn er sich erinnert, was er im Traume gesehen hat.
„So ist es, Bhadrapāla. Wenn ein Bodhisattva, sei er ein Śramaṇa oder ein Laie, vom westlichen Buddhakṣetra des Amitābha Buddha gehört hat, so soll er des Buddha jenes Landes gedenken. Er darf die Śīla nicht verletzen, sondern soll seiner mit einsgerichtetem Geist gedenken, sei es einen Tag und eine Nacht, sei es sieben Tage und sieben Nächte. Sind sieben Tage vergangen, so erblickt er den Amitābha Buddha. Erblickt er ihn nicht im Wachen, so erblickt er ihn wie im Traum.
„Es ist wie mit dem, was ein Mensch im Traum erblickt: er weiß nicht um Tag noch Nacht, und er weiß nicht um Inneres noch Äußeres. Nicht weil er in der Finsternis wäre, sieht er nicht; und nicht weil ihm etwas den Blick verstellte, sieht er nicht.“
「如是,颰陀和!菩薩
心當作是念。
Ebenso, Bhadrapāla, soll der Bodhisattva in seinem Geist diesen Gedanken fassen:
「時諸佛國界名大山須彌山,
其有幽冥之處悉為開闢,目亦不蔽、心
亦不礙。是菩薩摩訶薩,不持天眼徹視、不
持天耳徹聽、不持神足到其佛剎、不於
是間終生彼間佛剎乃見,便於是間坐
見阿彌陀佛,聞所說經悉受得,從三昧中
悉能具足,為人說之。
„Zu jener Zeit tun sich überall in den Buddha-Ländern die dunklen und verborgenen Stätten auf, selbst unter den großen Bergen und dem Berg Sumeru. Das Auge wird nicht verhängt, und der Geist wird nicht gehemmt.
„Dieser Bodhisattva-Mahāsattva durchschaut nicht mit dem himmlischen Auge, er durchhört nicht mit dem himmlischen Ohr, er gelangt nicht durch übersinnliche Kraft in jenes Buddhakṣetra, und er stirbt nicht hier, um in jenem Buddhakṣetra dort geboren zu werden und so den Buddha zu erblicken.
„Vielmehr sieht er, hier sitzend, den Amitābha Buddha. Er hört die Sūtras, die gelehrt werden, empfängt und bewahrt sie alle und vermag sie aus dem Samādhi heraus vollständig zu besitzen und anderen zu erläutern.“
「譬若有人聞墮舍
利國中有婬女人名須門,若復有人聞婬
女人阿凡和梨,若復有人聞優陂洹作
婬女人。是時各各思念之。其人未曾見此
三女人,聞之婬意即為動,便於夢中各往
到其所。是時三人皆在羅閱祇國同時念,
各於夢中到是婬女人所與共棲宿,其覺
已各自念之。」
„Es verhält sich damit so: Ein Mann hört, dass es im Land Vaiśālī eine Kurtisane gibt namens Sumanā; ein anderer hört von der Kurtisane Āmrapālī; und wieder ein anderer hört, dass Utpalavarṇā eine Kurtisane geworden sei.
„In jenem Augenblick sinnt ein jeder ihr nach. Diese Männer haben die drei Frauen niemals gesehen, doch kaum haben sie von ihnen gehört, ist das Verlangen sogleich erregt. Und so begibt sich ein jeder im Traum dorthin, wo sie ist.
„In jenem Augenblick sind die drei Männer alle in Rājagṛha und gedenken ihrer zur selben Zeit, und ein jeder gelangt in seinem Traum dorthin, wo die Kurtisane ist, und verbringt die Nacht mit ihr. Und als sie erwacht sind, ruft sich ein jeder für sich zurück, was geschehen ist.“
佛告颰陀和:「我持三人以
付,若持是事為人說經,使解此慧至不
退轉地得無上正真道,然後得佛號曰善
覺。如是,颰陀和!菩薩於是間國土聞阿彌
陀佛,數數念,用是念故見阿彌陀佛。見佛
已從問:『當持何等法生阿彌陀佛國?』爾時,
阿彌陀佛語是菩薩言:『欲來生我國者,常
念我,數數常當守念,莫有休息,如是得
來生我國。』」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Ich vertraue dir die Sache der drei Menschen an. Wer an dieser Sache festhält und anderen das Sūtra erläutert und sie diese Weisheit verstehen lässt, der bringt sie zu avaivartika, der Stufe der Unumkehrbarkeit, und lässt sie den unübertrefflichen, vollkommenen und wahren Pfad erlangen. Danach werden sie Buddhas werden, die den Namen Susambuddha, der Wohl Erwachte, tragen.
So verhält es sich, Bhadrapāla. Ein Bodhisattva in diesem Land hört von Amitābha Buddha und gedenkt seiner wieder und wieder. Durch dieses Gedenken schaut er Amitābha Buddha. Und wenn er den Buddha geschaut hat, fragt er ihn: ‚Welchen Dharma soll man wahren, um im Land des Amitābha Buddha geboren zu werden?'
Zu jener Zeit spricht Amitābha Buddha zu diesem Bodhisattva: ‚Wer in meinem Land geboren zu werden wünscht, der gedenke meiner beständig. Wieder und wieder wahre er dieses Gedenken und lasse es nicht rasten. Auf diese Weise wird er kommen und in meinem Land geboren werden.'“
佛言:「是菩薩用是念佛故,當得
生阿彌陀佛國。常當念如是佛身有三十
二相悉具足,光明徹照,端正無比。在比丘僧
中說經,說經不壞敗色。何等為不壞敗
色?痛痒、思想,生死、識、魂神,地、水、火、風,世間、
天上——上至梵摩訶梵——不壞敗色。用念佛故
得空三昧,如是為念佛。」
Der Buddha sprach: „Weil dieser Bodhisattva des Buddha gedenkt, wird er die Wiedergeburt im Land des Amitābha Buddha erlangen.
„Beständig soll er des Buddha-Körpers auf diese Weise gedenken: er ist mit den zweiunddreißig Merkmalen vollständig ausgestattet, sein Lichtglanz strahlt hindurch und durchdringt alles, und er ist gerade und unvergleichlich. Inmitten des Bhikṣu-Saṅgha legt er die Schriften aus, und was er auslegt, ist die Form, die nicht vergeht.
„Was ist die Form, die nicht vergeht? Die Empfindungen, die Wahrnehmung, die Gestaltungen von Geburt und Tod, das Bewusstsein und der Lebensgeist; die Erde, das Wasser, das Feuer und der Wind; die Welt und die Himmel darüber, hinauf bis zu Brahmā und Mahābrahmā, dies alles ist die Form, die nicht vergeht.
„Weil man auf diese Weise des Buddha gedenkt, erlangt man den Samādhi der Leerheit. So ist es, des Buddha zu gedenken.“
佛告颰陀和:「菩薩
於三昧中誰當證者?我弟子摩訶迦葉、因
坻達菩薩、須真天子及時知是三昧者,有
行得是三昧者是為證。何等為證?證是三
昧知為空定。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wer kann innerhalb dieses Samādhi für den Bodhisattva Zeugnis ablegen? Mein Schüler Mahākāśyapa, der Bodhisattva Indradatta, der Devaputra Suvikrāntacinta und jene, die zu dieser Zeit dieses Samādhi kennen. Wer durch Übung dieses Samādhi erlangt hat, der ist es, der Zeugnis ablegt.
„Und was heißt: Zeugnis ablegen? Für dieses Samādhi Zeugnis abzulegen heißt, es als das Samādhi der Leerheit zu erkennen.“
佛告颰陀和:「乃往去時有
佛名須波日。時有人行出入大空澤中,不
得飲食,飢渴而臥出,便於夢中得香甘美
食,飲食已。其覺腹中空,自念:『一切所有皆如
夢耶?』」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „In vergangener Zeit lebte ein Buddha mit Namen Supuṣpa. Damals zog ein Mann durch eine weite, öde Einöde und fand nichts zu essen und nichts zu trinken. Hungernd und dürstend legte er sich nieder und schlief ein. Da erhielt er im Traum duftende, süße, köstliche Speise und ebensolchen Trank und aß und trank sich satt.
„Als er erwachte, war sein Bauch leer, und er dachte bei sich: ,Ist denn alles, was da ist, nur wie ein Traum?'“
佛言:「其人用念空故,便逮得無所
從生法樂,即逮得阿惟越致。如是,颰陀和!
菩薩其所向方聞現在佛,常念所向方,欲
見佛即念佛,不當念有,亦無我所立。如
想空當念佛立,如以珍寶倚琉璃上,
菩薩如是見十方無央數佛清淨。譬如人遠
出到他郡國,念本鄉里、家室、親屬、財產。其
人於夢中歸到故鄉里,見家室、親屬,喜共
言語。於夢中見以,覺為知識說之:『我歸
到故鄉里,見我家室親屬。』」
Der Buddha sprach: „Weil jener Mann der Leerheit gedachte, erlangte er die Freude am Dharma des Nichtentstehens, und sogleich erlangte er die Stufe der Unumkehrbarkeit, das Avaivartika.
„So ist es, Bhadrapāla. Wenn ein Bodhisattva von einem gegenwärtig bestehenden Buddha in einer bestimmten Himmelsrichtung hört, so soll er beständig jener Richtung gedenken. Wünscht er, den Buddha zu schauen, so gedenkt er des Buddha. Er soll nichts als wahrhaft seiend vergegenwärtigen und weder ein Selbst noch ein Mein aufrichten.
„Wie man der Leerheit gedenkt, so soll man den Buddha im Gedenken vor sich hinstellen. Es ist, wie wenn man ein kostbares Juwel auf Vaiḍūrya legt. Auf diese Weise schaut der Bodhisattva die reinen Buddhas der zehn Himmelsrichtungen, unzählig an der Zahl.
„Es ist wie bei einem Menschen, der weit fortzieht in eine andere Präfektur, in ein anderes Land, und der seines Heimatdorfes gedenkt, seiner Hausgemeinschaft, seiner Angehörigen und seines Besitzes. Im Traum kehrt jener Mensch in sein altes Dorf zurück, sieht seine Hausgemeinschaft und seine Angehörigen und spricht voll Freude mit ihnen. Hat er dies im Traum geschaut, so erzählt er beim Erwachen einem Vertrauten: ‚Ich bin in mein altes Dorf zurückgekehrt und habe meine Hausgemeinschaft und meine Angehörigen gesehen.‘“
佛言:「菩薩如是
其所向方聞佛名,常念所向方欲見佛,
菩薩一切見佛,如持珍寶著琉璃上。譬如
比丘觀死人骨著前,有觀青時、有觀白
時、有觀赤時、有觀黑時。其骨無有持來
者、亦無有是骨、亦無所從來,是意所作想
有耳。菩薩如是持佛威神力於三昧中
立,在所欲見何方佛,欲見即見。何以故
如是?颰陀和!是三昧佛力所成。持佛威神
於三昧中立者有三事:持佛威神力、持
佛三昧力、持本功德力,用是三事故得
見佛。譬若,颰陀和!年少之人端正姝好,莊
嚴已,如持淨器盛好麻油、如持好器盛
淨水、如新磨鏡、如無瑕水精,欲自見影,
於是自照悉自見影。云何,颰陀和!其所麻
油、水鏡、水精,其人自照,寧有影從外入中
不?」
Der Buddha sprach: „So ist es, Bhadrapāla. Wenn ein Bodhisattva den Namen eines Buddha in einer bestimmten Himmelsrichtung vernimmt, so richtet er seine Achtsamkeit beständig auf jene Richtung, im Wunsch, den Buddha zu schauen. Auf diese Weise schaut der Bodhisattva den Buddha in jeder Hinsicht, so wie man ein Juwel auf Katzenauge legt.
„Es ist wie bei einem Bhikṣu, der die Knochen eines Toten betrachtet, die vor ihm liegen. Bald betrachtet er sie als blau, bald als weiß, bald als rot, bald als schwarz. Und doch hat niemand jene Knochen herbeigebracht, noch sind dort wirkliche Knochen, noch sind sie von irgendwoher gekommen. Sie sind allein ein Vorstellungsbild, das der Geist hervorbringt.
„Ebenso verweilt der Bodhisattva, getragen von der ehrfurchtgebietenden geistigen Kraft des Buddha, in der Samādhi. Welchen Buddha auch immer, in welcher Richtung auch immer er zu schauen wünscht, den schaut er in dem Augenblick, da er es wünscht.
„Weshalb ist dies so, Bhadrapāla? Diese Samādhi wird durch die Kraft des Buddha vollbracht. Für den, der durch die ehrfurchtgebietende geistige Kraft des Buddha in der Samādhi verweilt, gibt es drei Dinge: die Kraft der ehrfurchtgebietenden geistigen Macht des Buddha, die Kraft der Samādhi des Buddha und die Kraft des eigenen früheren Verdienstes. Durch diese drei Dinge erlangt man das Schauen des Buddha.
„Es ist, Bhadrapāla, als nähme ein junger Mensch, aufrecht und wohlgestaltet und geschmückt, ein reines Gefäß voll feinen Sesamöls, oder ein schönes Gefäß voll klaren Wassers, oder einen frisch geschliffenen Spiegel, oder makelloses Kristall. Im Wunsch, sein eigenes Spiegelbild zu schauen, blickt er hinein und schaut sein Spiegelbild dort klar und deutlich.
„Was meinst du, Bhadrapāla? Was jenes Sesamöl, jenes Wasser, jenen Spiegel und jenes Kristall betrifft, in denen der Mensch sich selbst erblickt: ist das Spiegelbild von außen in sie eingetreten, oder nicht?“
颰陀和言:「不也。天中天!用麻油、水精、水
鏡淨潔故,自見其影耳。其影亦不從中出、
亦不從外入。」
Bhadrapāla sprach: „Nein, Gott der Götter. Weil das Sesamöl, der Bergkristall und der Wasserspiegel rein und klar sind, sieht man in ihnen das eigene Abbild. Und dieses Abbild tritt weder aus dem Inneren hervor, noch dringt es von außen ein.“
佛言:「善哉善哉!颰陀和!如是,
颰陀和!色清淨,所有者清淨,欲見佛即見。
見即問,問即報,聞經大歡喜,作是念:『佛
從何所來?我為到何所?』自念:『佛無所從
來,我亦無所至。』自念:『三處——欲處、色處、無想
處——是三處意所為耳。我所念即見,心作佛、
心自見,心是佛、心是怛薩阿竭,心是我身,心
見佛,心不自知心、心不自見心,心有想
為癡、心無想是泥洹。是法無可樂者,皆念
所為,設使念為空耳,設有念者亦了無所
有。』如是,颰陀和!菩薩在三昧中立者所見
如是。」
Der Buddha sprach: „Vortrefflich, vortrefflich, Bhadrapāla! So ist es, Bhadrapāla.
„Wenn die Form rein ist und rein alles, was besessen wird, dann sieht einen Buddha, wer einen Buddha zu sehen wünscht. Hat er geschaut, so fragt er; hat er gefragt, so wird ihm Antwort. Er hört den Dharma und freut sich von Herzen und denkt bei sich: ‚Woher ist der Buddha gekommen? Wohin bin ich gegangen?'
„Und er bedenkt: ‚Der Buddha ist von nirgendwoher gekommen, und auch ich bin nirgendwohin gegangen.' Und er bedenkt: ‚Die drei Bereiche, der Bereich des Begehrens, der Bereich der Form und der Bereich ohne Wahrnehmung, diese drei Bereiche sind nichts als das Wirken des Geistes. Was ich in Achtsamkeit rufe, das sehe ich. Der Geist macht den Buddha, der Geist selbst schaut. Der Geist ist der Buddha, der Geist ist der Tathāgata, der Geist ist mein eigener Leib. Der Geist sieht den Buddha, und doch kennt der Geist den Geist nicht selbst, und der Geist sieht den Geist nicht selbst. Der Geist, mit Wahrnehmung behaftet, ist Verblendung; der Geist, ohne Wahrnehmung, ist Nirvāṇa.
‚An diesen Dharmas ist nichts, woran man sich freuen könnte. Alle sind vom Denken gewirkt. Und selbst wenn Denken geschieht, so ist es nur leer; und selbst wenn etwas gedacht wird, so weiß man ganz und gar, dass es kein Sein hat.'
„So ist es, Bhadrapāla. Was der Bodhisattva schaut, der in dieser Samādhi steht, das ist von solcher Art.“
佛爾時頌偈曰:
Da sprach der Buddha einen Vers und sagte:
「心者不知心,有心不見心,
心起想則癡,無想是泥洹。
是法無堅固,常立在於念,
以解見空者,一切無想念。
„Der Geist erkennt den Geist nicht;
er hat den Geist und sieht ihn doch nicht.
Wenn der Geist Wahrnehmung hervorbringt, ist dies Verblendung;
ohne Wahrnehmung ist dies Nirvāṇa.
Diese Dharmas haben keine feste Substanz;
stets stehen sie im Denken gegründet.
Wer durch Verstehen die Leerheit sieht,
ist frei von aller Wahrnehmung und allem Denken.“
四事品第三
Drittes Kapitel: Die Vier Dinge
「菩薩有四事法疾逮得三昧。何等為四?
一者、所信無有能壞者,二者、精進無有能
逮者,三者、所入智慧無有能及者,四者、常
與善師從事;是為四。
„Der Bodhisattva hat vier Dharmas, durch die er diesen Samādhi geschwind erlangt. Welche vier?
Zum ersten ein Vertrauen, das niemand zu zerstören vermag.
Zum zweiten ein tatkräftiges Bemühen, das niemand zu übertreffen vermag.
Zum dritten die Weisheit, in die er eingedrungen ist und die niemand zu erreichen vermag.
Zum vierten dies, dass er beständig einem guten Lehrer dient und ihm aufwartet.
Dies sind die vier.“
「菩薩復有四事疾得
是三昧。何等為四?一者、不得有世間思想,
如指相彈頃三月;二者、不得臥出三月,如
指相彈頃;三者、經行不得休息、不得坐三
月,除其飯食左右;四者、為人說經不得
望人衣服、飲食;是為四。
„Der Bodhisattva besitzt vier weitere Dinge, durch die er diesen Samādhi geschwind erlangt. Welche vier?
Zum ersten: drei Monate lang darf er keinen weltlichen Gedanken aufkommen lassen, nicht einmal für die Dauer eines Fingerschnippens.
Zum zweiten: drei Monate lang darf er sich nicht zum Schlafen niederlegen, nicht einmal für die Dauer eines Fingerschnippens.
Zum dritten: drei Monate lang übt er Gehmeditation ohne Ruhe und setzt sich nicht nieder, außer zu den Zeiten, da er Speise und Trank zu sich nimmt.
Zum vierten: wenn er anderen die Sūtren erläutert, darf er nicht nach ihren Roben und Kleidern, nach ihrer Speise und ihrem Trank verlangen.
Dies sind die vier.“
「菩薩復有四事
疾得是三昧。何等為四?一者、合會人至
佛所,二者、合會人使聽經,三者、不嫉妬,四
者、教人學佛道;是為四。
„Weiter hat der Bodhisattva vier Dinge, durch die er diesen Samādhi geschwind erlangt. Welche sind die vier?
Das erste: Menschen zu versammeln und sie in die Gegenwart des Buddha zu führen.
Das zweite: Menschen zu versammeln und sie das Sūtra hören zu lassen.
Das dritte: frei zu sein von Neid und Missgunst.
Das vierte: andere zu lehren, den Weg des Buddha zu üben.
Dies sind die vier.“
「菩薩復有四事疾
得是三昧。何等為四?一者、作佛形像、若作
畫,用是三昧故;二者、用是三昧故,持好
疋素令人寫是三昧;三者、教自貢高人內
佛道中;四者、常護佛法;是為四。」
„Wiederum hat der Bodhisattva vier Dinge, durch die er dieses Samādhi geschwind erlangt. Welche sind die vier?
Zum ersten, um dieses Samādhi willen Abbilder des Buddha zu schaffen, sei es als Bildwerk, sei es gemalt.
Zum zweiten, um dieses Samādhi willen guten weißen Seidenstoff bereitzustellen und einen Menschen dieses Samādhi abschreiben zu lassen.
Zum dritten, hochmütige, sich selbst überhebende Menschen auf den Pfad des Buddha zu führen.
Zum vierten, beständig den Buddhadharma zu behüten.
Das sind die vier.“
時佛說
偈而歎曰:「常當樂信於佛法,誦經念空
莫中止,精進除睡臥,三月莫得懈。
Da sprach der Buddha in Versen und pries ihn:
Beständig sollt ihr Freude und Vertrauen zum Buddhadharma tragen,
die Sūtras rezitieren und der Leerheit achtsam sein; brecht nicht auf halbem Wege ab,
mit tatkräftigem Bemühen vertreibt Schlaf und Liegen,
drei Monate lang lasst nicht nach.
「坐說經
時安諦受學極當廣遠,若有供養、饋遺者
莫得喜,無所貪慕得經疾。佛者,色如金
光,身有三十二相,一相有百福功德,端政
如天金成作。過去佛、當來佛悉豫自歸、今現
在佛皆於人中最尊,常念供養。當供養於
佛,花香、擣香、飯食具足;當持善意,用是故
三昧離不遠;持常鼓樂、倡伎樂於佛心,常
當娛樂。
„Wer sitzt und der Auslegung des Sūtra lauscht, empfange und übe es in Ruhe und mit sorgfältiger Aufmerksamkeit, und sein Streben sei überaus weit und weitreichend.
Sind da welche, die Opfergaben bringen oder Geschenke überreichen, so freue er sich nicht daran. Wer nichts begehrt und nach nichts verlangt, der erlangt das Sūtra rasch.
Des Buddha Farbe ist wie goldener Glanz. Sein Körper trägt die zweiunddreißig Merkmale des großen Mannes, und ein jedes Merkmal birgt das Verdienst von hundert Segnungen. Er ist aufrecht und wohlgestaltet, als wäre er aus himmlischem Golde gefügt.
Zu den vergangenen Buddhas und den künftigen Buddhas nehme man im Voraus Zuflucht, sie alle; und die Buddhas, die jetzt gegenwärtig sind, sind die Erhabensten unter den Menschen. Ihrer gedenke man beständig und bringe ihnen Opfergaben dar.
Dem Buddha bringe man Opfergaben dar: Blumen, duftenden Weihrauch, zerstampften Weihrauch und Speise in vollem Maße. Man wahre eine heilsame Gesinnung; darum ist das Samādhi nicht fern.
Mit beständigem Trommeln und Klang, mit Gesang und Reigen erfreue man stets den Geist des Buddha und finde immerdar Freude daran.“
「為求是三昧者當作佛像,種種
具足、種種姝好,面目如金光。求是三昧者,
所施常當自樂與,持戒當清潔高行,棄捐
懈怠,疾得是三昧不久。瞋恚不生,常行於
慈心、常行悲哀、等心無所憎惡,今得是三
昧不久。極慈於善師,視當如佛,瞋、恚、嫉、
貪不得有,於經中施不得貪。如是教當
堅持,諸經法悉當隨是入,是為諸佛之道
徑。如是行者,今得三昧不久。」
Wer diesen Samādhi sucht, der soll ein Buddhabild schaffen, vollendet in jedem Schmuck und schön in jedem Zug, mit Gesicht und Augen wie goldenes Licht.
Wer diesen Samādhi sucht, der soll stets gern und aus eigenem Antrieb geben. Beim Wahren der Gelübde sei sein Wandel rein, makellos und erhaben. Er lasse die Trägheit fahren, und schon bald wird er diesen Samādhi geschwind erlangen.
Zorn erhebe sich nicht. Beständig übe er Mitgefühl, beständig übe er Erbarmen, und mit einem nicht unterscheidenden Geist hege er keinen Hass und keine Abneigung. Schon bald wird er diesen Samādhi erlangen.
Dem guten Lehrer bringe er das höchste Mitgefühl entgegen und betrachte ihn wie einen Buddha. Zorn, Groll, Neid und Gier dürfen nicht in ihm sein. Und wo er die Sūtras weitergibt, sei er nicht daran haftend.
An dieser Weisung halte er fest. In alle kanonischen Lehren trete er durch sie ein. Dies ist der Weg und Pfad aller Buddhas. Wer so übt, wird den Samādhi schon bald erlangen.
佛告颰陀和:「如是等菩薩當慈心常樂
於善師所,視師當如佛,悉具足承事。欲
書是三昧經時、若欲學時,菩薩敬師如是。
颰陀和!菩薩於善師有瞋恚、有持善師
短、視善師不如佛者,得三昧難。譬如,颰
陀和!菩薩明眼人夜半視星宿,見星其眾
多。如是,颰陀和!菩薩持佛威神於三昧中
立,東向視見若干百佛、若干千佛、若干
萬佛、若干億佛;如是十方等悉見諸佛。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Bodhisattvas wie diese sollen einen Geist des Mitgefühls bewahren und stets Freude finden in der Nähe des guten Lehrers. Sie sollen den Lehrer wie einen Buddha betrachten und ihm in allem vollständig aufwarten.
„Wenn sie dieses Samādhi-Sūtra abschreiben wollen und wenn sie es lernen wollen, so sollen Bodhisattvas dem Lehrer auf diese Weise Ehrerbietung erweisen.
„Bhadrapāla, hegt ein Bodhisattva Zorn und Groll gegen den guten Lehrer, verweilt er bei den Schwächen des guten Lehrers oder betrachtet er den guten Lehrer nicht wie einen Buddha, so wird ihm das Samādhi schwer zu erlangen sein.
„Es verhält sich so, Bhadrapāla. Ein klaräugiger Mensch, der um Mitternacht zu den Sternbildern aufblickt, sieht, dass der Sterne überaus viele sind.
„Ebenso ist es, Bhadrapāla. Getragen von der ehrfurchtgebietenden Macht des Buddha steht der Bodhisattva im Samādhi. Wendet er den Blick nach Osten, so sieht er viele hundert Buddhas, viele tausend Buddhas, viele Myriaden von Buddhas und viele Koṭis von Buddhas. Und auf ebendiese Weise sieht er in allen zehn Himmelsrichtungen gleichermaßen alle Buddhas.“
佛
告颰陀和:「是菩薩如佛眼悉知悉見。如是,
颰陀和!是菩薩欲得今現在諸佛悉在前
立三昧,布施、當具足持戒,如是忍辱、精進、
一心、智慧、度脫智慧,身悉具足。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Dieser Bodhisattva weiß alles und sieht alles, wie mit dem Buddha-Auge.
So ist es, Bhadrapāla. Der Bodhisattva, der das Samādhi erlangen will, in dem die Buddhas der Gegenwart allesamt vor ihm stehen, soll die Freigebigkeit vollenden und die Gelübde vollkommen wahren. Ebenso soll er die Geduld, das tatkräftige Bemühen, die meditative Sammlung und die Weisheit vollenden, die Weisheit, die erlöst; und alle diese soll er in der eigenen Person vollständig verwirklichen.“
時佛歎曰:
「如淨眼人夜半上向視星宿不可計,晝日
思念悉見。菩薩如是逮得三昧者,見不可
復計百千佛,從三昧中覺以悉念見,自恣
為諸弟子說。」
Da sprach der Buddha voll Lob:
„Es ist wie bei einem Menschen mit klaren Augen, der zur Mitternacht aufwärts blickt und Sterne erblickt, die keiner zählen kann; am Tage, wenn er sich ihrer im Geiste erinnert, sieht er sie alle wieder.
„So ist es mit dem Bodhisattva, der diesen Samādhi erlangt hat. Er sieht Buddhas, die keiner zählen kann, viele Hunderttausende. Und wenn er aus dem Samādhi erwacht ist, erinnert er sich ihrer ganz und sieht sie, und frei legt er dies den Schülern dar.“
佛言:「如我眼清淨,常見於世
間,菩薩如是得三昧,以見不可復計佛,
見佛不視身相,但視十種力。不如世間人
有貪,消滅諸毒以,清淨不復想,菩薩逮功
德如是。聞是經,遵是經如泥洹;聞是法
空空,無有恐怖。我當作是說經,用眾人
民故皆令得佛道。」
Der Buddha sprach: „Wie mein Auge rein ist und beständig die Welt schaut, so schaut der Bodhisattva, der dieses Samādhi erlangt hat, Buddhas ohne Zahl.
„Wenn er die Buddhas schaut, so blickt er nicht auf ihre körperlichen Merkmale, sondern auf ihre zehn Kräfte. Er gleicht nicht den Menschen der Welt, die Gier tragen. Sind alle Gifte erloschen, so ist er rein und bildet keine unterscheidende Wahrnehmung mehr. Solcherart ist das Verdienst, das der Bodhisattva erlangt.
„Dieses Sūtra zu hören und diesem Sūtra zu folgen, das ist wie das Nirvāṇa. Wer diese Lehre von der Leerheit der Leerheit hört, kennt keine Furcht.
„So erläutere ich das Sūtra um der vielen Menschen willen, auf dass sie alle den Weg des Buddha erlangen.“
佛言:「如我比丘阿難
黠慧,聞經即受持,菩薩如是逮得是三昧
以,聞不可計經卷悉受持。」
Der Buddha sprach: „So wie mein Bhikṣu Ānanda in seiner scharfen Weisheit ein Sūtra hört und es sogleich annimmt und bewahrt, so nimmt auch der Bodhisattva, sobald er dieses Samādhi erlangt hat, unzählige Sūtren, die er hört, allesamt an und bewahrt sie.“
佛言:「如阿彌陀
佛剎諸菩薩,常見不可計佛。如是,菩薩得
三昧以,常見不可計佛,所信常有哀心,
譬如渴者欲得飲。常有極大慈、棄捐世
俗事、常樂持經施,用是故清淨,得三昧不
久。」
Der Buddha sprach: „Wie die Bodhisattvas im Buddha-Land des Amitābha-Buddha beständig unzählige Buddhas schauen, so schaut auch der Bodhisattva, sobald er diese Samādhi erlangt hat, beständig unzählige Buddhas.
„Sein Vertrauen ist stets mit einem Herzen inständigen, mitfühlenden Verlangens verbunden, gleichwie ein Durstiger nach Trank verlangt. Er trägt beständig ein überaus großes Mitgefühl, wirft die weltlichen Geschäfte von sich und freut sich beständig daran, das Sūtra zu bewahren und weiterzugeben.
„Darum wird er rein, und schon bald erlangt er die Samādhi.“
譬喻品第四
Viertes Kapitel: Gleichnisse
佛告颰陀和:「菩薩慈求三昧者,得是三昧
已,不精進行者,譬如,颰陀和!有人載滿
舡珍寶欲持度大海,未至舡中道壞,閻
浮利人皆大悲念:『亡我爾所珍寶。』如是,颰
陀和!是菩薩聞是三昧已,不書、不學、不誦、
不持如中法,一切諸天人民皆為大悲憂,
言:『乃亡我爾所經寶。』用失是深三昧故。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Der Bodhisattva, der diesen Samādhi ernstlich gesucht hat, Bhadrapāla, und ihn nun erlangt hat, doch danach nicht mit tatkräftigem Bemühen übt, mit ihm verhält es sich so. Denke an einen Mann, der ein Schiff bis zum Rand mit kostbaren Schätzen belädt und es über den großen Ozean führen will. Ehe er das jenseitige Ufer erreicht, bricht das Schiff mitten auf der Fahrt auseinander. Da sind alle Menschen von Jambudvīpa von großem Kummer erfüllt und sprechen: ‚Verloren ist uns all der Schatz.‘ Ebenso, Bhadrapāla, wenn dieser Bodhisattva von diesem Samādhi gehört hat, ihn aber nicht niederschreibt, ihn nicht studiert, ihn nicht rezitiert und ihn nicht dem Dharma gemäß bewahrt, dann sind alle Devas und Menschen von großem Kummer und Gram erfüllt und sprechen: ‚Verloren ist uns nun all der Schatz dieses Sūtra.‘ Denn er hat diesen tiefen Samādhi verwirkt.“
佛
言:「是三昧經者,是佛所囑、佛所稱譽。聞是
深三昧經者,不書、不學、不誦、不守、不持如
法者,反復愚癡。自用以為高耶?不受是
經,意欲高才反不肯學是三昧。譬如,颰陀
和!愚癡之子,有人與滿手栴檀香,不肯
受之,反謂與之不淨栴檀香。其貨主語其
人言:『此栴檀香,卿莫謂不淨乎。且取嗅之
知香不?試視之知淨不?』癡人閉目不視、不
肯嗅。」
Der Buddha sprach: „Dieses Sūtra des Samādhi ist, was der Buddha anvertraut und was der Buddha gepriesen hat.
„Wer dieses tiefe Sūtra des Samādhi hört und es dennoch nicht abschreibt, nicht studiert, nicht rezitiert, nicht bewahrt und nicht dem Dharma gemäß hochhält, der ist verblendet über alle Maßen.
„Meint er etwa, auf sich selbst gestützt, sich über die anderen erheben zu können? Er nimmt dieses Sūtra nicht an. Nach dem Ruhm seiner Klugheit begehrend, weigert er sich vielmehr, diesen Samādhi zu lernen.
„So verhält es sich, Bhadrapāla. Ein verblendeter Sohn empfängt von jemandem eine Handvoll Sandelholz, doch er will sie nicht annehmen. Vielmehr behauptet er, was man ihm reiche, sei unreines Sandelholz.
„Der Herr der Waren spricht zu ihm: ‚Dies ist Sandelholz, mein Herr. Wahrlich, du solltest es nicht unrein nennen. Nimm es und rieche daran: wirst du dann nicht erkennen, dass es duftet? Versuche, es zu betrachten: wirst du dann nicht erkennen, dass es rein ist?'
„Doch der verblendete Mensch schließt die Augen und will nicht hinsehen, und er weigert sich, daran zu riechen.“
佛言:「其聞是三昧者,如是不肯受
之反棄捨去,是為不持戒人;反捨是珍寶
經,是為愚癡無智。自用得禪具足為度,反
呼世間為有,不入空、不知無。其人聞是
三昧已,不樂、不信、不入中,反作輕戲語:
『佛亦有深經乎?亦有威神乎?』反形言:『世間
亦有比丘如阿難乎?』」
Der Buddha sprach: „Wer dieses Samādhi vernimmt und es dennoch auf solche Weise nicht anzunehmen bereit ist, sondern es von sich wirft und davongeht, der ist ein Mensch, der die Gelübde nicht wahrt. Indem er diesen kostbaren Schatz eines Sūtra von sich wirft, ist er verblendet und ohne Weisheit.
„Auf sich selbst gestützt, meint er, die vollendete Erlangung der Vertiefung sei schon die Befreiung. Statt einzusehen, erklärt er die Welt für wahrhaft seiend, tritt nicht in die Leerheit ein und erkennt das Nichtsein der Dinge nicht.
„Hat solch ein Mensch dieses Samādhi vernommen, so findet er keine Freude daran, schenkt ihm keinen Glauben und tritt nicht in es ein. Statt dessen redet er leichtfertige, spöttische Worte: ‚Hat denn der Buddha auch tiefgründige Sūtras? Hat er denn auch ehrfurchtgebietende Macht?‘
„Und wiederum spricht er verächtlich und sagt: ‚Gibt es denn auf der Welt einen Bhikṣu wie Ānanda?‘„
佛言:「其人從持是三
昧者,所去兩兩三三相與語云:『是語是何
等說乎?是何從所得是語乎?是為自合
會作是語耳,是經非佛所說。』」
Der Buddha sprach: „Es gibt Menschen, die von denen, welche dieses Samādhi bewahren, fortgehen und sich zu zweit und zu dritt zusammenfinden und einer zum anderen sagt: ‚Was sind das für Worte? Woher sind diese Worte gekommen? Dies haben nur Menschen ersonnen, die sich zusammengetan und solche Worte gemacht haben. Dieses Sūtra ist nicht das, was der Buddha gesprochen hat.'“
佛告颰陀和:
「譬如賈客持摩尼珠示田家癡子,其人問
賈客:『評此幾錢?』賈客答言:『夜半時於冥
處持是摩尼珠著冥中,其明所照至,直
滿其中寶。』」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Es verhält sich so. Ein Kaufmann zeigt einem verblendeten Bauernjungen ein Maṇi-Juwel. Der Junge fragt den Kaufmann: ‚Beurteile dies. Wie viel ist es wert?'
„Der Kaufmann antwortet: ‚Nimm zur Mitternacht, an einem finsteren Ort, dieses Maṇi-Juwel und lege es hin in die Finsternis. Der Raum, den sein Glanz erreicht, ganz mit Schätzen angefüllt, das wäre sein Wert.'“
佛言:「其人殊不曉其價,反形是
摩尼珠言:『其價能與一頭牛等不?寧可貿
一頭牛。』想是不復過,此與我者善、不肯者
已。如是,颰陀和!其人聞是三昧不信者,反
形是經如是。」
Der Buddha sprach: „Jener Mann weiß nichts von seinem Wert. Statt dessen macht er das Maṇi-Juwel gering und sagt: ‚Ist es wohl so viel wert wie ein einziges Rind? Ebenso gut könnte man es gegen ein einziges Rind eintauschen.'
„Er schätzt es auf nicht mehr als dies: ‚Gibt er es mir, gut und recht; will er aber nicht, so mag es dabei bleiben.'
„Genau so, Bhadrapāla, macht einer, der von diesem Samādhi hört und ihm keinen Glauben schenkt, dieses Sūtra auf ebendiese Weise gering.“
佛言:「如菩薩持是三昧,受信
者便隨行,四面皆擁護無所畏,持禁戒完
具,為得高明黠慧,深入為他人說之。菩
薩當持是三昧,分布語人展轉相傳,當
令是三昧久在。」
Der Buddha sprach: „Wenn ein Bodhisattva dieses Samādhi wahrt und es in Vertrauen empfängt, so folgt und übt er es. Nach allen vier Seiten hin ist er beschützt und ohne Furcht. Er hält die Gelübde vollständig und unversehrt, gewinnt hohe Erleuchtung und durchdringende Weisheit, dringt tief in es ein und legt es anderen dar.
„Ein Bodhisattva soll dieses Samādhi wahren, es unter den Menschen ausbreiten und von ihm sprechen, es von einem zum anderen weiterreichen, damit dieses Samādhi lange bestehe.“
佛言:「癡人自於前世佛所
不供養、不作功德,反自貢高,多行誹謗、嫉
妬。用財利故,但欲求名、但欲嘩說,不得
善師、亦不明經。聞是三昧已,不信、不樂、
不入中,反誹謗人言:『是彼不知愧,為自
作是經耳,是經非佛所說。』」
Der Buddha sprach: „Der verblendete Mensch hat in seinen früheren Leben unter den Buddhas der Vergangenheit keine Opfergaben dargebracht und kein Verdienst erworben. Stattdessen erhebt er sich in Hochmut über die anderen und ergeht sich häufig in Verleumdung und Neid.
„Um des Reichtums und des Nutzens willen sucht er allein nach einem Namen und begehrt allein das laute Gerede. Er findet keinen guten Lehrer und ist in den Sūtras nicht bewandert.
„Hat er von diesem Samādhi gehört, so glaubt er nicht daran, er erfreut sich nicht daran, und er tritt nicht in ihn ein. Stattdessen verleumdet er andere und spricht: ‚Jener kennt keine Scham. Dieses Sūtra hat er selbst verfertigt. Dieses Sūtra ist nicht vom Buddha gesprochen worden.'“
佛告颰陀和:
「今我具語汝,如是,颰陀和!求菩薩道者——若
善男子、善女人——持是三千國土滿其中珍
寶施與佛,設有是功德,不如聞是三昧。
若有菩薩聞是三昧信樂者,其福轉倍多。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Nun sage ich es dir vollständig, Bhadrapāla: Wer den Bodhisattva-Pfad sucht, sei es ein Sohn aus edler Familie oder eine Tochter aus edler Familie, der möge dieses dreitausendfache Weltensystem nehmen, es ganz mit kostbaren Schätzen erfüllen und dem Buddha darbringen.
„Selbst wenn ein solches Verdienst erlangt würde, käme es dem Hören dieses Samādhi nicht gleich.
„Und ist da ein Bodhisattva, der beim Hören dieses Samādhi die Freude des Glaubens in sich trägt, so vervielfacht sich sein Verdienst um ein Vielfaches.“
時佛歎曰:「是三千國土,滿其中珍寶施
於佛,持用求佛。復有異人——持是三昧者——是
佛所稱譽,聞信者其福倍多。」
Da pries der Buddha dies und sprach: „Man erfülle diese dreitausendfache Weltordnung mit kostbaren Schätzen und bringe sie dem Buddha dar, um damit die Buddhaschaft zu suchen.
Doch es gibt einen anderen, einen, der dieses Samādhi bewahrt. Ein solcher wird vom Buddha gerühmt, und das Verdienst dessen, der es hört und ihm Vertrauen schenkt, ist um ein Vielfaches größer.“
佛言:「是迷惑自
貢高人、不信者及與惡知識從事,聞是經
不信、不樂,是為於我經中怨家無異。是
不持戒人在自大中,其餘人展轉聞其言
信隨之,此為壞佛法。其人相告言:『是經為
非佛所說。』直作是誹謗。」
Der Buddha sprach: „Dieser verwirrte Mensch, der sich im Hochmut über andere erhebt, dem der Glaube fehlt und der sich mit schlechten Freunden abgibt, hört dieses Sūtra und glaubt ihm doch nicht und findet keine Freude daran. Er ist einem Feind meiner Lehre in nichts unterschieden.
„Dieser Mensch, der die Gelübde nicht wahrt, verweilt in der Selbstüberhebung. Und andere, die seine Worte hören, wie sie von einem zum anderen weitergetragen werden, schenken ihnen Glauben und folgen ihm nach. So wird der Buddhadharma verdorben.
„Einer sagt es dem anderen und spricht: ‚Dieses Sūtra ist nicht vom Buddha gesprochen worden.'
„Auf eben diese Weise begehen sie Verleumdung.“
佛言:「有信是三
昧者,其人宿命曾見過去佛,已用是故,我
為是信者說是三昧耳。是輩之人常護佛
法,聞是經信樂者當作是知,離佛不遠。
若持戒堅者常正心恭敬於經,我用是故,
為是人說耳。」
Der Buddha sprach: „Wer Glauben an diesen Samādhi hat, der hat in einem früheren Leben einst die vergangenen Buddhas gesehen. Aus diesem Grunde lege ich diesen Samādhi allein für einen solchen Gläubigen dar.
„Menschen dieser Art behüten allezeit den Dharma des Buddha. Wer dieses Sūtra hört und Freude des Glaubens an ihm findet, der soll dies erkennen: er ist dem Buddha nicht fern.
„Wer fest in der Sittlichkeit steht, den Geist beständig aufrichtet und das Sūtra ehrt: aus diesem Grunde lege ich es allein für einen solchen Menschen dar.“
佛告跋陀和:「我所說無有異爾,故說是語
耳。今見我說是三昧者,其人却後世時,聞
是三昧終不疑、不形笑、不言不信,除在
惡師邊。正使在善師邊,其功德薄少,如是
輩人復轉與惡師從事,是輩人者聞是三
昧,不信、不樂、不入中。何以故?其人未久學,
所更佛少所信,智慧少故不信耳。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Was ich gelehrt habe, trägt nichts Abweichendes in sich; darum spreche ich diese Worte.
„Wer mich jetzt diesen Samādhi darlegen sieht, der wird, wenn er diesen Samādhi in einem späteren Zeitalter hört, ihn am Ende niemals bezweifeln, ihn nicht mit spöttischem Gelächter aufnehmen und keinen Unglauben an ihm bekunden, es sei denn, er ist in der Nähe eines schlechten Lehrers.
„Selbst wer in der Nähe eines guten Lehrers weilt, kann, wenn sein Verdienst dünn und gering ist, sich abermals wenden und dem schlechten Lehrer folgen. Solche Menschen glauben, wenn sie diesen Samādhi hören, nicht an ihn, finden keine Freude an ihm und treten nicht in ihn ein.
„Und woran liegt das? Sie haben nicht lange geübt, sind wenigen Buddhas begegnet, haben wenig Glauben und wenig Weisheit. Aus diesem Grunde glauben sie nicht.“
佛告颰
陀和:「其有菩薩聞是三昧,不形笑、不誹
謗者,歡喜不中疑、不言乍信乍不信,樂書、
樂學、樂誦、樂持。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wenn ein Bodhisattva dieses Samādhi hört und es nicht mit höhnischem Lachen empfängt, es nicht verleumdet, sondern sich freut, ohne im Herzen Zweifel zu hegen, und nicht redet wie einer, dessen Glaube schwankt, bald glaubend, bald nicht glaubend, sondern Freude findet am Abschreiben, Freude am Lernen, Freude am Rezitieren und Freude am Bewahren…“
佛言:「我悉豫知豫見已,
其人不獨於一佛所作功德,不於二、若三、
若十,悉於百佛所聞是三昧。却後世時聞
是三昧者,書、學、誦持經卷,最後守一日一
夜,其福不可計,自致阿惟越致,所願者
得。」
Der Buddha sprach: „All dies habe ich im Voraus gewusst und im Voraus gesehen.
„Ein solcher Mensch hat sein Verdienst nicht im Angesicht eines einzigen Buddha gewirkt, auch nicht im Angesicht von zweien, von dreien oder von zehn. Im Angesicht von hundert Buddhas hat er dieses Samādhi gehört.
„In einem späteren Zeitalter werden jene, die dieses Samādhi hören, die Sūtra-Rolle abschreiben, sie studieren, sie rezitieren und sie bewahren und die sie, wenn schon nichts weiter, auch nur einen einzigen Tag und eine einzige Nacht hüten, ein Verdienst haben, das keine Rechnung fasst. Aus eigener Kraft gelangen sie zur Stufe der Unumkehrbarkeit, zum Avaivartika, und was sie ersehnen, das erlangen sie.“
佛告颰陀和:「聽我說譬喻。譬如,颰陀
和!有人取一佛剎悉破碎如塵,其人取
此一塵悉復破盡如一佛剎塵,都盧悉取
一一塵皆復塵碎盡如一佛剎塵。云何,颰
陀和!是塵其數寧多不?」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Höre, ich will dir ein Gleichnis sagen.
„So ist es, Bhadrapāla. Nimm an, ein Mensch nähme eine einzige Buddha-Welt und zermalmte sie ganz und gar zu Staub. Dann nähme dieser Mensch ein einziges Staubkorn und zermalmte es abermals zu so vielen Staubkörnern, wie eine ganze Buddha-Welt ergäbe, würde sie zu Staub zerrieben.
„Dann nähme er ein jedes einzelne dieser Staubkörner, ausnahmslos alle, und zermalmte ein jedes von neuem zu so vielen Staubkörnern, wie eine ganze Buddha-Welt ergäbe, würde sie zu Staub zerrieben.
„Was meinst du, Bhadrapāla? Wäre die Zahl dieser Staubkörner groß, oder nicht?“
颰陀和言:「甚多甚多。
天中天!」
Bhadrapāla sprach: „Sehr viele, sehr viele, Gott der Götter!“
佛告颰陀和:「我為汝曹引此譬
喻,若有一菩薩盡取是一塵置一佛剎,
其數爾所佛剎滿其中珍寶悉持供養諸
佛,不如聞是三昧。若復有一菩薩聞是
三昧已,書、學、誦持、為他人說須臾間,是
菩薩功德不可復計。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Ich habe euch dieses Gleichnis vorgelegt.
„Nimm an, es gäbe einen Bodhisattva, der jedes einzelne dieser Staubkörner nähme, und für jedes Staubkorn stünde eine Buddha-Welt; und er füllte ebenso viele Buddha-Welten mit kostbaren Schätzen und brächte sie alle den Buddhas als Opfergabe dar.
„Dies käme dem nicht gleich, dieses Samādhi auch nur zu hören.
„Und gäbe es einen Bodhisattva, der, nachdem er dieses Samādhi gehört hat, es niederschriebe, es erlernte, es rezitierte und bewahrte und es anderen darlegte, sei es auch nur für einen kurzen Augenblick, so wäre das Verdienst dieses Bodhisattva nicht mehr zu ermessen.“
佛言:「持是三昧者,書、
學、誦持、為他人說,其福乃爾,何況守是三
昧悉具足者?」
Der Buddha sprach: „Wer dieses Samādhi bewahrt, indem er es abschreibt, es erlernt, es rezitiert und im Gedächtnis hält und es anderen darlegt, dessen Verdienst ist so groß wie dieses. Wie viel größer erst für den, der dieses Samādhi behütet und ganz zur Vollendung bringt?“
佛爾時頌偈曰:
Da sprach der Buddha einen Vers und sagte:
「三千大千之國土,滿中珍寶用布施,
設使不聞是像經,其功德福為薄少。
若有菩薩求眾德,當講奉行是三昧,
疾悉諷誦此經法,其功德福無有量。
如一佛國塵世界,皆破壞碎以為塵,
彼諸佛土過是數,滿中珍寶用布施;
其有受持是世尊,四句之義為人說,
是三昧者諸佛慧,得聞功德叵比喻。
何況有人自講說、受持、諷誦念須臾,
轉加增進奉行者,其功德福無有量。
假使一切皆為佛,聖智清淨慧第一,
皆於億劫過其數,講說一偈之功德,
至於泥洹讚詠福,無數億劫悉歎誦,
不能盡究其功德,於是三昧一偈事。
一切佛國所有地,四方、四隅及上、下,
滿中珍寶以布施,用供養佛天中天。
若有聞是三昧者,得其福祐過於彼,
安諦、諷誦、講說者,引譬功德不可喻。
其人貢高終不起,亦無有趨惡道時,
解了深法不疑結,行斯三昧德如是。
學士為以見奉吾,德重精進普不著,
增益信明為菩薩,力學三昧佛所讚。
屬累汝等常勸教,力行精進無放逸,
自勖勇猛勤修行,令得大道不復反。
其有誦受是三昧,已為面見百千佛,
假使最後大恐懼,持此三昧無所畏。
行是比丘以見我,常為隨佛不遠離,
菩薩聞習三昧者,義當受持為人說。
菩薩得是三昧者,爾乃名曰博達慧,
為逮總持佛稱譽,疾成佛道智如海。
常恒誦說是三昧,當從佛法世尊教,
聞其種姓得等覺,如佛所說無有異。」
„Füllte einer das dreitausendfache große Tausendweltensystem
mit kostbaren Schätzen und gäbe sie hin in Freigebigkeit,
doch hörte er ein solches Sūtra wie dieses nicht,
so wären sein Verdienst und Segen dünn und gering.
Gibt es einen Bodhisattva, der die Fülle der Tugenden sucht,
so soll er dieses Samādhi darlegen, bewahren und üben.
Geschwind soll er diese Dharma-Lehre des Sūtra rezitieren;
sein Verdienst und Segen wären ohne Maß.
Wären Welten, zahlreich wie die Staubkörnchen eines einzigen Buddha-Landes,
alle zerbrochen, zermalmt und zu Staub zerrieben,
und Buddha-Länder, an Zahl noch über diese hinaus,
mit kostbaren Schätzen gefüllt und hingegeben in Freigebigkeit:
Doch nimmt einer diese Lehre des Welterhabenen an und bewahrt sie
und legt anderen auch nur den Sinn von vier Versen dar,
so ist dieses Samādhi die Weisheit der Buddhas:
das Verdienst, es zu hören, kennt keinen Vergleich.
Wie viel mehr, wenn einer es selbst darlegt,
es annimmt und bewahrt, es rezitiert und auch nur einen Augenblick lang bedenkt
und sich dann fort und fort dem Üben zuwendet:
sein Verdienst und Segen wären ohne Maß.
Würden alle Wesen zu Buddhas,
von höchster edler Weisheit und reiner Einsicht,
und verkündeten durch Kalpas, an Zahl über die Koṭis hinaus,
das Verdienst eines einzigen Verses,
ja, bis hin zum Nirvāṇa seinen Segen preisend,
durch zahllose Koṭis von Kalpas seine Lobrede rezitierend,
sie könnten das Verdienst nicht bis zum Grunde ausschöpfen,
das in einem einzigen Vers dieses Samādhi liegt.
Alle Erde, die es in jedem Buddha-Land gibt,
in den vier Himmelsrichtungen, den vier Zwischenrichtungen, oben und unten,
mit kostbaren Schätzen gefüllt und hingegeben in Freigebigkeit,
dem Buddha dargebracht, dem Gott der Götter:
hört einer dieses Samādhi,
so übertrifft der Segen, den er erlangt, noch jenen.
Für den, der es ruhig und wahrhaft rezitiert und darlegt,
lässt sich das durch dies Gleichnis herangezogene Verdienst mit nichts vergleichen.
Hochmut wird in einem solchen niemals aufsteigen,
und es kommt keine Zeit, da er in eine üble Daseinsform geht.
Er versteht die tiefe Wahrheit und ist frei von der Fessel des Zweifels:
solcher Art ist die Tugend dessen, der dieses Samādhi übt.
Der Schüler hat mich dadurch gesehen und mir gedient;
seine Tugend wiegt schwer, er ist tatkräftig und an nichts verhaftet.
Wachsend an Vertrauen und Klarheit wird er zum Bodhisattva;
mit Kraft studiert er das Samādhi, das die Buddhas preisen.
Euch allen vertraue ich dies an: ermahnt und lehrt beständig.
Übt mit Kraft und Tatkraft, ohne Nachlässigkeit.
Spornt euch selbst an, heldenhaft, und übt euch mit Fleiß,
auf dass ihr den großen Weg erlangt und nicht mehr zurückkehrt.
Wer dieses Samādhi rezitiert und empfängt,
hat schon Hunderttausende von Buddhas von Angesicht zu Angesicht gesehen.
Und käme am Ende auch große Furcht,
wer dieses Samādhi hält, hat nichts zu fürchten.
Der Bhikṣu, der dies übt, hat mich dadurch gesehen,
stets dem Buddha folgend und nie ferne von ihm.
Ein Bodhisattva, der dieses Samādhi hört und in ihm sich übt,
soll es nach Gebühr annehmen, bewahren und anderen darlegen.
Der Bodhisattva, der dieses Samādhi erlangt,
heißt sodann einer von weiter und durchdringender Weisheit.
Er erlangt die Dhāraṇī und wird von den Buddhas gepriesen;
geschwind vollendet er den Weg des Buddha, seine Weisheit gleich dem Meer.
Beständig dieses Samādhi rezitierend und darlegend,
soll er dem Buddhadharma folgen, der Lehre des Welterhabenen.
Hört er dessen Linie, so erlangt er die vollkommene Erleuchtung,
ganz so, wie der Buddha es gesprochen hat, ohne jeden Unterschied.“
無著品第五
Fünftes Kapitel: Anhaftungslosigkeit
佛告颰陀和:「是菩薩三昧當云何?譬如佛
今於若前說經,菩薩當作是念:『諸佛悉在
前立。』當具足念諸佛端正,悉欲逮見一一
想;當想識無有能見諸佛頂上者,悉具
足作是想見諸佛。當作是念:『我身亦當
逮得如是、亦當逮得身想如是、亦當逮
得持戒三昧如是。』當作是念:『我當從心
得、從身得?』復更作念:『佛亦不用心得、亦
不用身得;亦不用心得佛、亦不用色得
佛。何以故?心者,佛無心;色者,佛無色。不用
是心、色得阿耨多羅三藐三菩提。何以故?佛
色以盡,佛痛痒、思想、生死、識了盡。佛所說
盡者,愚癡不見、不知,智者曉了之。』作是念:
『當持何等念得佛?當持身得佛、當持智
慧得佛?』復作是念:『亦不用身得佛、亦不
用智慧得佛。何以故?智慧索不能得,自
復索我了不可得,亦無所得、亦無所見。
一切法本無所有,念有因著,無有反言有
亦著,是兩者亦不念,亦不復適得其中。但
用是故,亦不在邊、亦不在中,亦不有、亦
不無。何以故?諸法空。如是泥洹,亦不壞、亦
不腐、亦不堅,亦不在是間、亦不在彼邊,無
有想、不動搖。何等為不動搖?智者不計,
是故不動搖。』如是,颰陀和!菩薩見佛,以
菩薩心念無所著。何以故說無所有?經
說無所有中,不著、壞本、絕本是為無所
著。
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wie soll dieser Samādhi des Bodhisattva geübt werden?
„Es ist so: Wie der Buddha jetzt vor dir das Sūtra darlegt, so soll der Bodhisattva diese Vergegenwärtigung fassen: ‚Alle Buddhas stehen vor mir.'
„Vollständig soll er die Buddhas vergegenwärtigen, aufrecht und wohlgestaltet, und danach trachten, jeden einzelnen zu schauen, eine Wahrnehmung nach der anderen. Er soll die Wahrnehmung und das Verständnis fassen, dass niemand den Uṣṇīṣa auf dem Scheitel der Buddhas sehen kann. So diese Wahrnehmung vollständig fassend, schaut er die Buddhas.
„Er soll diesen Gedanken fassen: ‚Auch mein Leib soll einen solchen Zustand erlangen. Auch ich soll eine solche Wahrnehmung des Leibes erlangen. Auch ich soll ein solches Wahren der Gelübde und einen solchen Samādhi erlangen.'
„Er soll diesen Gedanken fassen: ‚Werde ich es durch den Geist erlangen, oder werde ich es durch den Leib erlangen?'
„Wiederum soll er erwägen: ‚Der Buddha wird nicht durch den Geist erlangt, und er wird nicht durch den Leib erlangt. Der Buddha wird nicht durch den Geist erlangt, und der Buddha wird nicht durch die Form erlangt.
„‚Warum ist das so? Was den Geist betrifft, so hat der Buddha keinen Geist. Was die Form betrifft, so hat der Buddha keine Form. Nicht durch diesen Geist und nicht durch diese Form wird die anuttarā samyaksaṃbodhi erlangt.
„‚Warum ist das so? Die Form des Buddha ist erschöpft. Die Empfindung des Buddha, die Wahrnehmung, die Gestaltungen und das Bewusstsein sind gänzlich erschöpft. Diese Erschöpfung, von der der Buddha spricht, wird von den Verblendeten nicht gesehen und nicht erkannt, doch die Weisen verstehen sie.'
„Er soll diesen Gedanken fassen: ‚Durch welche Vergegenwärtigung werde ich den Buddha erlangen? Werde ich den Buddha durch den Leib erlangen, oder werde ich den Buddha durch die Weisheit erlangen?'
„Wiederum soll er erwägen: ‚Der Buddha wird nicht durch den Leib erlangt, noch wird der Buddha durch die Weisheit erlangt.
„‚Warum ist das so? Auch durch die Weisheit gesucht, kann er nicht erlangt werden. Und sucht man wiederum das Selbst, so ist auch dieses ganz und gar unerlangbar. Es gibt nichts zu erlangen und nichts zu sehen.
„‚Alle Dharmas sind von Grund auf ohne Eigensein. Zu denken ‚es ist' ist Anhaftung durch Ergreifen. Und obgleich sie ohne Sein sind, sich umzuwenden und zu sagen ‚es ist' ist ebenso Anhaftung. Keines dieser beiden soll vergegenwärtigt werden. Noch soll man sich sodann in irgendeiner Mitte zwischen ihnen niederlassen.
„‚Aus diesem Grunde ist es weder am Rande noch in der Mitte, weder seiend noch nicht seiend.
„‚Warum ist das so? Alle Dharmas sind leer.
„‚So ist auch das Nirvāṇa: es zerfällt nicht, es verwest nicht, es ist nicht fest. Es ist weder hier noch am anderen Ufer. Es ist ohne begriffliche Wahrnehmung und bewegt sich nicht.
„‚Was heißt: es bewegt sich nicht? Die Weisen rechnen nicht. Darum gibt es keine Bewegung.'
„So ist es, Bhadrapāla. Wenn der Bodhisattva den Buddha schaut, so vergegenwärtigt sein Geist als Geist des Bodhisattva ohne Anhaftung.
„Warum wird von der ‚Nichtsheit' gesprochen? Das Sūtra sagt: innerhalb dessen, worin nichts ist, nicht zu haften, die Wurzel zu zerstören und die Wurzel zu durchtrennen, das ist Nicht-Anhaftung.“
「如是,颰陀和!是菩薩守是三昧,當作是
見佛,不當著佛。何以故?設有所著為自
燒。譬如大叚鐵著火中燒正赤,有智者不
當以手持。何以故?燒人手。如是,颰陀和!
菩薩見佛不當著,色、痛痒、思想、生死、識不
當著。何以故?著者為燒身。見佛但當念
其功德,當索摩訶衍。」
„So ist es, Bhadrapāla. Der Bodhisattva, der dieses Samādhi bewahrt, soll den Buddha auf diese Weise schauen, doch er soll nicht am Buddha haften.
„Und warum? Wo Anhaften ist, verbrennt der Mensch sich selbst.
„Es ist wie ein großer Eisenklumpen, der ins Feuer gelegt und geglüht wird, bis er rot leuchtet. Ein Weiser wird ihn nicht mit der Hand ergreifen.
„Und warum? Weil er die Hand verbrennt.
„So ist es, Bhadrapāla. Wenn der Bodhisattva den Buddha schaut, soll er nicht haften. Er soll nicht an der Form haften, nicht an der Empfindung, nicht an der Wahrnehmung, nicht an den Gestaltungen, nicht am Bewusstsein.
„Und warum? Wer haftet, verbrennt seinen eigenen Körper.
„Wenn er den Buddha schaut, soll er allein der Verdienste des Buddha gedenken und soll das Mahāyāna suchen.“
佛告颰陀和:「是菩薩
於三昧中不當有所著,不著者疾得是
三昧。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „In diesem Samādhi soll der Bodhisattva an nichts anhaften; und wer frei ist vom Anhaften, erlangt dieses Samādhi geschwind.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha die folgenden Verse:
「如新磨鏡盛油器,女人莊飾自照形,
於中起生婬欲心,放逸恣態甚迷荒。
追不至誠虛捐法,為色走使燒其身,
女人患害從是起。用不解法非常空,
有想菩薩亦如是:『我當成佛逮甘露,
度脫人民憂惱患。』有人想故為不解。
求索人本不可得,亦無生死及泥洹,
法不可擁如水月,觀察佛道無歸趣。
黠慧菩薩當了是,解知世間悉本無,
於諸人物無所著,疾速於世得佛道。
諸佛從心解得道,心者清淨明無垢,
五道鮮潔不受色,有解是者成大道。
一切諸法無色漏,離想者空無想空,
絕去婬欲則脫心,有解此者得三昧。
精進奉行求佛道,常聽諸法本清淨,
無得行求、無不求,於是三昧不難得。
觀察所有如虛空,道意寂然審第一,
無想、無作、亦無聞,是為解了尊佛道。
見一切色不想念,眼無所著、無往來,
常觀諸佛等如空,已度世間諸所求。
其人清淨眼無垢,奉行精進常寂然,
無量經法悉受持,思惟分別是三昧。
行是三昧無所著,除一切冥得定意,
不見世雄無賢聖,諸外異道聞此惑。
超度思想當志求,心以清淨得見佛,
覩諸佛已不復見,爾乃解是尊三昧。
於地、水、火莫能礙,風種虛空亦不蔽,
行是精進見十方,坐遙聽受所化法。
如我於是講說經,樂道法者面見佛,
作行懃力而不著,唯從世尊所說法。
行者如是無所念,專聽道義興法施,
常念解了是三昧,普諦受誦佛所講。
過去諸佛皆論法,當來世尊亦復然,
讚說宣布分別義,皆共嘆講是三昧。
我亦如是為人尊,在世無上眾生父,
皆悉解知此道眼,故解說示寂三昧。
其有講受是三昧,身常安隱意不荒,
是為諸佛無量德,致尊佛道獲不難。
廣採眾經不可議,欲達一切諸佛化,
速疾去欲諸垢塵,精進行是淨三昧。
現世欲見無數佛,樂從諸尊聽受法,
速疾去色除所著,行是清淨寂三昧。
於是無貪及瞋恚,捨離愚癡捐憎愛,
棄遠無黠除狐疑,如是得解空三昧。」
„Wie ein frisch geschliffener Spiegel oder ein Gefäß, gefüllt mit Öl,
so schmückt sich eine Frau und schaut auf ihre eigene Gestalt;
in ihr steigt ein lüsternes Herz empor,
nachlässig, zügellos, tief in Verwirrung verloren.
Wer dem nachjagt, was nicht wahr ist, wirft den Dharma vergeblich fort;
als Knecht der Form dahinlaufend, verbrennt er den eigenen Leib.
Daraus erwachsen die Bedrängnis und der Schaden, die mit der Frau verbunden sind,
weil er nicht versteht, dass die Dinge unbeständig und leer sind.
Ein Bodhisattva, der noch mit Wahrnehmung behaftet ist, gleicht ihm, denn er denkt:
‚Ich will Buddha werden und das Amṛta erlangen;
ich will die Menschen aus Kummer, Bedrängnis und Leid erlösen.'
Weil er die Vorstellung einer Person hegt, hat er nicht verstanden.
Sucht man die Wurzel einer Person, so ist sie unerlangbar;
es gibt weder Saṃsāra noch Nirvāṇa.
Die Dinge lassen sich nicht ergreifen, wie der Mond im Wasser;
betrachtet man den Weg des Buddha, so gibt es keinen Bestimmungsort.
Der weise Bodhisattva soll dies erkennen
und wissen, dass die Welt zur Gänze ohne Wurzel ist.
An allen Menschen und Dingen haftet er nicht,
und geschwind, mitten in der Welt, erlangt er den Weg des Buddha.
Die Buddhas erwachen zum Weg durch das Verstehen des Geistes;
der Geist ist rein, leuchtend und ohne Makel.
Die fünf Daseinsbereiche sind rein und klar, sie nehmen keine Form an;
wer dies versteht, vollendet den großen Weg.
Alle Dinge sind ohne den Ausfluss der Form.
Für den, der die Wahrnehmung hinter sich gelassen hat, ist Leerheit;
das Wahrnehmungslose ist leer.
Wenn das sexuelle Verlangen durchtrennt ist, ist der Geist befreit.
Wer dies versteht, erlangt den Samādhi.
Mit tatkräftigem Bemühen und in Ehrfurcht übend, den Weg des Buddha suchend,
hört man beständig, dass alle Dinge von Grund auf rein sind.
Weder das Suchen üben noch das Suchen unterlassen:
so ist dieser Samādhi nicht schwer zu erlangen.
Wenn man alles, was ist, als gleich dem leeren Raum betrachtet,
ist der Geist, auf den Weg gerichtet, still und wahrhaft der erste.
Ohne Wahrnehmung, ohne Gestaltung und auch ohne Hören:
dies ist das Verstehen des ehrwürdigen Weges des Buddha.
Alle Formen erblickend, macht er sich keine Vorstellung von ihnen;
das Auge haftet nicht, es kommt nicht und geht nicht.
Beständig betrachtet er die Buddhas als gleich dem leeren Raum,
nachdem er alles überschritten hat, was die Welt sucht.
Jener Mensch ist rein, sein Auge ohne Makel;
in Ehrfurcht und mit tatkräftigem Bemühen übend, ist er beständig still.
Er nimmt unermessliche kanonische Lehren an und bewahrt sie,
indem er diesen Samādhi betrachtet und unterscheidet.
Diesen Samādhi übend, haftet er an nichts;
alle Finsternis vertreibend, erlangt er den gesammelten Geist.
Er sieht den Helden der Welt nicht, noch die Edlen als feste Dinge;
die Anhänger anderer Wege, die dies hören, sind verwirrt.
Die Wahrnehmung überschreitend, soll er seinen Entschluss auf das Suchen richten;
ist der Geist geläutert, so gelangt er dazu, die Buddhas zu schauen.
Hat er die Buddhas erblickt, so sieht er sie nicht mehr;
erst dann versteht er diesen ehrwürdigen Samādhi.
Erde, Wasser und Feuer können ihn nicht hemmen;
das Windelement und der leere Raum verhüllen ihn nicht.
Mit solchem Bemühen übend, sieht er die zehn Himmelsrichtungen;
in der Ferne sitzend, hört und empfängt er den dort gelehrten Dharma.
So wie ich hier das Sūtra erläutere,
schauen die, welche den Weg und den Dharma lieben, die Buddhas von Angesicht zu Angesicht.
Sie üben mit tatkräftiger Anstrengung und haften doch an nichts,
und folgen allein dem Dharma, den der Welterhabene gesprochen hat.
Der Übende macht sich auf diese Weise keine Vorstellung.
Darauf bedacht, den Sinn des Weges zu hören, bringt er die Dharma-Gabe hervor.
Beständig gedenkt er dieses Samādhi und versteht ihn,
und allumfassend, in Wahrheit, empfängt und rezitiert er, was die Buddhas lehren.
Die Buddhas der Vergangenheit erörterten alle diesen Dharma;
die Welterhabenen der Zukunft werden es ebenso tun.
Ihn preisend, ihn verkündend und seinen Sinn unterscheidend,
rühmen und lehren sie alle gemeinsam diesen Samādhi.
Auch ich bin so, geehrt unter den Menschen,
unübertroffen in der Welt, Vater der Wesen.
Da ich dieses Auge des Weges völlig verstanden habe,
lege ich darum den stillen Samādhi dar und zeige ihn.
Wer diesen Samādhi lehrt und empfängt,
dessen Leib ist stets friedvoll und dessen Geist nicht verwirrt.
Dies ist das unermessliche Verdienst aller Buddhas;
und den ehrwürdigen Weg des Buddha zu erlangen ist dann nicht schwer.
Wer weithin aus den vielen unbegreiflichen Sūtras sammelt
und alle wandelnde Lehre der Buddhas durchdringen will,
der entfernt geschwind das Verlangen und den Staub aller Befleckungen
und übt in tatkräftigem Bemühen diesen reinen Samādhi.
Wer im gegenwärtigen Leben unzählige Buddhas zu schauen wünscht
und voller Freude von den Geehrten den Dharma hört und empfängt,
der entfernt geschwind die Form und wirft das Anhaften ab
und übt diesen reinen, stillen Samādhi.
In ihm ist keine Gier und kein Zorn;
er lässt die Verblendung fahren und wirft Hass und Liebe fort.
Die Unwissenheit weit von sich werfend und den Zweifel vertreibend,
so versteht er den Samādhi der Leerheit.“
般舟經四輩品第六
Sechstes Kapitel: Die vier Stände
颰陀和菩薩白佛:「難及,天中天說三昧者。若
有菩薩棄愛欲作比丘,聞是三昧已當
云何學?云何持?云何行?」
Der Bodhisattva Bhadrapāla redete den Buddha an: „Schwer zu erlangen, Gott der Götter, ist das Samādhi, das du dargelegt hast.
„Wenn nun ein Bodhisattva Liebe und Begierde abgelegt hat und Bhikṣu geworden ist und dieses Samādhi vernommen hat, wie soll er es lernen? Wie soll er es bewahren? Wie soll er es üben?“
佛言:「若有菩薩棄
愛欲作比丘,意欲學是三昧者、誦是三
昧者、持是三昧者,當清淨持戒,不得缺
戒大如毛髮。何等為菩薩不缺戒?一切悉
護禁法,出入行法悉當護,不得犯戒大如
毛髮。常當怖畏、遠離於諛諂,悉當護禁,
作是護者是為清淨持戒。何等為菩薩缺
戒者?是菩薩求色。何等為求色?其人意念:
『持是功德使我後世生若作天、若作遮迦
越王。』」
Der Buddha sprach: „Ist da ein Bodhisattva, der Liebe und Begierde von sich wirft und zum Bhikṣu wird, und wünscht er dieses Samādhi zu erlernen, dieses Samādhi zu rezitieren und dieses Samādhi zu wahren, so soll er die Gelübde rein wahren. Nicht um Haaresbreite darf er in den Gelübden mangelhaft sein.
„Was heißt es, dass ein Bodhisattva in den Gelübden nicht mangelhaft ist?
„Er hütet alle verbietenden Vorschriften vollständig. In allem Kommen und Gehen soll er sein Verhalten hüten. Nicht um Haaresbreite darf er die Gelübde brechen. Stets soll er von Furcht vor dem Fehltritt erfüllt sein und Schmeichelei und Kriecherei weithin meiden. Alle Verbote soll er hüten. Wer sie auf solche Weise hütet, der wahrt die Gelübde rein.
„Was heißt es, dass ein Bodhisattva in den Gelübden mangelhaft ist?
„Es ist, wenn dieser Bodhisattva nach begehrenswerter Form sucht.
„Und was heißt es, nach begehrenswerter Form zu suchen?
„Dieser Mensch denkt bei sich: ‚Möge ich durch das Wahren dieses Verdienstes in einer späteren Geburt wiedergeboren werden, sei es als Deva, sei es als weltbeherrschender König.'“
佛言:「用是比丘菩薩為缺戒。其人
久持是行、持是戒,持是自守福,欲所生處
樂於愛欲中,是為毀戒。」
Der Buddha sprach: „Aus diesem Grunde ist jener Bhikṣu-Bodhisattva mangelhaft in den Gelübden.
„Wohl hat dieser Mensch lange diese Übung gewahrt, diese Gelübde gewahrt und das Verdienst der Selbstbewachung gewahrt; doch wünscht er, der Ort seiner Wiedergeburt möge einer sein, an dem er sich inmitten von Liebe und Begierde ergötzt.
„Dies heißt die Gelübde zerstören.“
佛告颰陀和:「是菩
薩比丘欲學是三昧者,清淨持戒,完具持
戒不諛諂。持戒當為智者所稱譽、為羅
漢所稱譽。於經中當布施、當精進所念
強、當多信勸樂。常承事於和上,當承事
於善師。所從聞是三昧者、所可聞是三
昧處,當視其人如佛。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Der Bodhisattva-Bhikṣu, der dieses Samādhi erlernen will, wahre die Gelübde in Reinheit, wahre die Gelübde ganz und vollständig, und sei frei von Schmeichelei und Falschheit.
„Sein Wahren der Gelübde soll von den Weisen gerühmt werden und von den Arhats gerühmt werden. Im Verlauf der Übung soll er freigebig geben; er soll sich tatkräftig bemühen, mit fester Achtsamkeit; er soll reichen Glauben tragen und andere mit Freude ermutigen.
„Beständig soll er seinem Abt aufwarten und ihm dienen, und er soll dem guten Lehrer aufwarten und dienen.
„Wer immer es ist, von dem er dieses Samādhi hört, und wo immer er dieses Samādhi hört, den soll er als den Buddha betrachten.“
佛告颰陀和:「是菩
薩視師如視佛者,得三昧疾。設不恭敬
善師、輕易於善師、欺調於善師,正使久
學是三昧,久持、久行,設不恭敬師者,疾
亡之。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Der Bodhisattva, der den Lehrer betrachtet, wie er den Buddha betrachtet, erlangt den Samādhi geschwind.
„Wenn er aber den guten Lehrer nicht ehrt, wenn er den guten Lehrer geringschätzt, wenn er den guten Lehrer täuscht und verspottet, dann wird er, mag er diesen Samādhi auch lange studiert, ihn lange bewahrt und lange geübt haben, ihn geschwind verlieren, weil er den Lehrer nicht ehrt.“
佛告颰陀和:「是菩薩若從比丘、比
丘尼、優婆塞、優婆夷所得聞是三昧,當視
如佛,所聞三昧處當尊敬。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Hört dieser Bodhisattva dieses Samādhi von einem Bhikṣu, einer Bhikṣuṇī, einem Upāsaka oder einer Upāsikā, so soll er jenen betrachten, wie er den Buddha betrachtet, und den Ort ehren, an dem er das Samādhi vernommen hat.“
佛告颰陀和:
「菩薩所聞是三昧處,不當持諂意向是。
菩薩不得諂意,常當樂獨處止。不惜身
命,不得悕望人有所索,常行乞食,不受
請。不嫉妬,自守節度如法住,所有趣足而
已,經行不得懈、不得臥出。如是,颰陀和!
如是經中教,其棄愛欲作比丘學是三昧
者,當如是守如是。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Dem Ort, an dem der Bodhisattva dieses Samādhi gehört hat, soll er sich nicht mit schmeichelndem Geist zuwenden.
„Der Bodhisattva darf keinen schmeichelnden Geist tragen. Er soll stets Freude daran finden, allein in der Zurückgezogenheit zu verweilen. Weder Körper noch Leben soll er schonen. Er soll nicht die Erwartung hegen, von anderen etwas zu erlangen.
„Stets soll er um Almosen betteln und Einladungen zu Mahlzeiten nicht annehmen. Er soll nicht neidisch sein. Mit maßvoller Zucht soll er sich hüten und im Einklang mit dem Dharma verweilen. Was er hat, sei ihm genug, und nicht mehr.
„In der Gehmeditation darf er nicht erlahmen, und er darf sich nicht niederlegen.
„So ist es, Bhadrapāla. So lautet die Lehre in diesem Sūtra. Wer Liebe und Begierde abgelegt hat, Bhikṣu geworden ist und dieses Samādhi studiert, der soll sich auf diese Weise hüten und auf diese Weise verweilen.“
颰陀和菩薩白佛:「難及,
天中天所說法。若有後世懈怠菩薩,聞是
三昧已不肯精進,其人自念:『我當於後當
來佛所索是三昧耳。云何言我曹身羸極、
有病瘦恐不能求,聞是經已懈怠不精
進?』若復有菩薩精進者欲學是經,當教之
隨是經中法教。用是經故,不惜軀命、不
望人有所得者、有人稱譽者不用喜、不
大貪鉢、震越,無所愛慕、常無所欲。聞是
經不懈怠,常精進,其人不念:『我當於後當
來佛所乃求索。』自念:『使我筋、骨、髓、肉皆使
枯腐,學是三昧終不懈怠。』自念:『我終不懈
怠死也,聞是經已無不歡樂。』」
Der Bodhisattva Bhadrapāla redete den Buddha an: „Schwer zu erlangen, Gott der Götter, ist der Dharma, den du dargelegt hast.
Wenn in einem späteren Zeitalter ein träger Bodhisattva erscheint, der, nachdem er von diesem Samādhi gehört hat, sich nicht darauf einlassen will, mit Eifer zu üben, so denkt jener bei sich: ‚Ich werde dieses Samādhi erst später suchen, in der Gegenwart eines Buddha, der noch kommen wird. Wie kann man sagen, dass Menschen wie wir, deren Körper aufs Äußerste geschwächt, krank und ausgezehrt sind, und die fürchten, dass sie es nicht zu suchen vermögen, nachdem sie dieses Sūtra gehört haben, träge seien und ohne Eifer?‘
Wenn aber wiederum ein eifriger Bodhisattva erscheint, der dieses Sūtra erlernen will, so soll man ihn lehren, der Unterweisung des Dharma zu folgen, die in diesem Sūtra steht. Um dieses Sūtras willen schont er weder Leib noch Leben. Er erhofft sich nichts, das er von anderen erlangen könnte. Lobt ihn einer, so freut er sich nicht darüber. Er ist nicht in großer Gier nach Almosenschale und Gewand. Nichts hegt er, nichts begehrt er, und stets ist er frei von Verlangen.
Nachdem er dieses Sūtra gehört hat, ist er nicht träge, sondern stets eifrig. Jener denkt nicht: ‚Ich werde es erst später suchen, in der Gegenwart eines Buddha, der noch kommen wird.‘
Er denkt bei sich: ‚Und mögen meine Sehnen, Knochen, mein Mark und mein Fleisch alle verdorren und verwesen, im Erlernen dieses Samādhi werde ich niemals träge sein.‘
Er denkt bei sich: ‚Lieber will ich sterben, als träge werden. Nachdem ich dieses Sūtra gehört habe, gibt es nichts, worüber ich mich nicht von Herzen freute.‘„
時佛言:「善
哉善哉!颰陀和!所說者無有異,我助其
歡喜,過去、當來、今現在佛悉助歡喜。」
Da sprach der Buddha: „Vortrefflich, vortrefflich, Bhadrapāla! Was du gesagt hast, weicht in nichts von der Wahrheit ab, und ich freue mich mit dir daran. Auch die Buddhas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart freuen sich alle daran.“
佛爾
時頌偈言:
Da sprach der Buddha in Versen:
「如我今所說法,悉受學獨處止,
行功德、自守節,是三昧不難得。
常乞食、不受請,悉棄捨諸欲樂,
所從聞是三昧,敬法師如世尊。
有誦行是三昧,常精進莫懈怠,
不得惜於經法,不求供乃與經。
其有受是三昧,爾乃為是佛子,
學奉行如是者,得三昧終不久。
常懃力不懈怠,除睡眠心開解,
當遠離惡知識,然後從是法行。
去放逸不休息,常捨離眾聚會,
比丘求斯三昧,隨佛教當如是。」
„Wie ich jetzt den Dharma darlege,
so nehmt ihn ganz auf und studiert ihn, verweilend allein in der Einsamkeit.
Übt Verdienst und wahrt eure eigene Zucht;
dann ist dieser Samādhi nicht schwer zu erlangen.
Bettelt stets um Almosen und leistet keiner Einladung Folge;
lasst alle Freuden der Begierde hinter euch.
Von wem immer ihr diesen Samādhi vernehmt,
den ehrt als Dharma-Meister wie den Welterhabenen.
Wer diesen Samādhi rezitiert und übt,
sei stets eifrig und niemals träge.
Er karge nicht mit den kanonischen Lehren
und suche nicht erst Verehrung, ehe er das Sūtra hingibt.
Wer diesen Samādhi empfängt,
der ist alsdann ein Sohn des Buddha.
Wer auf solche Weise lernt und übt,
wird den Samādhi nicht in ferner Zeit erlangen.
Übt stets eure Kraft und werdet nicht träge;
vertreibt die Schläfrigkeit, und der Geist öffnet sich zum Verstehen.
Haltet euch fern von schlechten Freunden,
und erst danach übt gemäß diesem Dharma.
Legt die Nachlässigkeit ab und rastet niemals,
lasst Mengen und Versammlungen stets hinter euch;
ein Bhikṣu, der diesen Samādhi sucht,
folge auf diese Weise der Lehre des Buddha.“
颰陀和菩薩白佛:「比丘尼求菩薩道,欲學
是三昧、欲守是三昧,當持何等法住、學、守
是三昧?」
Der Bodhisattva Bhadrapāla redete den Buddha an: „Wenn eine Bhikṣuṇī, die den Bodhisattva-Pfad sucht, dieses Samādhi erlernen und dieses Samādhi bewahren will, in welchem Dharma soll sie dann verweilen, und wie soll sie dieses Samādhi erlernen und bewahren?“
佛告颰陀和:「比丘尼求摩訶衍三
拔致,是三昧學、守者,當謙敬,不當嫉妬、
不得瞋恚。去自貢高、去自貴大,却於懈
怠,當精進,棄於睡眠,不得臥出。悉却財
利,悉當淨潔護,不得惜軀命。常樂於
經、當求多學,當棄婬、恚、癡,出魔羅網去。
當棄所好服飾、珠環,不得惡口,不得貪
愛好鉢、震越。當為人所稱譽,不得有諛
諂。學是三昧時,當敬善師視如佛,當承
是經中教,守是三昧。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Eine Bhikṣuṇī, die nach dem Mahāyāna strebt und dieses Samādhi erlernen und bewahren will, sei demütig und voller Ehrerbietung. Sie sei nicht neidisch, und sie lasse keinen Zorn in sich aufsteigen.
„Sie lege den Stolz ab und lege die Selbstüberhebung ab. Sie wende sich von der Trägheit ab und bemühe sich tatkräftig. Sie werfe die Schläfrigkeit von sich und lege sich nicht zur Ruhe nieder.
„Sie lasse allen Reichtum und Gewinn fahren. Sie halte sich rein und behüte sich selbst. Sie schone weder Leib noch Leben.
„Sie finde ihre Freude beständig am Sūtra und trachte nach vielem Lernen. Sie lasse Gier, Zorn und Verblendung ab und entkomme dem Netz Māras.
„Sie lasse die Gewänder, den Schmuck, die Juwelen und die Armreifen fahren, die sie liebgewonnen hat. Sie führe keine üble Rede. Sie hänge nicht in Begierde an schönen Almosenschalen oder Roben.
„Von den Menschen werde sie gerühmt, und in ihr sei kein Schmeicheln, kein Kriechen.
„Wenn sie dieses Samādhi erlernt, ehre sie ihren guten Lehrer und betrachte ihn wie den Buddha. Sie nehme die Lehre auf, die in diesem Sūtra enthalten ist, und bewahre dieses Samādhi.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha den folgenden Vers:
「比丘尼行恭敬,不妬嫉、離瞋恚、
除憍慢、去自大,行是者得三昧。
當精進却睡臥,捐所欲不貪壽,
一心慈於是法,求三昧當如是。
無得聽貪婬心,棄瞋、恚及愚癡,
莫得墮魔羅網,求三昧當如是。
設有學是三昧,無調戲捨貪身,
一切捐眾狐疑,當至誠不虛飾。
捨小慈常大慈,敬善師無己已,
當去離於眾惡,求三昧當如是。
行求法欲得者,不貪著鉢震越,
從人聞爾三昧,視如佛等無異。」
„Die Bhikṣuṇī übe Ehrerbietung, lasse den Neid, sei frei von Zorn,
lege den Stolz ab, werfe die Selbstüberhebung von sich; wer so handelt, erlangt den Samādhi.
Wende tatkräftiges Bemühen an und vertreibe Schlaf und Niederliegen,
gib auf, was begehrt wird, und verlange nicht nach langem Leben,
mit einsgerichteter Liebe zu diesem Dharma;
so soll man den Samādhi suchen.
Keinem lüsternen Geist werde Gehör geschenkt,
lege Zorn, Groll und Verblendung ab,
falle nicht in das Netz Māras;
so soll man den Samādhi suchen.
Wer diesen Samādhi lernen will,
lasse ab von müßigem Spiel, gebe das Anhaften am Körper auf,
werfe allen zögernden Zweifel gänzlich von sich
und sei ganz aufrichtig, ohne falschen Schmuck.
Lasse das geringe Mitgefühl fahren und weile im beständigen großen Mitgefühl,
ehre den guten Lehrer und halte an keinem Selbst fest;
trenne dich von allem Bösen;
so soll man den Samādhi suchen.
Wer übend den Dharma sucht und ihn erlangen will,
hänge nicht an Almosenschale und Gewand,
und hört sie diesen Samādhi von einem Menschen,
so betrachte sie jenen als einem Buddha gleich, ohne Unterschied.“
颰陀和菩薩白佛:「若有白衣菩薩居家修
道,聞是三昧已欲學者、欲守者,當云何
於法中立、學、守是三昧?」
Der Bodhisattva Bhadrapāla redete den Buddha an: „Wenn da ein weißgekleideter Bodhisattva ist, ein Laie, der den Pfad übt, während er im Hause weilt, und der dieses Samādhi vernommen hat und es lernen und bewahren will, wie soll er sich im Dharma gründen und dieses Samādhi lernen und bewahren?“
佛告颰陀和:「白衣
菩薩聞是三昧已欲學、守者,當持五戒
堅淨潔住;酒不得飲,亦不得飲他人;不
得與女人交通,不得自為,亦不得教他
人為;不得有恩愛於妻子,不得念男女;
不得念財產。常念:『欲棄妻子,行作沙門。』
常持八關齋,齋時常當於佛寺齋;常當念
布施,不念我當自得其福,當用萬民故
施;常當大慈於善師,見持戒比丘不得輕
易、說其惡。作是行已,當學、當守是三昧。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wenn ein Bodhisattva im Laienstand dieses Samādhi vernommen hat und es erlernen und bewahren will, so soll er die fünf Silas fest wahren und in Reinheit und Lauterkeit verweilen.
„Er trinke keinen Wein, und er reiche ihn auch keinem anderen zum Trinken. Er habe keinen geschlechtlichen Umgang mit Frauen; er tue es nicht selbst, und er veranlasse auch keinen anderen dazu.
„Er hänge nicht in Zuneigung an Frau und Kindern. Er verweile nicht bei Gedanken an Mann und Frau. Er verweile nicht bei Reichtum und Besitz.
„Beständig denke er: ‚Frau und Kinder will ich zurücklassen und hinausziehen, um ein Śramaṇa zu werden.'
„Beständig wahre er die acht Gelübde, und zur Zeit der Übung halte er sie stets im Buddha-Tempel.
„Beständig sei er auf das Geben bedacht. Er denke nicht: ‚Ich selbst werde daraus Verdienst gewinnen', sondern gebe um der vielen Menschen willen.
„Beständig hege er großes Mitgefühl gegenüber dem guten Lehrer. Und sieht er einen Bhikṣu, der die Gelübde wahrt, so mache er sich nicht über ihn lustig und rede nicht von seinen Fehlern.
„Hat er sich in solcher Weise geübt, dann soll er dieses Samādhi erlernen und bewahren.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha in Versen:
「有居家菩薩,欲得是三昧,
常當學究竟,心無所貪慕。
誦是三昧時,思樂作沙門,
不得貪妻子,捨離於財色。
常奉持五戒,一月八關齋,
齋時於佛寺,學三昧通利。
不得說人惡,無形輕慢行,
心無所榮冀,當行是三昧。
奉敬諸經法,常當樂於道,
心無有諂偽,棄捨慳妬意。
有學是三昧,常當行恭敬,
捨自大放逸,奉事比丘僧。」
„Ein Bodhisattva, der im Hause lebt
und dieses Samādhi erlangen will,
soll sich beständig zur Vollendung üben,
den Geist frei von allem Begehren und Verlangen.
Wenn er dieses Samādhi rezitiert,
soll er mit Freude daran denken, ein Śramaṇa zu sein.
Er begehre nicht nach Ehefrau und Sohn,
sondern lasse Reichtum und sinnliche Lust hinter sich.
Stets soll er die fünf Silas wahren
und Monat für Monat die acht Gelübde des Fastens halten.
Zur Zeit des Fastens, im buddhistischen Tempel,
soll er das Samādhi üben, bis er es meistert.
Er spreche nicht von den Fehlern anderer
und handle nicht mit Geringschätzung und Hochmut.
Sein Geist hege keine Hoffnung auf Ruhm;
so soll er dieses Samādhi üben.
Ehrfürchtig achte er die kanonischen Lehren
und finde beständig Freude am Weg.
Sein Geist trage weder Schmeichelei noch Falschheit,
und er lasse Geiz und Neid fahren.
Wer dieses Samādhi übt,
soll immerdar in Ehrerbietung wandeln.
Er lasse Selbstüberhebung und Nachlässigkeit fahren
und diene dem Bhikṣu-Saṅgha.“
颰陀和菩薩白佛:「若有優婆夷求摩訶衍
三拔致,聞是三昧已欲學、守者,當行何
等法學、守是三昧?」
Der Bodhisattva Bhadrapāla redete den Buddha an: „Wenn es eine Upāsikā gibt, die nach der Verwirklichung des Großen Fahrzeugs strebt und die, nachdem sie von diesem Samādhi gehört hat, es erlernen und bewahren will, welche Übung soll sie auf sich nehmen, um dieses Samādhi zu erlernen und zu bewahren?“
佛告颰陀和:「若優婆夷
求摩訶衍三拔致,聞是三昧已欲學、守者,
當持五戒,自歸於三。何等為三?自歸於佛、
歸命於法、歸命於比丘僧。不得事餘道、不
得拜於天、不得示吉良日、不得調戲、不
得慢恣、不得有貪心。優婆夷常當念布
施,歡樂欲聞經,力多學問。優婆夷常當敬
重於善師,心常不倦不懈。若比丘、比丘尼
過者,常以坐席、賓主飲食待之。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wenn eine Upāsikā, die aufgebrochen ist im Mahāyāna, dieses Samādhi vernommen hat und es lernen und bewahren will, so soll sie die fünf Silas halten und Zuflucht nehmen zu den Drei Juwelen. Was sind die drei? Zuflucht zum Buddha, Zuflucht zum Dharma, Zuflucht zum Bhikṣu-Saṅgha. Sie diene nicht anderen Wegen, sie verehre nicht die Devas, sie deute nicht die günstigen Tage, sie gebe sich nicht dem Leichtsinn hin, sie gebe sich nicht dem Dünkel und der Zügellosigkeit hin, und sie hege keinen Geist der Gier. Beständig sei die Upāsikā der Freigebigkeit eingedenk, mit Freude vernehme sie die Sūtras, und mit ganzer Kraft wende sie sich dem Lernen zu. Beständig ehre die Upāsikā ihren guten Lehrer, mit einem Geist, der niemals müde wird und niemals erlahmt. Und kommt ein Bhikṣu oder eine Bhikṣuṇī zu ihr zu Besuch, so nehme sie sie stets auf, wie der Gastgeber den Gast empfängt, mit einem Sitz und mit Speise und Trank.“
佛爾時頌
偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha diesen Vers:
「若有優婆夷,誦是三昧者,
當從佛法教,奉五戒完具。
守是三昧時,當尊敬於佛,
及法比丘眾,恭敬其善師。
不得事餘道,勿祠祀於天,
行是三昧者,見人立迎逆。
除去殺、盜、婬,至誠不兩舌,
無得向酒家,當行是三昧。
心不得懷貪,常當念施與,
除去諛諂意,無得說人短。
常當恭敬事,比丘、比丘尼,
聞法語悉受,學三昧如是。」
„Gibt es eine Upāsikā, die dieses Samādhi rezitiert,
so folge sie der Lehre des Buddhadharma
und wahre die fünf Śīlas in ihrer Fülle.
Wenn sie dieses Samādhi bewahrt,
so ehre sie den Buddha,
den Dharma und den Saṅgha der Bhikṣus
und erweise ihrem guten Lehrer Verehrung.
Sie diene nicht anderen Wegen,
sie opfere nicht den Devas;
wer dieses Samādhi übt,
erhebt sich, wenn er andere sieht, um sie zu begrüßen.
Sie lasse ab vom Töten, vom Stehlen, vom Geschlechtsverkehr;
in äußerster Aufrichtigkeit rede sie nicht entzweiend.
Sie gehe nicht in die Weinhäuser,
sondern übe dieses Samādhi.
Der Geist hege keine Gier;
stets sei sie des Gebens eingedenk.
Sie tilge alle Schmeichelei und alles Kriechen des Geistes
und spreche niemals von den Fehlern anderer.
Stets ehre und diene sie
den Bhikṣus und den Bhikṣuṇīs;
welche Dharma-Worte sie hört, die nehme sie ganz auf:
so wird dieses Samādhi erlernt.“
般舟經授決品第七
Siebtes Kapitel: Die Voraussage
颰陀和菩薩問佛:「少有及者,天中天!怛薩阿
竭乃說是三昧,諸菩薩所樂精進行,無有
懈怠於阿耨多羅三藐三菩提。佛般泥洹
後,是三昧者當在閻浮利內不?」
Der Bodhisattva Bhadrapāla fragte den Buddha: „Wenige nur können es erreichen, Gott der Götter. Der Tathāgata hat nun dieses Samādhi dargelegt, das die Bodhisattvas mit tatkräftigem Bemühen zu üben sich freuen, ohne Trägheit auf dem Weg zur anuttarā samyaksaṃbodhi.
„Wird dieses Samādhi nach dem Eingehen des Buddha ins Parinirvāṇa noch in Jambudvīpa verbleiben?“
佛告颰陀
和菩薩:「我般泥洹後,是三昧者當現在四十
歲,其後不復現。却後亂世佛經且欲斷時,
諸比丘不復承用佛教。然後亂世時,國國相
伐,於是時是三昧當復現閻浮利內。用
佛威神故,是三昧經復為出。」
Der Buddha sprach zum Bodhisattva Bhadrapāla: „Nach meinem Parinirvāṇa wird dieses Samādhi noch vierzig Jahre offenbar bleiben. Danach wird es nicht mehr erscheinen.
„Später, in einem Zeitalter des Wirrsals, wenn die Sūtren des Buddha im Begriff sind abzureißen und die Bhikṣus die Lehre des Buddha nicht mehr aufnehmen und üben, dann, in jenem Zeitalter des Wirrsals, wenn Reich gegen Reich zu Felde zieht, wird dieses Samādhi im Jambudvīpa aufs Neue erscheinen.
„Durch die ehrfurchtgebietende geistige Macht des Buddha wird dieses Samādhi-Sūtra wieder hervortreten.“
颰陀和菩薩、
羅隣那竭菩薩從坐起,正衣服,叉手於佛
前,白佛:「佛般泥洹後亂世時,我曹共護是
三昧、持是三昧,具足為人說之,聞是經卷
無有厭極時。」
Der Bodhisattva Bhadrapāla und der Bodhisattva Ratnākara erhoben sich von ihren Sitzen, ordneten ihre Roben, und mit gefalteten Händen vor dem Buddha redeten sie den Buddha an: „Nach dem Parinirvāṇa des Buddha, im Zeitalter der Wirren, werden wir gemeinsam diesen Samādhi behüten und diesen Samādhi bewahren, und wir werden ihn den Menschen vollständig darlegen und niemals, auch nicht bis zur Erschöpfung, des Hörens dieses Sūtra überdrüssig werden.“
摩訶須薩和菩薩、憍曰兜菩
薩、那羅達菩薩、須深菩薩、因坻達菩薩、和輪
調菩薩共白佛言:「佛般泥洹去却後亂世
時,是經卷者我輩自共護持,使佛道久在。
其有未聞者,我輩當共為說,教授是深經;
世間少有信者,我曹悉受之。」
Der Bodhisattva Mahāsusārthavāha, der Bodhisattva Guhyagupta, der Bodhisattva Naradatta, der Bodhisattva Susīma, der Bodhisattva Indradatta und der Bodhisattva Varuṇadeva sprachen gemeinsam zum Buddha: „Wenn der Buddha in das Parinirvāṇa eingegangen und von hinnen gegangen ist, werden wir in der späteren Zeit der Wirren dieses Sūtra selbst und gemeinsam schützen und bewahren, damit die Buddhalehre lange bestehe.
„Denen, die es noch nicht gehört haben, werden wir es gemeinsam darlegen und sie in diesem tiefgründigen Sūtra unterweisen. Wenn auch in der Welt nur wenige sind, die Vertrauen tragen, so werden wir es doch alle empfangen und bewahren.“
時五百人從
坐起——比丘、比丘尼、優婆塞、優婆夷——皆叉手
於佛前住,白佛:「佛般泥洹後亂世時,聞是
三昧悉自持、護願持,我五百人囑累是八菩
薩。」
Da erhoben sich die fünfhundert von ihren Sitzen, Bhikṣus, Bhikṣuṇīs, Upāsakas und Upāsikās, und mit gefalteten Händen traten sie vor den Buddha und redeten ihn an: „Nach dem Parinirvāṇa des Buddha, in der wirren Zeit, wollen wir, wenn wir dieses Samādhi hören, es selbst bewahren und behüten, und geloben, es zu bewahren. Wir fünfhundert vertrauen diese Aufgabe den acht Bodhisattvas an.“
時佛笑,口中金色光出,至十方不可計佛
國悉照明,還遶身三匝從頭上入。阿難從
坐起,更被袈裟,前至佛所為佛作禮,却住
叉手以偈讚曰:
Da lächelte der Buddha, und aus seinem Mund trat ein goldenes Licht hervor. Es reichte bis zu den unzählbaren Buddha-Ländern der zehn Himmelsrichtungen und erhellte sie alle. Dann kehrte es zurück, umschritt seinen Körper dreimal und trat durch den Scheitel seines Hauptes ein.
Ānanda erhob sich von seinem Sitz, ordnete sein Kaṣāya, trat vor zu dem Ort, an dem der Buddha weilte, und verneigte sich vor ihm. Dann trat er zur Seite, stand mit gefalteten Händen und lobpries ihn in Versen, sprechend:
「其心清淨行無穢,神通無極大變化,
已過諸礙超眾智,光明除冥去垢塵。
智慧無量心普解,佛天中天鶡鴨音,
一切外道莫能動,何緣而笑出妙光?
願正真覺為解說,慈愍一切眾生尊,
若有聞佛柔濡音,解釋達聖化俗行。
世尊所感非唐舉,眾聖導師不妄笑,
今者誰當在決中?世雄願為解此意。
今日誰住道德堅?誰當逮得興妙行?
誰今受得深法藏,無上道德眾所歸?
今日誰當愍世間?誰當奉受是法教?
誰堅立於佛智慧?世尊願為解說之。」
„Sein Geist ist rein, sein Wandel ohne Befleckung;
seine übernatürlichen Kräfte sind ohne Grenze, seine Verwandlungen unermesslich weit.
Er hat alle Hindernisse überwunden und die Weisheit der Menge übertroffen;
sein Lichtglanz vertreibt die Finsternis und nimmt den Staub der Befleckung hinweg.
Seine Weisheit ist unermesslich, sein Geist erfasst alles allumfassend;
der Buddha, der Gott der Götter, hat eine wundersame Stimme.
Keiner unter allen Andersgläubigen vermag ihn zu erschüttern.
Aus welchem Grund lächelt er und sendet dieses wundersame Licht aus?
Möge der wahrhaft und vollkommen Erwachte es darlegen,
der Erhabene, der in liebender Güte mit allen Lebewesen mitfühlend Anteil nimmt.
Wer die sanfte Stimme des Buddha vernimmt,
der versteht und durchdringt die edle Lehre und wandelt den weltlichen Wandel um.
Was den Welterhabenen bewegt, geschieht nicht vergeblich;
der Lehrer der heiligen Versammlung lächelt nicht müßig.
Wer nun steht innerhalb der Entscheidung bereit?
Möge der Held der Welt uns diesen Sinn erklären.
Wer verweilt heute fest im Weg und in der Tugend?
Wer wird die erhabene Übung erlangen und hervorbringen?
Wer empfängt nun die tiefe Wahrheit,
den höchsten Weg und die Tugend, zu der die Menge zurückkehrt?
Wer wird heute Anteil nehmen an der Welt?
Wer wird diese Lehre des Dharma empfangen und wahren?
Wer ist fest gegründet in der Weisheit eines Buddha?
Möge der Welterhabene es darlegen.“
佛爾時為阿難說偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha zu Ānanda einen Vers:
「佛語阿難!汝見不?五百人等在前立,
其心歡然歌頌曰:『我等亦當逮是法。』
顏色和悅敬視佛:『我等何時得如是?』
皆悉竦立嗟嘆佛:『我輩會當逮如是。』
五百人等今現在,名字雖異本行同,
常樂奉受是深經,於當來世亦復然。
今我囑累告汝等,佛慧無量知彼本,
是等不獨見一佛,亦不立此得其慧。
徹照彼之宿世命,以曾更見八萬佛,
五百人等存在道,常解經義勉行成。
勸助無數諸菩薩,常行慈哀護經法;
勸化一切眾人民,悉令逮得大道行。
知見過去諸世尊,覩八十億那術數,
名德普大脫於心,擁護是法三轉行。
現世於此受我教,分布供養是舍利,
安諦受習佛所化,皆悉諷誦有所付。
著於塔寺及山中,若付天、龍、乾陀羅,
各各轉授經卷已,壽命終訖生天上。
天上壽盡還世間,各各而生異種姓,
當復取此佛道行,分別是經如所願。
用愛樂斯經法故,求輒得之持奉行,
令無數人得聽聞,欣踊難量心無等。
是等黠慧不厭法,非貪軀體及壽命,
降伏一切諸外道,授與經法弘其志。
是經法者無能得,及持、諷誦、講說者,
今四輩人住我前,五百之眾能堪持。
是八菩薩颰陀和、羅隣那竭、那羅達、
摩訶須薩、和輪調、因坻、須深、憍曰兜,
比丘及尼、清信士,奉玄妙法上義句,
常以經道哀世間,宣暢方等普流化。
颰陀和等八菩薩,於五百眾為英雄,
常當奉持方等經,於世之俗無所著。
釋一切縛解空慧,紫磨金色百福相,
恒行慈哀度眾生,施以安隱滅諸塵。
壽終之後生法家,不復歸於三惡道,
世世相隨常和協,然後逮得尊佛道。
已棄捐於八難處,遠離一切諸惡道,
其功德行莫能稱,所受福祐無能量。
當復值見彌勒佛,咸同一心往自歸,
悉共供養等慈哀,逮於無上寂滅句。
其心僉然而和同,正意奉事人中尊,
不猗俗事得法忍,疾逮無上大道行。
彼常奉持此經法,夙興夜寐而諷誦,
殖眾功德修梵行,覩彌勒時義若此。
於是賢劫所興佛,慈哀世間放光明,
每所在處普持法,奉事去來現在佛。
皆悉供養諸世雄,見三世尊無眾毒,
當疾逮得尊佛道,不可思議無有量。
中有前得佛道者,後人展轉相供養,
不可計劫那術數,如是終竟乃斷絕。
於是居士颰陀和、羅隣那竭、那羅達、
及須薩和、憍曰兜,曾見諸佛如恒沙。
常當奉事正法化,宣布諸佛無億教,
道行無量不可稱,至于無數億劫中。
假使有人受持名,所周旋處若夢中,
如是勇猛導世間,皆當逮得無上道。
若有覩見及聞聲,其心欣然踊躍者,
皆得佛道不復疑,何況奉受供養者?
若瞋恚之及罵詈、持惡意向、撾捶者,
於是八人威神恩,尚使得佛況恭敬?
彼所受法不可議,名稱無量及壽命,
光明無限德無疑,智慧無量行亦然。
常得面見無量佛,清淨之戒如恒沙,
於是廣普行布施,以用求索無上道。
無數億劫說其福,莫能齊限厥功德,
受是經法誦習者,逮於大道不復難。
其有愛樂此經卷,受誦、諷持、講說者,
當知五百人中人,其心愛樂終不疑。
假使施得是經法,愛樂道義加精進,
行清淨戒除睡臥,逮是三昧終不難。
欲獲安隱布經戒,比丘受學在閑居,
常行分衛知止足,逮是三昧終不難。
捨離眾閙不受請,口莫貪味棄愛欲,
所從聞是經法者,敬如世尊常供事。
除去慳貪受是法,斷絕婬欲棄愚癡,
發起大道心無疑,然後學行是三昧;
行無所著捨諸欲,常自謹慎棄恚恨,
精進奉行佛法教,然後受學是三昧;
不貪男女及所有,遠離憍慢并妻妾,
居家修道常慚愧,然後學誦是三昧;
無賊害心行柔順,不樂謗訕捨諸惡,
不用色求得法忍,當善諷誦是三昧。
若比丘尼學是法,常當恭敬棄憍慢,
遠離調戲及貢高,得是三昧不復難;
常行精進除睡臥,不計吾我諸人物,
愛樂法者不惜命,然後學誦是三昧;
制婬妷意捨所著,無瞋恚心棄諛諂,
終不復墮魔羅網,持是三昧得如是。
於諸眾生行平等,除去放逸眾塵埃,
性無卒暴及麁言,然後學誦是三昧;
於鉢、震越及衣服,不得須臾有貪愛,
尊敬善師視如佛,然後學誦是三昧。
以逮善利離惡道,一心信樂佛法教,
遠離一切八難處,持是經者得如是。」
Der Buddha sprach zu Ānanda: „Siehst du sie? Die Fünfhundert stehen vor mir. Ihre Herzen sind voller Freude, und sie singen zum Lobpreis und sprechen: ‚Auch wir werden diesen Dharma erlangen.'
Mit sanftem und freudigem Antlitz blicken sie ehrfürchtig auf den Buddha und sprechen: ‚Wann werden wir einen solchen Zustand erlangen?' Alle stehen aufrecht und preisen den Buddha und sprechen: ‚Auch wir werden gewiss einen solchen Zustand erlangen.'
Diese Fünfhundert sind jetzt hier zugegen. Ihre Namen sind verschieden, doch ihr früherer Wandel ist derselbe. Stets haben sie mit Freude dieses tiefgründige Sūtra empfangen, und im zukünftigen Zeitalter werden sie es abermals tun.
Nun vertraue ich es euch an und sage euch allen: Die Weisheit des Buddha ist unermesslich und kennt ihre Wurzeln. Diese haben nicht nur einen einzigen Buddha gesehen, noch haben sie erst hier diese Weisheit gegründet.
Klar erkenne ich ihre früheren Existenzen: Vormals sind sie achtzigtausend Buddhas begegnet. Diese Fünfhundert verweilen auf dem Weg, verstehen stets den Sinn des Sūtra und mühen sich, den Wandel zu vollenden.
Sie ermutigen und stützen unzählige Bodhisattvas, üben beständig liebende Güte und Mitgefühl und behüten den Dharma des Sūtra. Sie ermahnen und wandeln alle Menschen und führen sie dahin, den Wandel des großen Weges zu erlangen.
Sie haben die Welterhabenen der Vergangenheit erkannt und gesehen, Buddhas zur Zahl von achtzig Koṭi Nayutas geschaut. Ihr Name und ihre Tugend sind weit und allumfassend, ihre Herzen befreit, und sie behüten diesen Dharma, der in drei Umdrehungen wandelt.
In dieser gegenwärtigen Welt empfangen sie meine Lehre, bringen den Reliquien Opfergaben dar, empfangen und üben in Frieden und Festigkeit, was der Buddha gelehrt hat, rezitieren es zur Gänze und geben es weiter.
Sie legen es nieder in Stūpas, in Tempeln und in den Bergen, oder vertrauen es Devas, Nāgas und Gandharvas an. Wenn jeder die Sūtra-Rolle weitergegeben hat, wenn ihre Lebensspanne zu Ende geht, werden sie im Himmel geboren.
Wenn ihre Lebensspanne im Himmel erschöpft ist, kehren sie zur Welt zurück. Jeder wird in eine andere Linie geboren, und jeder nimmt abermals diesen Wandel des Weges des Buddha auf, unterscheidet und erklärt dieses Sūtra nach seinem Gelübde.
Weil sie diesen Dharma des Sūtra lieben und an ihm Freude haben, erlangen sie ihn sogleich, wenn sie ihn suchen, halten ihn aufrecht und üben ihn. Sie lassen unzählige Menschen ihn hören, und ihre Freude und ihr Entzücken sind unermesslich, ihre Herzen ohnegleichen.
Diese sind weise und werden des Dharma nicht überdrüssig. Sie sind nicht gierig nach Leib und Leben. Sie unterwerfen alle Andersgläubigen und schenken ihnen den Dharma des Sūtra und weiten ihren Entschluss.
Diesen Dharma des Sūtra kann nicht ein jeder erlangen, noch kann ein jeder ihn aufrechterhalten, rezitieren und darlegen. Nun stehen die vier Stände vor mir, und die Versammlung der Fünfhundert vermag ihn zu tragen.
Diese Acht Bodhisattvas sind Bhadrapāla, Ratnākara, Naradatta, Mahāsusārthavāha, Varuṇadeva, Indradatta, Susīma und Guhyagupta.
Zusammen mit Bhikṣus, Bhikṣuṇīs und Laienanhängern reinen Glaubens halten sie den tiefen und wunderbaren Dharma und seine höchsten Worte des Sinnes aufrecht. Stets üben sie mit dem Weg der Sūtras Mitgefühl für die Welt und verkünden und verbreiten die Vaipulya-Sūtras, dass ihre Lehre überallhin ströme und alle wandle.
Bhadrapāla und die anderen der Acht Bodhisattvas sind Helden unter den Fünfhundert. Stets werden sie die Vaipulya-Sūtras aufrechterhalten, und an den weltlichen Dingen haften sie nicht.
Sie lösen jede Fessel durch die Weisheit, die die Leerheit versteht. Mit der Farbe des polierten Rosegolds und den Merkmalen, die aus hundertfachem Verdienst geboren sind, üben sie beständig liebende Güte und Mitgefühl und tragen die Wesen hinüber. Sie schenken Frieden und Sicherheit und löschen alle Befleckungen aus.
Wenn ihr Leben endet, werden sie in eine Dharma-Familie geboren und kehren nicht mehr in die drei niederen Daseinsbereiche zurück. Leben um Leben folgen sie einander, stets in Eintracht, und danach erlangen sie den verehrten Weg des Buddha.
Schon haben sie die acht Schwierigkeiten hinter sich gelassen und sind fern von allen niederen Daseinsbereichen. Das Verdienst ihres Wandels kann nicht beschrieben, der Segen, den sie empfangen, nicht gemessen werden.
Sie werden abermals Maitreya begegnen. Alle mit einsgerichtetem Geist werden sie hingehen, um bei ihm Zuflucht zu nehmen. Alle gemeinsam werden sie dem Opfergaben darbringen, der gleich in liebender Güte und Mitgefühl ist, und das unübertroffene Wort der Stille und des Erlöschens erlangen.
Ihre Herzen werden vereint und einträchtig sein. Mit heilsamem Denken werden sie dem Erhabenen unter den Menschen dienen. Ohne sich auf weltliche Dinge zu stützen, werden sie die Annahme der Dharmas erlangen und rasch den unübertroffenen Wandel des großen Weges erreichen.
Stets werden sie diesen Dharma des Sūtra aufrechterhalten, früh aufstehen und spät zur Ruhe gehen und ihn rezitieren. Sie werden viele Verdienste pflanzen und reine Lebensführung üben. So wird ihr Sinn sein, wenn sie Maitreya schauen.
Unter den Buddhas, die in diesem Bhadrakalpa erstehen, die in liebender Güte und Mitgefühl ihr Licht auf die Welt werfen, werden sie, wo immer sie sind, überall den Dharma aufrechterhalten und den Buddhas der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart dienen.
Allen Helden der Welt werden sie Opfergaben darbringen. Da sie die Welterhabenen der drei Zeiten schauen, frei von allen Giften, werden sie rasch den verehrten Weg des Buddha erlangen, unvorstellbar und unermesslich.
Unter ihnen sind welche, die den Weg des Buddha früher erlangen werden. Die später kommen, werden einander der Reihe nach Opfergaben darbringen. Durch unzählbare Kalpas und Nayutas hindurch wird es so schließlich zum Ende kommen.
Diese Laienanhänger, Bhadrapāla, Ratnākara, Naradatta, Mahāsusārthavāha und Guhyagupta, haben vormals Buddhas gesehen, so zahlreich wie die Sandkörner des Ganges.
Stets werden sie dem wandelnden Wirken des wahren Dharma dienen und die zahllosen Lehren der Buddhas verkünden. Ihr Wandel des Weges ist unermesslich und kann nicht beschrieben werden, sich hinziehend durch unzählige Koṭis von Kalpas.
Gesetzt, es gäbe solche, die die Namen dieser tapferen Wesen empfangen und aufrechterhalten, die die Welt führen: Wohin auch immer sie sich bewegen, und sei es wie in einem Traum, sie alle werden den unübertroffenen Weg erlangen.
Gibt es solche, die sie sehen oder ihre Stimmen hören und deren Herzen sich freuen und vor Freude aufspringen, so werden sie alle den Weg des Buddha erlangen und nicht mehr zweifeln. Wie viel mehr denn jene, die ihn empfangen, aufrechterhalten und Opfergaben darbringen?
Gibt es solche, die über sie in Zorn geraten, sie schmähen, böse Absichten gegen sie richten, sie schlagen und prügeln, so werden sie dennoch durch die ehrfurchtgebietende Macht und die Gnade dieser acht Personen dahin gebracht, Buddhaschaft zu erlangen. Wie viel mehr denn jene, die sie ehren?
Der Dharma, den sie empfangen haben, ist unvorstellbar. Ihre Namen sind unermesslich, und so auch ihre Lebensspannen. Ihr Lichtglanz ist grenzenlos, ihre Tugend über allen Zweifel; ihre Weisheit ist unermesslich, und so auch ihr Wandel.
Beständig schauen sie von Angesicht zu Angesicht unermessliche Buddhas. Ihre reinen Gebote sind so zahlreich wie die Sandkörner des Ganges. Darin üben sie weite und allumfassende Freigebigkeit und suchen damit den unübertroffenen Weg.
Spräche man selbst durch unzählige Koṭis von Kalpas von ihrem Verdienst, man könnte die Grenze ihres Verdienstes nicht erreichen. Jene, die diesen Dharma des Sūtra empfangen und ihn rezitieren und studieren, werden den großen Weg ohne weitere Schwierigkeit erlangen.
Gibt es solche, die diese Sūtra-Rolle lieben und an ihr Freude haben, sie empfangen und rezitieren, sie chanten und aufrechterhalten und sie darlegen, so wisse: Sie sind Menschen aus den Fünfhundert. Ihre Herzen lieben sie und haben Freude an ihr, und am Ende zweifeln sie nicht.
Gesetzt, jemand erlangte diesen Dharma des Sūtra, liebte den Sinn des Weges und hätte Freude an ihm und wüchse im tatkräftigen Bemühen. Übte er reine Gebote und legte Schlaf und Niederliegen ab, so wird es ihm am Ende nicht schwer sein, diesen Samādhi zu erlangen.
Wünscht ein Bhikṣu Frieden und Sicherheit zu erlangen und Sūtra und Gebote zu verbreiten, so soll er sie empfangen und studieren, während er in Zurückgezogenheit weilt, stets auf Almosengang gehen und Genügsamkeit kennen. So wird es ihm am Ende nicht schwer sein, diesen Samādhi zu erlangen.
Er soll die Menge und den Lärm meiden und keine Einladungen annehmen. Sein Mund soll nicht nach Geschmäckern gieren, und er soll Begehren und Verlangen ablegen. Von wem auch immer er diesen Dharma des Sūtra hört, den soll er ehren wie den Welterhabenen und ihm stets dienen.
Geiz und Gier entfernend, empfängt er diesen Dharma. Lust und Verlangen abschneidend, Torheit und Verblendung ablegend, erweckt er den Geist des großen Weges ohne Zweifel, und erst dann studiert und übt er diesen Samādhi.
Ohne Anhaftung übend und alle Begierden aufgebend, stets in sich behutsam und zurückhaltend, Zorn und Feindseligkeit abwerfend, verehrt und übt er eifrig die Lehre des Buddhadharma, und erst dann empfängt und studiert er diesen Samādhi.
Er soll nicht nach Söhnen oder Töchtern noch nach irgendeinem Besitz gieren. Er soll fernbleiben von Hochmut und Stolz und von Ehefrau und Nebenfrauen. Im Hause weilend und den Weg pflegend, stets mit Scham und sittlicher Zurückhaltung, erst dann soll er diesen Samādhi studieren und rezitieren.
Ohne einen Geist des Schadens oder des Raubes, Sanftmut und Gefügigkeit übend, nicht an Verleumdung sich freuend und alle Übel aufgebend, erlangt er, ohne durch Form zu suchen, die Annahme der Dharmas. Dann soll er diesen Samādhi recht rezitieren.
Wenn eine Bhikṣuṇī diesen Dharma studiert, soll sie stets ehrerbietig sein und Hochmut und Stolz abwerfen. Fern von Leichtfertigkeit und Selbsterhöhung, wird es ihr nicht mehr schwer sein, diesen Samādhi zu erlangen.
Stets soll sie tatkräftiges Bemühen üben und Schlaf und Niederliegen ablegen. Sie soll nicht in Begriffen von Selbst, Personen oder Dingen rechnen. Wer den Dharma liebt und an ihm Freude hat, schont sein Leben nicht, und erst dann studiert und rezitiert sie diesen Samādhi.
Sie soll lüsterne Absicht zügeln und aufgeben, woran sie haftet. Ohne einen Geist des Zorns, Schmeichelei und Trug abwerfend, wird sie nie wieder in das Netz Māras fallen. Indem sie diesen Samādhi aufrechterhält, erlangt sie ein solches Ergebnis.
Gegenüber allen Wesen soll sie Gleichmut üben, Nachlässigkeit und den Staub der Befleckung entfernend. Ihre Natur soll ohne jähe Gewalt und grobe Rede sein, und erst dann soll sie diesen Samādhi studieren und rezitieren.
Hinsichtlich Almosenschale, Robe und Gewand darf sie nicht einen Augenblick lang Begehren oder Anhaftung hegen. Sie soll den guten Lehrer ehren und ihn ansehen wie den Buddha, und erst dann soll sie diesen Samādhi studieren und rezitieren.
Wer solchen guten Nutzen erlangt und die niederen Daseinsbereiche verlassen hat, einsgerichtet der Lehre des Buddhadharma glaubt und an ihr Freude hat, fern von allen acht Schwierigkeiten: Wer dieses Sūtra aufrechterhält, erlangt ein solches Ergebnis.“
般舟經擁護品第八
Achtes Kapitel: Der Schutz
颰陀和菩薩、羅隣那竭菩薩、憍曰兜菩薩、
那羅達菩薩、須深菩薩、摩訶須薩和菩薩、因
坻達菩薩、和倫調菩薩見佛所說,是八菩
薩皆大歡喜,持五百劫波育錦衣、持珍寶
布施、持身自歸供養佛。
Der Bodhisattva Bhadrapāla, der Bodhisattva Ratnākara, der Bodhisattva Guhyagupta, der Bodhisattva Naradatta, der Bodhisattva Susīma, der Bodhisattva Mahāsusārthavāha, der Bodhisattva Indradatta und der Bodhisattva Varuṇadeva vernahmen die Lehre des Buddha. Diese acht Bodhisattvas freuten sich von Herzen.
Sie brachten fünfhundert Brokatgewänder aus feiner Baumwolle herbei. Sie brachten Juwelen und kostbare Schätze als Opfergaben dar. Und indem sie selbst ihre eigene Person darbrachten, nahmen sie Zuflucht zum Buddha und verehrten ihn.
佛語阿難:「是颰陀
和等於五百菩薩人中之師,常持中正法,
合會隨順教莫不歡喜者——歡樂心、隨時
心、清淨心、却欲心。」
Der Buddha sprach zu Ānanda: „Bhadrapāla und die anderen sind Lehrer unter den fünfhundert Bodhisattvas. Beständig wahren sie den rechten und wohl gefügten Dharma. In Eintracht kommen sie zusammen, fügen sich der Lehre und freuen sich allesamt, erfüllt von einem freudigen Geist, einem Geist, der auf den Augenblick antwortet, einem reinen Geist und einem Geist, der das Begehren von sich getan hat.“
是時五百人皆叉手立佛
前,颰陀和菩薩白佛言:「菩薩持幾事得是
三昧?天中天!」
Zu jener Zeit standen die fünfhundert alle mit gefalteten Händen vor dem Buddha, und der Bodhisattva Bhadrapāla redete den Buddha an und sprach: „An wie vielen Dingen muss ein Bodhisattva festhalten, um diesen Samādhi zu erlangen, Gott der Götter?“
佛言:「菩薩有四事疾得是三
昧。何等為四?一者、不信餘道,二者、斷愛欲,
三者、如法行,四者、無所貪生。是為四,菩薩
疾得是三昧。」
Der Buddha sprach: „Durch vier Dinge erlangt ein Bodhisattva geschwind dieses Samādhi. Welche vier? Erstens: er setzt keinen Glauben in andere Pfade. Zweitens: er schneidet Begierde und Verlangen ab. Drittens: er übt gemäß dem Dharma. Viertens: er hegt kein Verlangen nach dem Dasein. Dies sind die vier, durch die ein Bodhisattva geschwind dieses Samādhi erlangt.“
佛告颰陀和:「若有菩薩學是
三昧者,若持、若誦、若守,今世即自得五百功
德。譬如,颰陀和!慈心比丘終不中毒、終不
中兵、火不能燒、入水不死、帝王不能得
其便。如是,菩薩守是三昧者,終不中毒、終
不中兵、終不為火所燒、終不為水所沒、
終不為帝王得其便。譬如,颰陀和!劫盡壞
燒時,持是三昧菩薩者正使墮是火中,火
即為滅,譬如大甖水滅小火。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wenn ein Bodhisattva diesen Samādhi erlernt, sei es, dass er ihn bewahrt, sei es, dass er ihn rezitiert, sei es, dass er ihn hütet, so erlangt er noch in diesem Leben aus eigener Kraft fünfhundert Verdienste.
„So verhält es sich, Bhadrapāla. Ein Bhikṣu, der im mitfühlenden Geist weilt, wird niemals vergiftet und niemals von Waffen getroffen; das Feuer vermag ihn nicht zu verbrennen, er geht ins Wasser und stirbt nicht, und kein Herrscher kann eine Blöße an ihm finden. Ebenso wird ein Bodhisattva, der diesen Samādhi hütet, niemals vergiftet und niemals von Waffen getroffen, niemals vom Feuer verbrannt und niemals vom Wasser verschlungen; und kein Herrscher kann jemals eine Blöße an ihm finden.
„So verhält es sich, Bhadrapāla. Zur Zeit, da der Kalpa endet und die Welt im Feuer der Weltvernichtung vergeht, würde selbst dann, wenn ein Bodhisattva, der diesen Samādhi bewahrt, in dieses Feuer stürzte, das Feuer sogleich erlöschen, so wie ein großer Krug voll Wasser ein kleines Feuer erstickt.“
佛告颰陀和:
「我所語無有異。是菩薩持是三昧者,若帝
王、若賊、若水、若火、若龍、若蛇、若閱叉鬼神、若
猛獸、若大蟒、若蛟龍、若師子、若虎、若狼、若狗、
若人、若非人、若㹢玃、若薜荔、若鳩洹鬼神,
若欲嬈人、若欲殺人、若欲奪人鉢震越、
若壞人禪奪人念,設欲中是菩薩者,終
不能中。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Was ich gesagt habe, ist ohne Abweichung. Den Bodhisattva, der dieses Samādhi hält, vermag keine Gefahr zu treffen, sei es ein König, sei es ein Räuber, sei es das Wasser, sei es das Feuer, sei es ein Nāga, sei es eine Schlange, sei es ein Yakṣa oder ein Geist, sei es ein reißendes Tier, sei es eine große Riesenschlange, sei es ein Kumbhīra, sei es ein Löwe, sei es ein Tiger, sei es ein Wolf, sei es ein Hund, sei es ein Mensch, sei es ein Nichtmensch, sei es ein wilder Affe, sei es ein Preta oder ein Kumbhāṇḍa-Geist. Ob eines dieser Wesen ihn quälen will, ob es ihn töten will, ob es ihm Almosenschale und Gewand entreißen will, ob es seine meditative Versenkung zerstören und ihm die Achtsamkeit rauben will, und suchte es auch, diesem Bodhisattva Schaden zu tun, so wird es ihn niemals treffen können.“
佛言:「如我所語無有異,除其宿
命所請,其餘無有能中者。」
Der Buddha sprach: „Was ich gesagt habe, ist ohne Abweichung. Nichts vermag ihm zu schaden, außer dem, was sein früheres Karma einfordert.“
佛言:「我所語
無有異。若有菩薩持是三昧者,終不病
目,若耳、鼻、口,身體無病,其心終不憂、終不
厄。是菩薩若死、若近死,設有是患者,佛
語為有異;除其宿命所作。
Der Buddha sprach: „Was ich gesagt habe, ist nicht anders. Hält ein Bodhisattva dieses Samādhi, so werden seine Augen niemals von Krankheit befallen, ebenso wenig seine Ohren, seine Nase oder sein Mund; sein Leib bleibt frei von Krankheit. Sein Geist wird niemals von Kummer und niemals von Bedrängnis heimgesucht. Sollte dieser Bodhisattva im Sterben oder dem Sterben nahe von einer solchen Heimsuchung befallen werden, so wäre das Wort des Buddha anders; es sei denn, sie ginge aus dem hervor, was er in früheren Leben getan hat.“
「復次,颰陀和!是
菩薩諸天皆稱譽、諸龍皆稱譽、諸閱叉鬼神
皆稱譽、諸阿須輪皆稱譽,迦留羅鬼神、真
陀羅鬼神、摩睺勒鬼神、若人非人皆稱譽是
菩薩,諸佛天中天皆稱譽是菩薩。
„Ferner, Bhadrapāla: Diesen Bodhisattva preisen alle Devas, ihn preisen alle Nāgas, ihn preisen alle Yakṣa-Geister, ihn preisen alle Asuras. Die Garuḍa-Geister, die Kiṃnara-Geister, die Mahoraga-Geister, Menschen und Nichtmenschen, sie alle preisen diesen Bodhisattva. Und die Buddhas, die Götter der Götter, sie alle preisen diesen Bodhisattva.
「復次,颰
陀和!是菩薩為諸天所護、為諸龍所護,四
天王、釋提桓因、梵三鉢天皆護是菩薩,閱
叉鬼神、乾陀羅鬼神、阿須倫鬼神、迦留羅鬼
神、真陀羅鬼神、摩睺勒鬼神、若人非人皆共
擁護是菩薩,諸佛天中天皆共擁護是菩
薩。
„Ferner, Bhadrapāla: Diesen Bodhisattva behüten alle Devas, und ihn behüten alle Nāgas. Die Vier Himmelskönige, Śakra und Brahmā Sahāmpati, sie alle behüten diesen Bodhisattva. Die Yakṣa-Geister, die Gandharva-Geister, die Asura-Geister, die Garuḍa-Geister, die Kiṃnara-Geister, die Mahoraga-Geister, ob Mensch oder Nichtmensch, sie alle behüten und beschützen gemeinsam diesen Bodhisattva. Und alle Buddhas, die Götter der Götter, behüten und beschützen gemeinsam diesen Bodhisattva.
「復次,颰陀和!是菩薩為諸天所敬愛,諸
龍閱叉鬼神、乾陀羅鬼神、阿須倫鬼神、迦留
羅鬼神、真陀羅鬼神、摩睺勒鬼神、若人非人
皆共敬愛是菩薩,諸佛天中天——皆無有愛
欲——以道德故皆復敬愛是菩薩。
„Ferner, Bhadrapāla: Dieser Bodhisattva wird von den Devas verehrt und geliebt. Die Nāgas, die Yakṣa-Geister, die Gandharva-Geister, die Asura-Geister, die Garuḍa-Geister, die Kiṃnara-Geister, die Mahoraga-Geister, ob Mensch oder Nichtmensch, sie alle vereinen sich darin, diesen Bodhisattva zu verehren und zu lieben. Und auch die Buddhas, die Götter der Götter, halten diesen Bodhisattva in Ehren; ob sie gleich ganz frei von Verlangen und Begehren sind, so wenden sie sich ihm doch um seiner Tugend und um des Weges willen zu.
「復次,颰陀
和!是菩薩諸天皆欲見之,諸龍、閱叉鬼神、
乾陀羅鬼神、阿須倫鬼神、迦留羅鬼神、真陀
羅鬼神、摩睺勒鬼神、若人非人皆思樂欲
見是菩薩,諸佛天中天皆各各欲使是
菩薩往到其所——用人民故欲使往。
„Ferner, Bhadrapāla: Alle Devas begehren, diesen Bodhisattva zu sehen. Die Nāgas, die Yakṣa-Geister, die Gandharva-Geister, die Asura-Geister, die Garuḍa-Geister, die Kiṃnara-Geister, die Mahoraga-Geister, ob Mensch oder Nichtmensch, sie alle sehnen sich danach und begehren, diesen Bodhisattva zu sehen. Die Buddhas, Götter der Götter, sie alle wünschen, dass dieser Bodhisattva zu ihnen komme; um der Menschen willen wünschen sie, dass er komme.
「復次,颰
陀和!是菩薩諸天皆來至其所,諸龍、閱叉鬼
神、乾陀羅鬼神、阿須輪鬼神、迦留羅鬼神、真
陀羅鬼神、摩睺勒鬼神、若人非人皆來至是
菩薩所,與共相見。諸佛天中天,菩薩不但晝
日見,夜於夢中若見諸佛身、若諸佛各各
自說其名字。
„Ferner, Bhadrapāla: Zu diesem Bodhisattva kommen alle Devas. Nāgas und Yakṣas, Gandharvas und Asuras, Garuḍas, Kiṃnaras und Mahoragas, Menschen und Nichtmenschen, sie alle kommen zu dem Ort, wo dieser Bodhisattva ist, und treten mit ihm zusammen. Und die Buddhas, die Götter der Götter, sieht der Bodhisattva nicht allein am Tage. Des Nachts, im Traum, sieht er die Körper der Buddhas, und die Buddhas nennen ein jeder seinen eigenen Namen.“
「復次,颰陀和!是菩薩所未誦
經、前所不聞經卷,是菩薩持是三昧威神,
夢中悉自得其經卷名,各各悉見悉聞經
聲——若晝日不得者,若夜於夢中悉見得。」
„Ferner, Bhadrapāla: Was jene Sūtras betrifft, die dieser Bodhisattva nicht rezitiert hat, und jene Sūtra-Rollen, die er zuvor nicht gehört hat, so erlangt er durch die ehrfurchtgebietende Macht dieses Samādhi, das er trägt, im Traum von sich aus die Titel all jener Sūtra-Rollen. Eine um die andere sieht er sie alle, und den Klang der rezitierten Sūtras hört er alle. Was er bei Tage nicht erlangt, das sieht und erlangt er zur Gänze bei Nacht im Traum.“
佛
告颰陀和:「若一劫、若復過一劫,我說是菩
薩持是三昧者,說其功德不可盡竟,
何況力求得是三昧者?」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Selbst wenn ich einen Kalpa lang oder länger als einen Kalpa von dem Bodhisattva spräche, der dieses Samādhi bewahrt, so käme ich mit dem Aufzählen seiner Verdienste nicht zu Ende. Wie viel mehr gilt dies erst für den, der mit aller Kraft danach strebt, dieses Samādhi zu erlangen.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha diese Verse:
「若有菩薩學誦是,佛說三昧寂定義,
假使欲嘆其功德,譬如恒邊減一沙。
刀刃、矛戟不中傷,盜賊、怨家無能害,
國王、大臣喜悅向,學此三昧得如是。
蚖蛇含毒誠可畏,見彼行者毒疾除,
不復瞋恚吐惡氣,誦是三昧得如是。
怨讐、嫌隙莫能當,天、龍、鬼、神、真陀羅,
覩其威光皆嘿然,學此三昧得如是。
山野弊狼及大蟒、師子、猛虎、鹿、㹢玃,
無傷害心攝藏毒,悉來親護是行者;
弊惡鬼神將人魂,諸天人民懷害心,
感其威神自然伏,學此三昧得如是。
其人不病無苦痛,耳目聰明無闇塞,
言辭辯慧有殊傑,行三昧者速逮是;
其人終不墮地獄,離餓鬼道及畜生,
世世所生識宿命,學此三昧得如是。
鬼神、乾陀共擁護,諸天人民亦如是,
并阿須倫、摩睺勒,行此三昧得如是。
諸天悉共頌其德,天、人、龍、鬼、真陀羅,
諸佛嗟歎令如願,諷誦說經為人故。
其人道意不退轉,法慧之義而無盡,
姿顏美艶無與等,誦習此經開化人。
國國相伐民荒亂,飢饉荐臻懷苦窮,
終不於中夭其命,能誦此經化人者。
勇猛降伏諸魔事,心無所畏毛不竪,
其功德行不可議,行此三昧得如是。
妖蠱幻化及符書,穢濁邪道不正行,
終無有能中其身,用愛樂法達本故。
一切悉共歌其德,具足空慧佛尊子,
然後當來最末世,手得是經得如是。
常行精進懷喜踴,同心和悅奉此法,
受持經卷講諷誦,今我以是為彼說。」
Der Buddha sprach damals diese Verse:
„Wenn ein Bodhisattva dieses Sūtra lernt und rezitiert,
den Sinn des Samādhi der Stille, den der Buddha lehrte,
und wollte man seine Verdienste preisen,
so wäre es, als nähme man ein einziges Sandkorn vom Ufer des Ganges hinweg.
Klingen, Speere und Hellebarden treffen und verwunden ihn nicht;
Diebe, Räuber und Feinde vermögen ihm nicht zu schaden.
Könige und große Minister wenden sich ihm mit Freude zu;
solches erlangt, wer dieses Samādhi lernt.
Eine Giftschlange, Gift tragend, ist wahrhaft furchtbar;
doch erblickt sie jenen Übenden, so schwindet ihr Gift alsbald.
Sie zürnt nicht mehr und speit ihren schädlichen Hauch nicht aus;
solches erlangt, wer dieses Samādhi rezitiert.
Feinde und die einen Groll hegen, können ihm nicht widerstehen;
Devas, Nāgas, Gespenster, Geister und Kiṃnaras,
sie alle verstummen, wenn sie seinen ehrfurchtgebietenden Glanz erblicken;
solches erlangt, wer dieses Samādhi lernt.
Die reißenden Wölfe der Berge und Wildnis, die großen Riesenschlangen,
die Löwen, wilden Tiger, Hirsche und Affen,
sie hegen keinen Gedanken, ihm zu schaden, und halten ihr Gift zurück;
sie alle kommen herbei, um sich diesem Übenden zu nahen und ihn zu behüten.
Böse Dämonen und Geister, die die Seelen der Menschen entführen,
Devas und Menschen, die Gedanken des Schadens hegen,
sie unterwerfen sich von selbst, wenn sie seiner ehrfurchtgebietenden Macht begegnen;
solches erlangt, wer dieses Samādhi lernt.
Jener Mensch kennt weder Krankheit noch Schmerz;
sein Ohr und sein Auge sind scharf, ohne Dunkelheit und ohne Hemmnis.
Seine Rede ist beredt und seine Weisheit hervorragend;
wer dieses Samādhi übt, erlangt dies schnell.
Jener Mensch fällt niemals in die Höllen;
er ist befreit vom Bereich der Hungergeister und von der Wiedergeburt als Tier.
Leben um Leben, wo immer er geboren wird, erinnert er seine früheren Leben;
solches erlangt, wer dieses Samādhi lernt.
Geister und Gandharvas behüten und beschützen ihn zusammen;
Devas und Menschen tun desgleichen,
und auch die Asuras und die Mahoragas;
solches erlangt, wer dieses Samādhi übt.
Alle Devas zusammen besingen seine Verdienste;
Devas, Menschen, Nāgas, Gespenster und Kiṃnaras tun desgleichen.
Die Buddhas preisen ihn und erfüllen seine Wünsche,
weil er das Sūtra um der anderen willen rezitiert und lehrt.
Sein Vorsatz, den Weg zu erlangen, fällt nicht zurück;
sein Verständnis der Weisheit des Dharma ist unerschöpflich.
Seine Gestalt und sein Antlitz sind schön ohnegleichen,
denn er rezitiert und studiert dieses Sūtra und belehrt und wandelt die anderen.
Wenn die Reiche einander bekriegen und die Menschen ins Chaos stürzen,
wenn Hungersnot über Hungersnot kommt und sie bittere Not erleiden,
so wird das Leben dessen, der dieses Sūtra rezitieren und andere wandeln kann,
niemals inmitten solcher Heimsuchungen vorzeitig beendet.
Heldenhaft unterwirft er alle Werke Māras;
sein Geist kennt keine Furcht, und sein Haar sträubt sich nicht.
Sein verdienstvolles Wirken ist unfassbar;
solches erlangt, wer dieses Samādhi übt.
Bösartige Hexerei, trügerische Verwandlungen und Zauberschriften,
befleckte und verderbte Irrwege und unrechtes Handeln,
sie können seinem Leib niemals schaden,
weil er den Dharma liebt und an ihm Freude hat und seinen Ursprung erkennt.
Alle Wesen zusammen besingen seine Verdienste,
diesen ehrwürdigen Sohn des Buddha, vollendet in der Weisheit der Leerheit.
Und danach, im letzten Zeitalter, das kommen wird,
erlangt solches, wer dieses Sūtra in seine Hände empfängt.
Stets übt er tatkräftig, und sein Herz springt vor Freude auf;
mit gesammeltem Geist, einträchtig und froh, hält er diesen Dharma hoch.
Er nimmt die Sūtra-Rollen an und bewahrt sie, legt sie aus und rezitiert sie;
um eines solchen Menschen willen spreche ich dies nun.“
般舟經羼羅耶佛品第九
Neuntes Kapitel: Der Buddha Kṣemarāja
佛告颰陀和:「乃往昔時不可計阿僧祇劫,爾
時有佛名羼羅耶佛、怛薩阿竭、阿羅訶、三耶
三佛,於世間極尊,安定於世間;於經中大
明,天上天下號曰天中天。爾時,有長者子
名須達,與二萬人俱來至羼羅耶佛所,為
佛作禮却坐一面。須達長者子問羼羅耶
佛是三昧。羼羅耶佛知須達長者子心所念,
便為說是三昧。須達長者子聞是三昧已
大歡喜,即悉諷受得作沙門,求是三昧
八萬歲。時長者子須達從佛聞經甚眾多——
悉從無央數佛聞經——其智慧甚高明。長者
子須達其後壽終生忉利天上,以後復從天
上來下生世間。爾時,故劫中復有佛,名術
闍波提怛薩阿竭、阿羅呵、三耶三菩。時佛在
剎利家生,爾時長者子須達復於佛所聞
是三昧,復求之。時長者子須達其後復於
故劫中復有佛,名賴毘羅耶怛薩阿竭、阿羅
呵、三耶三佛,婆羅門種。時長者子須達復於
佛所受是三昧,求守八萬四千歲。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „In ferner Vergangenheit, vor unzählbaren Asaṃkhyeya-Kalpas, lebte ein Buddha mit Namen Kṣemarāja, ein Tathāgata, ein Arhat, ein Samyaksaṃbuddha. Er war der höchst Verehrte in der Welt und brachte der Welt Frieden und Festigkeit. Große Erleuchtung besaß er hinsichtlich der Sūtras, und im Himmel oben wie unter dem ganzen Himmel wurde er der Gott der Götter genannt.
„Zu jener Zeit lebte ein Sohn eines Ältesten mit Namen Sudatta. Gemeinsam mit zwanzigtausend Menschen kam er dorthin, wo Buddha Kṣemarāja weilte. Sie verneigten sich vor dem Buddha, zogen sich zurück und setzten sich zur Seite. Sudatta, der Sohn des Ältesten, fragte Buddha Kṣemarāja nach diesem Samādhi. Buddha Kṣemarāja erkannte, was Sudatta, der Sohn des Ältesten, im Herzen trug, und legte ihm daraufhin dieses Samādhi dar.
„Als Sudatta, der Sohn des Ältesten, dieses Samādhi vernommen hatte, freute er sich von Herzen. Sogleich rezitierte und empfing er es zur Gänze, wurde ein Śramaṇa und suchte dieses Samādhi achtzigtausend Jahre lang. Zu jener Zeit hörte Sudatta, der Sohn des Ältesten, sehr zahlreiche Sūtras vom Buddha. Auch von unzähligen Buddhas hörte er die Lehre, und seine Weisheit war überaus hoch und lichtvoll.
„Als später das Leben Sudattas, des Sohnes des Ältesten, zu Ende ging, wurde er im Trāyastriṃśa-Himmel geboren. Danach stieg er wiederum aus dem Himmel herab und wurde in der Welt geboren. Zu jener Zeit, in eben jenen früheren Kalpas, lebte abermals ein Buddha mit Namen Vidyuddeva, ein Tathāgata, ein Arhat, ein Samyaksaṃbuddha. Dieser Buddha wurde in eine Kṣatriya-Familie hineingeboren. Zu jener Zeit vernahm Sudatta, der Sohn des Ältesten, in der Gegenwart dieses Buddha abermals dieses Samādhi und suchte es aufs Neue.
„Später, in eben jenen früheren Kalpas, lebte abermals ein Buddha mit Namen Raśmirāja, ein Tathāgata, ein Arhat, ein Samyaksaṃbuddha, aus dem Geschlecht der Brahmanen. Zu jener Zeit empfing Sudatta, der Sohn des Ältesten, in der Gegenwart dieses Buddha abermals dieses Samādhi und suchte und bewahrte es vierundachtzigtausend Jahre lang.“
佛告颰陀
和:「長者子須達却後八萬劫得作佛,名提
和竭羅。爾時,長者子須達為人高明勇猛,智
慧甚廣。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Nach achtzigtausend Kalpas wurde Sudatta, der Sohn des Ältesten, ein Buddha mit Namen Dīpaṃkara. Zu jener Zeit war Sudatta, der Sohn des Ältesten, von erhabener Einsicht und tapfer, und seine Weisheit war überaus weitreichend.“
佛言:「見是三昧不?颰陀和!饒益乃
爾,使人成就得佛道。若有菩薩得是三昧
者,當學誦、當持、當教人、當守,如是者得
佛不久。若曹知不?颰陀和!是三昧者是菩
薩眼、諸菩薩母、諸菩薩所歸仰、諸菩薩所
出生。若知不?颰陀和!是三昧者破去於冥,
明於天上天下。若知不?颰陀和!是菩薩三
昧者,是諸佛之藏、諸佛之地,是珍寶淵海之
泉、是無量功德之鎮益;明哲之經當作是
知。三昧所出如是,從是中出佛、聞經、
正立於四意止中。何等為四意止中?一者,自
觀身、觀他人身、自觀身觀他人身者本
無身;二者,自觀痛痒、觀他人痛痒、自觀
痛痒觀他人痛痒者本無痛痒;三者,自
觀意、觀他人意、自觀意觀他人意者本無
意;四者,自觀法、觀他人法、自觀法觀他人
法者本無法。」
Der Buddha sprach: „Siehst du diesen Samādhi, Bhadrapāla? So groß ist sein Nutzen, dass er die Menschen dahin führt, den Weg des Buddha zu erlangen. Erlangt ein Bodhisattva diesen Samādhi, so soll er ihn lernen und rezitieren, ihn bewahren, ihn andere lehren und ihn hüten. Wer dies tut, wird nicht mehr lange bis zur Buddhaschaft haben.
„Wisst ihr dies, Bhadrapāla? Dieser Samādhi ist das Auge der Bodhisattvas, die Mutter aller Bodhisattvas, das, wozu alle Bodhisattvas Zuflucht und Verehrung wenden, und das, aus dem alle Bodhisattvas geboren werden.
„Weißt du dies, Bhadrapāla? Dieser Samādhi vertreibt die Finsternis und gibt Licht im Himmel oben und über allem, was unter dem Himmel ist.
„Weißt du dies, Bhadrapāla? Dieser Samādhi der Bodhisattvas ist die Schatzkammer der Buddhas, der Grund der Buddhas, die Quelle im tiefen Meer der kostbaren Juwelen und das, was unermessliches Verdienst sichert und mehrt. Als das Sūtra der Weisen soll er erkannt werden.
„So ist das, was der Samādhi hervorbringt. Aus ihm gehen die Buddhas hervor, das Hören des Dharma und das rechte Gegründetsein in den vier Grundlagen der Achtsamkeit. Was sind die vier Grundlagen der Achtsamkeit?
„Erstens betrachtet man den eigenen Körper und betrachtet den Körper eines anderen. Doch im Betrachten des eigenen Körpers und des Körpers eines anderen gibt es im Grunde keinen Körper.
„Zweitens betrachtet man die eigenen Empfindungen und betrachtet die Empfindungen eines anderen. Doch im Betrachten der eigenen Empfindungen und der Empfindungen eines anderen gibt es im Grunde keine Empfindungen.
„Drittens betrachtet man den eigenen Geist und betrachtet den Geist eines anderen. Doch im Betrachten des eigenen Geistes und des Geistes eines anderen gibt es im Grunde keinen Geist.
„Viertens betrachtet man die eigenen Dharmas und betrachtet die Dharmas eines anderen. Doch im Betrachten der eigenen Dharmas und der Dharmas eines anderen gibt es im Grunde keine Dharmas.“
佛告颰陀和:「是三昧誰當信
者?獨怛薩阿竭、阿羅呵、三耶三佛、阿惟越致、
阿羅漢乃信之耳。有愚癡迷惑心者,離是
現在佛前立三昧遠。何以故?是法當念
佛、當見佛。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wer wird diesem Samādhi Vertrauen schenken? Nur die Tathāgatas, die Arhats und vollkommen Erwachten sind, die Bodhisattvas des Nicht-Zurückfallens und die Arhats werden ihm vertrauen. Wessen Geist verblendet und verwirrt ist, der steht fern von diesem Samādhi, in dem die Buddhas der Gegenwart einem gegenübertreten. Warum ist das so? In diesem Dharma soll man des Buddha achtsam gedenken und den Buddha schauen.“
佛告颰陀和:「是菩薩當念佛、
當見佛、當聞經,不當有著。何以故?佛本
無是、法無所因。何以故?本空無所有,各
各行法念。是法中無所取、是法無所著,
如空等甚清淨,是法人所想了無所有。
無所有是法,假所因者空寂耳,如泥洹。
是法無所有,本無是法,無所從來、亦無
所從去。人本無是法,不著者近、有著者遠。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Dieser Bodhisattva soll des Buddha gedenken, soll den Buddha schauen und soll die Lehre hören, doch soll er sich an nichts anhaften. Warum ist das so? Der Buddha ist von Grund auf ohne eigenes Wesen, und die Dharmas haben keine Ursache, auf der sie ruhten. Warum ist das so? Von Grund auf sind sie leer und ohne alles, und ein jeder übt für sich das Gedenken der Dharmas.
In diesem Dharma gibt es nichts zu ergreifen und nichts, woran man sich anhaften könnte. Er ist wie der leere Raum und über die Maßen rein. Dieser Dharma wird von den Menschen vorgestellt und ist, recht erkannt, ohne alles.
Dieser Dharma ist ohne alles. Was man als auf Ursachen gegründet nimmt, ist nichts als leer und still, gleich dem Nirvāṇa. Dieser Dharma ist ohne alles; von Grund auf gibt es keinen solchen Dharma. Er kommt von nirgendwoher und geht nirgendwohin. Auch die Person ist von Grund auf ohne eigenes Wesen. Wer sich nicht an diesen Dharma anhaftet, ist nahe; wer sich anhaftet, ist fern.“
佛告颰陀和:「若有守是三昧者,因想入
無想中見佛、念佛。守覺聞經念法,守覺不
得念我、不得著法。何以故?有守覺,颰陀
和!有守覺不見佛,有所著如毛髮不得
法。施他人有所悕望為不施、持戒有
所悕望為不淨、貪於法不得泥洹、於經
中有諛諂不得為高明。樂於眾會中、喜
於餘道,終不能得一行。於欲中念難,
有瞋恚不能忍辱、有所憎惡不得說
他人。善求阿羅漢道者不得於是見現在
佛悉在前立三昧中,不逮無所從來生法,
樂於中立,有所著不得空。菩薩終不得
慳貪,有懈怠不得道、有婬妷不入觀、
有所念不入三昧。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wer dieses Samādhi bewahrt, tritt durch die Wahrnehmung in das Wahrnehmungslose ein. Dort schaut er den Buddha, gedenkt des Buddha und hält die Wachsamkeit; er hört die Sūtras, gedenkt der Dharmas und hält die Wachsamkeit. Er darf kein Selbst denken und nicht an den Dharmas haften.
„Und warum? Manche halten die Wachsamkeit, Bhadrapāla. Manche halten die Wachsamkeit und schauen den Buddha dennoch nicht. Wer eine Anhaftung hegt, und sei sie nur so fein wie ein Haar, der kann den Dharma nicht erlangen.
„Wer anderen gibt und dabei auf etwas hofft, dessen Geben ist kein Geben. Wer die Gelübde wahrt und dabei auf etwas hofft, dessen Wahren ist unrein. Wer den Dharma begehrt, kann das Nirvāṇa nicht erlangen. Schmeichelei und Unterwürfigkeit im Umgang mit den Sūtras versperren den Weg zur hohen Klarheit der Einsicht. Wer sich an Versammlungen erfreut und an fremden Pfaden Gefallen findet, wird niemals die einige Übung erlangen. Mitten im Begehren fällt das Gedenken schwer. Wer Zorn hegt, vermag die geduldige Nachsicht nicht zu üben. Wer Hass in sich trägt, vermag andere nicht zu belehren.
„Wer mit Eifer den Pfad eines Arhat sucht, kann in diesem Samādhi nicht die Buddhas der Gegenwart schauen, wie sie alle vor ihm stehen. Ein solcher erlangt nicht die Freude am Dharma des Nicht-Entstehens und wird darin nicht gefestigt. Wer eine Anhaftung hegt, kann die Leerheit nicht erlangen.
„Ein Bodhisattva darf niemals geizig oder gierig sein. Wer träge ist, kann den Weg nicht erlangen. Wer der Wollust verfallen ist, kann nicht in die Einsicht eintreten. Wer irgendeinen Gegenstand des Denkens hat, kann nicht in das Samādhi eintreten.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha den folgenden Vers:
「是等功德不可計,奉戒具足無瑕穢,
其心清淨離垢塵,行此三昧得如是。
設有持是三昧者,智慧普大無缺減,
博達眾義常不忘,功德之行如月明。
設有持是三昧者,解了覺意不可識,
曉知無量之道法,無數諸天護其德。
設有持是三昧者,常自面見無數佛,
聞無量佛講說法,輒能受持念普行。
設有持是三昧者,惡罪懃苦皆滅除,
諸佛於世行愍哀,悉共嗟嘆是菩薩。
假使菩薩欲覩見,當來無數佛、世尊,
一心踴躍住正法,當學諷誦是三昧。
其有持是三昧者,其功德福不可議,
逮得人身最第一,出家超異行分衛。
若有末後得是經,逮功德利最第一,
得其福祐不可限,住是三昧得如是。」
„Diese Verdienste sind nicht zu bemessen.
Sie wahren die Gebote vollständig, ohne Makel und ohne Befleckung.
Ihr Geist ist rein, gelöst von Verblendung und Staub.
Solches sind die Früchte der Übung dieses Samādhi.
„Wer dieses Samādhi wahrt,
dessen Weisheit ist allumfassend und ohne Minderung.
Weit begreift er die vielen Bedeutungen und vergisst sie niemals.
Sein verdienstvolles Handeln leuchtet hell wie der Mond.
„Wer dieses Samādhi wahrt,
dessen Verstehen und Streben zum Erwachen sind nicht zu ergründen.
Hell erkennt er die unermesslichen Dharmas des Weges.
Unzählige Devas behüten seine Tugend.
„Wer dieses Samādhi wahrt,
der erblickt beständig unzählige Buddhas von Angesicht zu Angesicht.
Er hört unzählige Buddhas den Dharma darlegen,
nimmt ihn sogleich an und bewahrt ihn, gedenkt seiner und übt ihn allumfassend.
„Wer dieses Samādhi wahrt,
dessen üble Taten, Übertretungen und Mühsale sind allesamt getilgt.
Die Buddhas erweisen ihm in der Welt ihr Mitgefühl
und preisen alle miteinander diesen Bodhisattva.
„Wollen Bodhisattvas erblicken
die unzähligen künftigen Buddhas, die Welterhabenen,
so sollen sie mit einsgerichtetem Geist, jubelnd, im wahren Dharma verweilen
und dieses Samādhi lernen und rezitieren.
„Wer dieses Samādhi wahrt,
dessen Verdienst und Segen sind nicht zu erdenken.
Er erlangt die vortrefflichste menschliche Geburt
und ist der Erste im Hausloswerden und im Almosengang.
„Wer in der letzten Zeit dieses Sūtra erlangt,
der erlangt Verdienst und Nutzen, die höchsten von allen.
Sein Segen und sein Schutz sind ohne Grenze.
Solches sind die Früchte des Verweilens in diesem Samādhi.“
請佛品第十
Zehntes Kapitel: Die Einladung des Buddha
跋陀和菩薩政衣服,長跪叉手白佛言:「我
欲請佛及比丘僧明日於舍食,願佛哀受
請。」佛及比丘僧默然悉受請。
Der Bodhisattva Bhadrapāla ordnete seine Robe, kniete in aufrechter Haltung mit gefalteten Händen nieder und sprach zum Buddha: „Ich möchte den Buddha und den Bhikṣu-Saṅgha einladen, morgen in meinem Hause die Mahlzeit einzunehmen. Möge der Buddha aus Mitgefühl die Einladung annehmen.“ Der Buddha und der Bhikṣu-Saṅgha nahmen die Einladung schweigend und allesamt an.
跋陀和菩薩
知佛已受請,起至摩訶波喻提比丘尼所,
白比丘尼言:「願受我請,明日與比丘尼俱
於舍小飯。」摩訶波喻提比丘尼即受請。
Als der Bodhisattva Bhadrapāla wusste, dass der Buddha seine Einladung angenommen hatte, erhob er sich und begab sich zur Bhikṣuṇī Mahāprajāpatī. Er sprach zu ihr: „Möge sie meiner Einladung Folge leisten und morgen zusammen mit den Bhikṣuṇīs ein bescheidenes Mahl in meinem Hause einnehmen.“ Und die Bhikṣuṇī Mahāprajāpatī leistete der Einladung sogleich Folge.
跋
陀和菩薩語羅隣那竭菩薩:「舍第!諸郡國其
有新來人,悉請會佛所。」
Der Bodhisattva Bhadrapāla sprach zu dem Bodhisattva Ratnākara: „Jüngerer Bruder, lade alle Neuangekommenen aus den verschiedenen Provinzen und Königreichen ein, sich dort zu versammeln, wo der Buddha weilt.“
羅隣那竭菩薩前
至佛所,為佛作禮,長跪叉手白佛言:「我兄
請佛、所有新來人悉欲請於舍食,願哀受
之。」
Der Bodhisattva Ratnākara trat vor den Buddha, verneigte sich vor ihm, kniete in aufrechter Haltung mit gefalteten Händen und redete ihn an: „Mein älterer Bruder lädt den Buddha ein und möchte auch alle Neuangekommenen einladen, eine Mahlzeit in seinem Hause einzunehmen. Möge der Buddha aus Mitgefühl die Einladung annehmen.“
跋陀和菩薩、羅隣那竭菩薩、憍曰兜菩薩、
那羅達菩薩、須深菩薩、摩訶須薩和菩薩、因
坻達菩薩、和倫調菩薩悉與宗親俱前,以
頭面著佛足,及為比丘僧作禮。作禮已
竟從佛所去,歸到羅閱祇國,至跋陀和菩
薩家,共相佐助作諸飯具。
Der Bodhisattva Bhadrapāla, der Bodhisattva Ratnākara, der Bodhisattva Guhyagupta, der Bodhisattva Naradatta, der Bodhisattva Susīma, der Bodhisattva Mahāsusārthavāha, der Bodhisattva Indradatta und der Bodhisattva Varuṇadeva traten allesamt hervor, ein jeder mit seinen Verwandten. Sie verneigten sich, bis ihre Stirn die Füße des Buddha berührte, und erwiesen dem Bhikṣu-Saṅgha ihre Verehrung. Als sie die Verehrung vollendet hatten, verließen sie den Ort, an dem der Buddha weilte, und kehrten zurück in die Stadt Rājagṛha. Sie begaben sich zum Haus des Bodhisattva Bhadrapāla, wo sie einander halfen, alle Speisen zu bereiten.
四天王、釋提桓
因、梵三鉢皆共疾來,佐助跋陀和菩薩作
眾飯具。
Die Vier Himmelskönige, Śakra und Brahmā Sahāṃpati kamen alle in Eile herbei, um dem Bodhisattva Bhadrapāla bei der Zubereitung der Speisen zu helfen.
爾時,跋陀和菩薩宗親共莊嚴羅閱
祇國,持若干種雜繒帳覆一國中,其街巷
市里皆懸繒幡,舉一國中悉散華、燒香,作
百種味飯具,用佛故,比丘僧、比丘尼、優婆塞、
優婆夷及諸貧窮乞匃者,其飯具適等。何以
故?不有偏施,於人民及蜎飛蠕動之類悉
平等。
Zu jener Zeit schmückten der Bodhisattva Bhadrapāla und seine Verwandten gemeinsam die Stadt Rājagṛha. Sie bedeckten die ganze Stadt mit seidenen Baldachinen von vielerlei Art, hängten seidene Banner durch ihre Straßen, Gassen und Marktplätze und streuten überall in der Stadt Blumen und verbrannten Räucherwerk. Um des Buddha willen bereiteten sie Speisen von hundert Wohlgeschmäckern. Die Speise, die dem Bhikṣu-Saṅgha, den Bhikṣuṇīs, den Upāsakas, den Upāsikās und allen Armen und Bettlern gereicht wurde, war gleichermaßen gut. Und warum? Weil in ihrem Geben keine Parteilichkeit war. Die Menschen und die Wesen, die fliegen und die kriechen, behandelten sie gänzlich gleich.
跋陀和與八菩薩與諸宗親,以飯時
俱往詣佛前,以頭面著佛足,却白佛言:
「飯食具以辦,願佛可行。」
Zur Essenszeit begab sich Bhadrapāla zusammen mit den acht Bodhisattvas und ihren Verwandten vor den Buddha. Sie neigten sich nieder, bis ihre Stirn die Füße des Buddha berührte, traten dann zur Seite zurück und sprachen zu ihm: „Die Speise ist bereitet. Möge der Buddha geruhen zu kommen.“
時佛與比丘僧皆
著衣持鉢,俱詣來會者皆隨行。佛入羅閱
祇國中到跋陀和菩薩家。跋陀和菩薩作是
念:「今佛威神故,令我舍極廣大,悉作琉
璃,表裏悉相見——城外悉見我舍中,我舍
中悉見城外。」佛即知跋陀和心所念,佛便
放威神令跋陀和舍極廣大,舉一國中人
民悉見於舍中。
Zu jener Zeit legten der Buddha und der Bhikṣu-Saṅgha ihre Gewänder an und nahmen ihre Almosenschalen zur Hand. Sie brachen gemeinsam auf, und alle, die sich versammelt hatten, folgten ihnen nach. Der Buddha betrat die Stadt Rājagṛha und kam zum Hause des Bodhisattva Bhadrapāla.
Der Bodhisattva Bhadrapāla dachte bei sich: „Möge nun durch die ehrfurchtgebietende Macht des Buddha mein Haus überaus weit und geräumig werden, ganz aus Beryll gebildet, so dass Inneres und Äußeres einander sichtbar sind. Mögen alle, die außerhalb der Stadt sind, in mein Haus hineinsehen, und mögen alle, die in meinem Hause sind, alles außerhalb der Stadt erblicken.“
Sogleich erkannte der Buddha, was Bhadrapāla in seinem Geiste dachte, und er entfaltete seine ehrfurchtgebietende Macht, so dass Bhadrapālas Haus überaus weit und geräumig wurde. Alle Menschen in der ganzen Stadt konnten in sein Inneres sehen.
佛前入跋陀和菩薩家坐,
比丘僧、比丘尼、優婆塞、優婆夷各各異部悉
坐於舍中。跋陀和菩薩見佛、比丘僧坐已,自
供養佛、比丘僧,若干百種飯手自斟酌。佛及
比丘、比丘尼、優婆塞、優婆夷皆已乃飯,諸貧
窮者悉等與、悉各平足,皆持佛威神恩使
之足。跋陀和菩薩見佛諸弟子悉飯已,前行
澡水,畢竟持一小机,於佛前坐聽經。為
跋陀和菩薩及四輩弟子說經,莫不歡喜
者、莫不樂聞者、莫不欲聞者。佛以經
請比丘僧及諸弟子,佛起與比丘僧俱去。
Der Buddha trat als Erster ein und setzte sich im Haus des Bodhisattva Bhadrapāla nieder. Der Bhikṣu-Saṅgha, die Bhikṣuṇīs, die Upāsakas und die Upāsikās nahmen alle im Haus Platz, jede Gruppe für sich.
Als der Bodhisattva Bhadrapāla sah, dass der Buddha und der Bhikṣu-Saṅgha saßen, brachte er ihnen selbst seine Gaben dar und reichte mit eigenen Händen Speisen von hundertfacher Art. Als der Buddha, die Bhikṣus, die Bhikṣuṇīs, die Upāsakas und die Upāsikās alle gegessen hatten, gab er auch allen Armen gleichermaßen zu essen, und ein jeder wurde vollauf gesättigt. Durch die gnadenvolle, ehrfurchtgebietende Macht des Buddha hatte jeder von ihnen genug.
Als der Bodhisattva Bhadrapāla sah, dass alle Schüler des Buddha gegessen hatten, trat er vor und reichte Wasser zum Waschen. Danach nahm er einen niedrigen kleinen Sitz, setzte sich vor den Buddha und lauschte der Dharma-Rede. Der Buddha legte die Lehre dem Bodhisattva Bhadrapāla und den Schülern der vier Stände dar. Da war niemand, der sich nicht freute, niemand, der sie nicht gern hörte, und niemand, der sie nicht zu hören begehrte.
Nachdem der Buddha so den Bhikṣu-Saṅgha und alle Schüler mit einer Dharma-Rede verabschiedet hatte, erhob er sich und ging fort, zusammen mit dem Bhikṣu-Saṅgha.
跋陀和菩薩飯已,與宗親俱出羅閱祇國
到佛所,前為佛作禮,皆却坐一面。及羅隣
那竭菩薩、橋曰兜菩薩、那羅達菩薩、須深
菩薩、摩訶須薩和菩薩、因坻達菩薩、和倫
調菩薩、跋陀和菩薩見人眾皆安坐已,前
問佛:「菩薩用幾事得見現在佛悉在前立
三昧?」
Als der Bodhisattva Bhadrapāla seine Mahlzeit beendet hatte, brach er zusammen mit seinen Verwandten aus der Stadt Rājagṛha auf und ging dorthin, wo der Buddha weilte. Sie traten vor, verneigten sich vor dem Buddha, zogen sich sodann zurück und setzten sich zur Seite, zusammen mit dem Bodhisattva Ratnākara, dem Bodhisattva Guhyagupta, dem Bodhisattva Naradatta, dem Bodhisattva Susīma, dem Bodhisattva Mahāsusārthavāha, dem Bodhisattva Indradatta und dem Bodhisattva Varuṇadeva.
Als der Bodhisattva Bhadrapāla sah, dass die Versammlung in Ruhe niedergelassen war, trat er vor und fragte den Buddha: „Durch wie viele Dinge erlangt ein Bodhisattva den Samādhi, in dem die Buddhas der Gegenwart alle vor ihm stehen?“
佛告跋陀和菩薩:「菩薩有五事疾得
見現在佛悉在前立三昧,學、持、諦行心不
轉。何等為五?一者、樂於深經無有盡時,不
可得極,悉脫於眾災變去、以脫諸垢中、
以去冥入明,諸曚曨悉消盡。」
Der Buddha sprach zum Bodhisattva Bhadrapāla: „Ein Bodhisattva, der fünf Dinge besitzt, erlangt rasch den Samādhi, in dem die Buddhas der Gegenwart alle vor ihm stehen. Er lernt ihn, er hält ihn fest, und er übt ihn mit rechtem Handeln, sein Geist wendet sich niemals ab. Welches sind die fünf?
„Zum ersten: Er hat seine Freude an den tiefgründigen Sūtras, die niemals erschöpft sind und deren Grenze niemand erreichen kann. Dadurch wird er gänzlich befreit von der Fülle der Unglücke und Umwälzungen, gelöst aus allen Befleckungen und aus dem Dunkel ins Licht geführt, so dass jede Verdunkelung vollständig zerstreut wird.“
佛告跋陀
和:「是菩薩逮得無所從來生法樂、逮得是三
昧。復次,跋陀和!不復樂所向生是為二;不
復樂喜於餘道是為三;不復樂於愛欲中
是為四;自守行無有極是為五。
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Dieser Bodhisattva erlangt die Dharma-Freude am Nicht-Entstehen, und er erlangt diesen Samādhi.
Ferner, Bhadrapāla: Er hat keine Freude mehr an irgendeinem Ziel künftiger Wiedergeburt. Dies ist das Zweite. Er hat keine Freude mehr an den anderen Pfaden. Dies ist das Dritte. Er hat keine Freude mehr an Liebe und Begierde. Dies ist das Vierte. Er hütet sich selbst und übt ohne Ende. Dies ist das Fünfte.
「菩薩復
有五事疾得是三昧。何等為五?一者、布施
心不得悔、無所貪、無所惜,從是不得有
所悕望,施人已後不復恨。復次,跋陀和!
菩薩持經布施,為他人說經,所語者安諦
無有疑、無所愛惜,說佛深語身自行立是
中。復次,跋陀和!菩薩不嫉妬,所作無有疑,
却睡臥、却五所欲、不自說身善、亦不說
他人惡。若有罵者、若有刑者,亦不得恚、
亦不得恨、亦不得懈。何以故?入空行
故。復次,跋陀和!菩薩是三昧自學復教他
人,書是經著好疋素上使久在。復次,跋陀
和!菩薩所信多樂,敬長老及知識。於新學
人若得所施,當念報恩、常有識信。受
人小施念報大,何況於多者?菩薩常樂重
於經,棄捐無反復之意,常念有反復,
如是者得三昧疾。」
„Es gibt weitere fünf Dinge, durch die ein Bodhisattva rasch dieses Samādhi erlangt. Welche fünf sind es?
„Erstens: Wenn er gibt, ist sein Geist frei von Reue. Er begehrt nichts und hält nichts zurück, erwartet keinen Lohn und bereut es, nachdem er einem anderen gegeben hat, nicht im Nachhinein.
„Ferner, Bhadrapāla: Der Bodhisattva gibt die Gabe des Sūtra. Er legt das Sūtra anderen aus und spricht dabei ruhig, ohne Zweifel und ohne etwas zurückzuhalten. Er lehrt die tiefen Worte des Buddha und übt sie selbst, indem er sich in ihnen festigt.
„Ferner, Bhadrapāla: Der Bodhisattva ist frei von Neid und hegt keinen Zweifel an dem, was er tut. Er wirft den Schlaf und das Niederlegen ab, wirft die fünf sinnlichen Begierden ab, rühmt seine eigene Tugend nicht und spricht nicht von den Fehlern anderer. Wenn ihn jemand schmäht oder schlägt, wird er nicht zornig, hegt keine Feindseligkeit und erlahmt nicht. Warum ist das so? Weil er in die Übung gemäß der Leerheit eingetreten ist.
„Ferner, Bhadrapāla: Der Bodhisattva übt dieses Samādhi selbst und lehrt es seinerseits andere. Er schreibt dieses Sūtra auf einen Ballen feiner, weißer Seide, damit es lange bestehen bleibe.
„Ferner, Bhadrapāla: Der Glaube des Bodhisattva ist reich, und er freut sich daran, die Älteren und die guten Freunde zu ehren. Empfängt er von einem neuen Schüler eine Gabe, so soll er der erwiesenen Güte gedenken, sie zu erwidern. Beständig bewahrt er ein unterscheidendes Vertrauen. Empfängt er von einem anderen auch nur eine kleine Gabe, so sinnt er darauf, sie mit einer größeren zu vergelten; wie viel mehr, wenn die Gabe groß ist? Der Bodhisattva freut sich beständig daran, das Sūtra hochzuhalten. Er wirft jeden undankbaren Gedanken von sich und bleibt darauf bedacht, erwiesene Güte zu erwidern. Wer so handelt, erlangt das Samādhi rasch.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha diesen Vers:
「常愛樂法在深解,於諸習欲不貪生,
遊步五道無所著,如是行者得三昧。
好喜布施不想報,所惠無著不追念,
所與不見有受者,唯欲得解佛深慧。
愍傷眾生行布施,其心喜踊不悔恨,
常立布施及戒忍,精進一心智慧事。
具足六度攝一切,慈悲喜護四等心,
善權方便濟眾生,如是行者得三昧。
若有興施除慳貪,其心歡踊而授與,
既施之後恒欣喜,如是行者得三昧。
曉知經法分別句,聞深要義佛所教,
講說微妙道德化,如是行者得三昧。
其人學誦是三昧,具足解慧為人說,
令此經法得永存,如是行者得三昧。
常不祕奧佛經法,不望供養乃為講,
唯求安隱佛道地,如是行者得三昧。
除去所著棄諸蓋,捐去貢高及慢大,
不自稱譽說彼短,終不復起吾我想。
其有寂定意不起,便能解是道定慧,
棄捐諛諂心清淨,用是速逮不起忍。
常行至誠無綺飾,其願具足無缺減,
殖眾正德無邪行,愛樂法者得道疾。
所誦習經常不忘,常護禁戒清淨行,
如是行者得佛疾,何況奉是寂三昧?」
„Beständig lieben sie den Dharma und finden Freude an ihm, verweilend in tiefem Verstehen.
Inmitten aller gewohnten Begierden verlangen sie nicht nach Wiedergeburt.
Durch die fünf Daseinsbereiche wandern sie ohne Anhaften.
Wer so übt, erlangt den Samādhi.
„Freude finden sie am Geben, ohne an Vergeltung zu denken.
Unangehaftet an das, was sie schenken, verweilen sie nicht dabei.
In dem, was sie geben, erblicken sie keinen Empfänger.
Sie suchen allein, die tiefe Weisheit des Buddha zu verstehen.
„Von Mitgefühl für die Lebewesen bewegt, üben sie das Geben.
Ihre Herzen springen auf vor Freude, ohne Reue.
Sie bleiben gegründet in Freigebigkeit, in sittlicher Zucht und in Geduld,
in tatkräftigem Bemühen, in Sammlung und in Weisheit.
„Sie vollenden die sechs Pāramitās und ziehen alle Wesen an sich.
Sie pflegen liebende Güte, Mitgefühl, Freude und Gleichmut, die vier Unermesslichen.
Durch Geschicklichkeit in den Mitteln erretten sie die Lebewesen.
Wer so übt, erlangt den Samādhi.
„Wer das Geben auf sich nimmt, wirft Geiz und Gier von sich.
Ihre Herzen springen auf vor Freude, während sie geben.
Und wenn sie gegeben haben, bleiben sie immerfort voll Freude.
Wer so übt, erlangt den Samādhi.
„Klar verstehen sie die kanonischen Lehren und unterscheiden ihre Verse.
Sie hören den tiefen und wesentlichen Sinn, den der Buddha gelehrt hat.
Sie legen den wunderbaren, subtilen Weg dar und wandeln durch edle Tugend.
Wer so übt, erlangt den Samādhi.
„Diesen Samādhi lernen und rezitieren sie.
Vollständig ausgestattet mit Verstehen und Weisheit, legen sie ihn für andere dar.
Sie sorgen dafür, dass die Lehre dieses Sūtra für immer bestehe.
Wer so übt, erlangt den Samādhi.
„Niemals verbergen sie die Lehre der Sūtras des Buddha oder halten sie geheim.
Sie legen sie dar, ohne Opfergaben zu erwarten.
Sie suchen allein den friedvollen Grund des Weges des Buddha.
Wer so übt, erlangt den Samādhi.
„Alle Anhaftungen legen sie ab und werfen die Hindernisse von sich.
Sie lassen ab von Hochmut und von großem Stolz.
Sie preisen sich nicht selbst und reden nicht von den Fehlern anderer.
Niemals wieder lassen sie Gedanken an ein „Ich' oder „Selbst' aufsteigen.
„Ruhen sie in stiller Sammlung, so regt sich ihr Geist nicht.
Dann vermögen sie die Sammlung und die Weisheit dieses Weges zu verstehen.
Sie werfen kriecherische Schmeichelei von sich und läutern ihren Geist.
Dadurch erlangen sie geschwind die Duldsamkeit gegenüber dem Nichtentstehen der Dharmas.
„Beständig handeln sie in vollkommener Aufrichtigkeit, frei von Künstelei.
Ihre Gelübde sind erfüllt, weder mangelhaft noch gemindert.
Sie pflanzen viele rechte Tugenden und sind frei von verkehrtem Wandel.
Wer den Dharma liebt und Freude an ihm findet, erlangt geschwind den Weg.
„Niemals vergessen sie die Sūtras, die sie rezitieren und üben.
Beständig hüten sie die Gelübde und bewahren reinen Wandel.
Wer so übt, wird geschwind ein Buddha,
geschweige denn, wer diesen stillen Samādhi hochhält?'
佛告跋陀和菩薩:「往昔無數劫提和竭羅佛
時,我於提和竭羅佛所聞是三昧,即受持
是三昧,見十方無央數佛,悉從聞經、悉受
持。爾時,諸佛悉語我言:『却後無央數劫,汝
當作佛名釋迦文。』」
Der Buddha sprach zum Bodhisattva Bhadrapāla: „Vor unzähligen Kalpas, zur Zeit des Buddha Dīpaṃkara, vernahm ich in der Gegenwart des Buddha Dīpaṃkara dieses Samādhi und nahm es sogleich an und bewahrte es. Ich sah die unzähligen Buddhas in den zehn Himmelsrichtungen. Von ihnen allen hörte ich die Sūtras, und von ihnen allen nahm ich sie an und bewahrte sie. Zu jener Zeit sprachen alle jene Buddhas zu mir: ‚Wenn unzählige Kalpas vergangen sind, wirst du ein Buddha werden mit Namen Śākyamuni.'“
佛告跋陀和菩薩:「我故
語汝,今自致作佛,是三昧若曹當學,為
知內法第一眾所不能及,出眾想去,其
有於是三昧中立者念得佛道。」
Der Buddha sprach zum Bodhisattva Bhadrapāla: „Aus diesem Grunde sage ich es dir: Nun bin ich aus eigener Kraft zum Buddha geworden. Darum sollt ihr, du und deine Gefährten, euch in diesem Samādhi üben und erkennen, dass er der erste unter den inneren Lehren ist, den vielen unerreichbar, alle Vorstellungen hinter sich lassend. Wer in diesem Samādhi fest steht, gelangt durch achtsames Gedenken auf den Weg des Buddha.“
佛爾時頌
偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha diese Verse:
「憶念我昔定光佛,於時逮得是三昧,
即見十方無數佛,聞說尊法深妙義。
譬有德人行採寶,所望如願輒得之,
菩薩大士亦如是,經中求寶即得佛。」
„Ich denke daran zurück, wie ich vor langer Zeit, zur Zeit des Buddha Dīpaṃkara,
damals dieses Samādhi erlangte.
Sogleich sah ich die unzähligen Buddhas in den zehn Himmelsrichtungen
und hörte, wie sie den tiefgründigen und subtilen Sinn des erhabenen Dharma verkündeten.
Es ist wie ein Mann von Verdienst, der auszieht, um Juwelen zu sammeln,
und alsbald erlangt, was er sich erhoffte, ganz nach seinem Wunsch.
So ist es auch mit dem Bodhisattva-Mahāsattva:
Sucht er den Schatz im Sūtra, so wird er sogleich ein Buddha.“
跋陀和菩薩白佛:「當云何守是三昧?天中
天!」
Der Bodhisattva Bhadrapāla wandte sich an den Buddha: „Wie soll dieser Samādhi bewahrt werden, du Gott unter den Göttern?“
佛告跋陀和菩薩:「色不當著、不當有
所向生、當行空,是三昧當守。何等為三
昧?當隨是法行。
Der Buddha sprach zum Bodhisattva Bhadrapāla: „An der Form soll man nicht anhaften, zu keiner Geburt soll man sich hinwenden, und die Leerheit soll man üben. So wird dieses Samādhi bewahrt. Was aber ist dieses Samādhi? Nach diesem Dharma soll man sich richten und üben.“
「復次,跋陀和!菩薩自觀身
無身,亦無所觀、亦無所見、亦無所著。
本亦無所盲、亦無所聾,如經中法,視住
亦無所見、亦無所著,無所著為守道者。
於法中無所疑,不疑者為見佛;見佛者
為疑斷。諸法無所從來生。何以故?菩薩有
法疑想便為著。何等為著?有人、有壽命、
有德、有陰、有人、有對、有想、有根、有欲,是為
著。何以故?菩薩見諸法無所著,是法亦
不念、亦不見。何等為不見?譬如愚人學
餘道自用,有人謂有身,菩薩不作是見。
菩薩何等為見?譬如怛薩阿竭、阿羅訶、三耶
三佛、阿惟越致、辟支佛、阿羅漢所見,不喜、
不憂;菩薩如是見,亦不喜,亦不憂;守是三
昧者亦不喜、亦不憂。
„Ferner, Bhadrapāla: Der Bodhisattva betrachtet den eigenen Leib als Nicht-Leib. Da ist nichts, was betrachtet wird, nichts, was gesehen wird, nichts, woran er anhaftet. Von Anbeginn ist da nichts, das blind wäre, und nichts, das taub wäre. Gemäß dem Dharma, wie ihn das Sūtra lehrt, sieht er auch im Sehen und Verweilen doch nichts und haftet an nichts. Wer an nichts anhaftet, der ist einer, der den Pfad bewahrt.
„In Bezug auf die Dharmas ist da nichts zu bezweifeln. Wer nicht zweifelt, der schaut den Buddha, und wer den Buddha schaut, der hat den Zweifel abgeschnitten. Die Dharmas entstehen aus keinem Ort. Weshalb ist das so? Läßt ein Bodhisattva einen zweifelnden Gedanken an irgendeinem Dharma aufsteigen, so haftet er eben dadurch an.
„Was ist Anhaftung? Daß es eine Person gebe, daß es eine Lebensdauer gebe, daß es Verdienst gebe, daß es die Aggregate gebe, daß es ein Selbst gebe, daß es ein Gegenüber gebe, daß es Wahrnehmung gebe, daß es Sinnesorgane gebe, daß es Begehren gebe: dies ist Anhaftung.
„Weshalb ist das so? Der Bodhisattva sieht, daß kein Dharma etwas bietet, woran man anhaften könnte. Er denkt an jene Dharmas nicht und sieht sie nicht. Was heißt Nichtsehen? Der Bodhisattva sieht nicht so, wie ein törichter Mensch sieht, der die anderen Pfade studiert, sich auf sich selbst verläßt und behauptet, es gebe einen Leib. Der Bodhisattva bildet keine solche Ansicht.
„Wie also sieht der Bodhisattva? So wie die Tathāgatas, die Arhats und Samyaksaṃbuddhas sind, samt den nicht mehr zurückfallenden Bodhisattvas, den Pratyekabuddhas und den Arhats, ohne Freude und ohne Kummer sehen, so sieht auch der Bodhisattva ohne Freude und ohne Kummer. Und wer diesen Samādhi bewahrt, ist ebenso ohne Freude und ohne Kummer.“
「譬如虛空,無色、無
想、清淨無瑕穢。菩薩見諸法如是,眼無
所罣礙見諸法,用是故見諸佛。見諸佛
如以明月珠持著琉璃上、如日初出時、如
月十五日在眾星中央時、如遮迦越王與
諸群臣相隨時、如忉利天王釋提桓因在諸
天中央時、如梵天王在眾梵天中央最高
坐、如炬火在高山頂燒、如醫王持藥行愈
人病、如師子出獨步、如眾野鴈飛行虛空
中前有導、如冬月高山上積雪四面皆見、
如天地大界金剛山却臭穢、如下水持地、
如風持水諸穢濁悉清淨、如虛空等、如須
彌山上忉利天為莊嚴。諸佛如是,佛持戒、
佛威神、佛功德,無央數國土悉極明。是菩薩
見十方佛如是,聞經悉受得。」
„Es ist wie der Himmel: ohne Form, ohne Vorstellung, rein und ohne Makel. So sieht der Bodhisattva alle Dharmas. Sein Auge stößt auf kein Hindernis, wenn es alle Dharmas erblickt, und eben dadurch sieht er alle Buddhas.
„Er sieht die Buddhas wie eine leuchtende Mondperle, gebettet auf vaiḍūrya; wie die Sonne im ersten Aufgang; wie den Mond am fünfzehnten Tage inmitten der Menge der Sterne; wie einen Cakravartin, dem all seine Minister folgen; wie Śakra Devānām Indra, den Herrscher des Trāyastriṃśa-Himmels, inmitten der Devas; wie Brahmā, der am höchsten sitzt in der Mitte der Schar der Brahmā-Götter; wie eine Fackel, die auf dem Gipfel eines hohen Berges brennt; wie den König der Heiler, der mit seinen Heilmitteln auszieht und die Krankheiten der Menschen heilt; wie einen Löwen, der hervortritt und allein einherschreitet; wie einen Schwarm Wildgänse, der durch den Himmel zieht und einen Führer vor sich hat; wie den Schnee, der im Winter auf einem hohen Berge liegt und von allen vier Seiten zu sehen ist; wie das Cakravāḍa-parvata, das die große Grenze von Himmel und Erde bildet und das Übelriechende vertreibt; wie die Wasser darunter, welche die Erde tragen; wie den Wind, der das Wasser trägt und alles Trübe und Unreine läutert; wie den Himmel selbst; und wie den Trāyastriṃśa-Himmel, der den Gipfel des Berges Sumeru schmückt.
„So sind die Buddhas. Die Sittlichkeit der Buddhas, die ehrfurchtgebietende Macht der Buddhas und das Verdienst der Buddhas erstrahlen in höchster Helle über unzählige Länder hin. Auf diese Weise sieht der Bodhisattva die Buddhas der zehn Richtungen, hört den Dharma und empfängt ihn ganz.“
佛爾時頌偈
言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha diese Verse:
「佛無垢穢離塵勞,功德眾竟無所著,
尊大神通妙音聲,法鼓導義喻諸音。
覺天中天脫諸慧,種種香華以供養,
以無數德奉舍利,幡蓋雜香求三昧。
聞法普妙學具足,遠離顛倒喻滅度,
終不想著於空法,當志解妙無礙慧。
清淨如月日出光、譬如梵天立本宮,
常清淨心念世尊,意無所著不相空。
譬如冬月高山雪、若如國王人中尊,
摩尼清淨超眾寶,觀佛相好當如是。
如鴈王飛前有導,虛空清淨無穢亂,
紫磨金色佛如是,佛子念此供養尊。
去諸幽冥除闇愚,即悉速逮淨三昧,
捐捨一切諸想求,無垢穢行得定意。
無有塵勞釋垢穢,棄去瞋恚無愚癡,
其目清淨自然明,念佛功德無罣礙。
思佛世尊清淨戒,心無所著不相求,
不見吾我及所有,亦不起在諸色相。
捨離生死無眾見,棄捨貢高慧清淨,
遠除憍慢不自大,聞寂三昧離邪見。
其有比丘佛子孫、信比丘尼、清信士、
除去貪欲清信女,念精進學得是法。」
„Die Buddhas sind frei von Flecken und Unreinheit, weit entfernt von aller Befleckung.
Ihre mannigfaltigen Verdienste sind vollendet, und an nichts haften sie.
Die Erhabenen besitzen große übernatürliche Kräfte und wunderbaren Klang.
Mit der Dharma-Trommel tragen sie den Sinn dar und weisen an durch jeden Laut.
„Dem Erwachten, dem Gott der Götter, befreit durch Weisheit,
bringt Opfergaben dar aus Räucherwerk und Blumen mancher Art.
Mit unermesslichem Verdienst verehrt die Śarīra.
Mit Bannern, Baldachinen und gemischtem Räucherwerk sucht den Samādhi.
„Hört den allumfassend wunderbaren Dharma und macht euch ihn ganz zu eigen.
Lasst die verkehrten Ansichten weit hinter euch und versteht das Nirvāṇa.
Niemals ersinnt die leeren Dinge, niemals haftet an ihnen.
Entschließt euch, die wunderbare und ungehinderte Weisheit zu verstehen.
„Rein wie der Mond und wie der Glanz der aufgehenden Sonne,
gleich Brahmā, der in seinem eigenen Palast verweilt,
gedenkt mit einem stets gereinigten Geist des Erhabenen.
Mit einem Geist, der an nichts haftet, macht euch die Leerheit nicht zur Vorstellung.
„Wie der Schnee im Winter auf hohem Berg,
wie ein König, der Erhabene unter den Menschen,
wie ein reines Maṇi, das jedes andere Juwel übertrifft,
so soll man die Merkmale und Zeichen des Buddha betrachten.
„Wie der König der Wildgänse voranfliegt und den Zug geleitet,
wie der Luftraum, rein und frei von Flecken und Verwirrung,
so ist der Buddha, von der Farbe polierten Rosegolds.
Söhne des Buddha, gedenkt dessen und verehrt den Erhabenen.
„Werft alle Finsternis ab und vertreibt das Dunkel der Verblendung.
Dann erlangt ihr rasch den reinen Samādhi.
Gebt jede Vorstellung und jedes Verlangen auf.
Durch Wandel, der frei von Flecken ist, gewinnt einen gesammelten Geist.
„Seid frei von Befleckung und legt Flecken und Unreinheit ab.
Gebt den Zorn auf und bleibt ohne Verblendung.
Eure Augen seien rein und von selbst hell.
Gedenkt des Verdienstes des Buddha ohne Hindernis.
„Betrachtet die reine Sittlichkeit des Buddha, des Erhabenen.
Der Geist hafte an nichts und suche keine Zeichen.
Seht weder ‚ich‘ noch ‚mein Selbst‘ noch irgendeinen Besitz.
Und lasst nichts entstehen unter den Formen und Zeichen.
„Lasst Saṃsāra hinter euch und seid frei von allen Ansichten.
Werft den Dünkel ab, und die Weisheit sei rein.
Stellt den Hochmut weit von euch und erhebt euch nicht selbst.
Wer vom Samādhi der Stille hört, lässt die falschen Ansichten hinter sich.
„Bhikṣus, die Nachkommen des Buddha sind,
gläubige Bhikṣuṇīs, Upāsakas reinen Glaubens
und Upāsikās reinen Glaubens, die die Begierde abgelegt haben,
sie werden diesen Dharma erlangen, indem sie seiner gedenken und sich tatkräftig üben.“
無想品第十一
Elftes Kapitel: Die Freiheit von den begrifflichen Vorstellungen
佛告跋陀和菩薩:「若有菩薩欲學是三昧、
疾得是,當先斷色思想、當棄自貢高。已
斷思想、已不自貢高,已却當學是三昧,不
當諍。何等為諍?誹謗於空。是故,不當共
諍,不當誹謗空却誦是三昧。」
Der Buddha sprach zum Bodhisattva Bhadrapāla: „Wünscht ein Bodhisattva, dieses Samādhi zu erlernen und rasch zu erlangen, so soll er zuerst die Wahrnehmung der Form abschneiden und den Hochmut ablegen. Hat er diese Wahrnehmung abgeschnitten und erhebt sich nicht länger selbst, dann erst soll er dieses Samādhi erlernen. Er soll sich nicht in Streit einlassen. Was ist Streit? Die Leerheit zu verleumden, das ist Streit. Darum soll er weder mit anderen streiten noch die Leerheit verleumden. Dann erst soll er dieses Samādhi rezitieren.“
佛告跋陀
和:「若有菩薩學誦是三昧者,有十事於
其中立。何等為十?一者、其有他人若饋遺
鉢、震越、衣服者不嫉妬;二者、悉當愛敬人,
孝順於長老;三者、當有反復念報恩;四者、
不妄語,遠離非法;五者、常行乞食,不受
請;六者、當精進經行;七者、晝夜不得臥出;
八者、常欲布施天上、天下無所惜、終不悔;
九者、深入慧中無所著;十者、先當敬事善
師視如佛;乃當却誦是三昧,是為十事。
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Für jeden Bodhisattva, der diesen Samādhi lernt und rezitiert, gibt es zehn Dinge, auf denen er festen Stand fassen soll. Welches sind die zehn?
„Erstens: Wenn anderen Almosenschalen, Roben oder andere Gewänder überreicht werden, sei er nicht neidisch. Zweitens: Er liebe und achte alle Menschen und erweise den Älteren kindliche Ehrerbietung. Drittens: Er sei stets darauf bedacht, empfangene Güte zu vergelten. Viertens: Er enthalte sich des Lügens und halte sich fern von dem, was dem Dharma zuwider ist. Fünftens: Er gehe stets auf den Almosengang und nehme keine Einladungen an. Sechstens: Er übe mit tatkräftigem Bemühen die Gehmeditation. Siebtens: Er lege sich weder bei Tag noch bei Nacht nieder. Achtens: Er wolle beständig geben, allen droben in den Himmeln und drunten auf Erden, ohne etwas zurückzuhalten, und bereue es niemals. Neuntens: Er dringe tief in die Weisheit ein und hafte an nichts an. Zehntens: Er ehre und diene zuerst einem guten Lehrer und betrachte ihn wie einen Buddha.
„Erst dann soll er diesen Samādhi rezitieren. Dies sind die zehn Dinge.“
「當
如法作是行者,便得八事。何等為八事?
一者、於戒清淨至究竟;二者、不與餘道從
事、出入智慧中;三者、於智慧中清淨,無所
復貪生;四者、眼清淨,不復欲生死;五者、高
明無所著;六者、清淨於精進自致得佛;
七者、若有人供養者不用故喜;八者、正在
阿耨多羅三藐三菩提不復動;是為八事。」
„Wer auf diese Weise dem Dharma gemäß übt, gelangt zu acht Dingen. Welches sind die acht?
„Zum ersten: Sein Halten der śīla ist rein bis zur Vollendung. Zum zweiten: Er lässt sich nicht mit anderen Wegen ein, sondern wandelt frei in der Weisheit. Zum dritten: In der Weisheit ist er rein und begehrt kein Werden mehr. Zum vierten: Sein Auge ist rein, und er verlangt nicht mehr nach dem Saṃsāra. Zum fünften: Er ist hoch und klar und hängt an nichts. Zum sechsten: Er ist rein im tatkräftigen Bemühen und wird aus eigener Kraft zum Buddha. Zum siebten: Wenn ihm jemand Opfergaben darbringt, freut er sich nicht deswegen. Zum achten: Er steht recht gegründet in der anuttarā samyaksaṃbodhi und wankt niemals wieder.
„Dies sind die acht Dinge.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha in Versen:
「有黠慧者不起想,棄捐貢高及自大,
常行忍辱無麁漏,爾乃為學是三昧。
智者心明不諍空,無想寂定是滅度,
不誹謗法莫諍佛,如是行者得三昧。
明者於是無憍慢,常念佛恩及法師,
堅住淨信志不動,爾時為學是三昧。
心不懷嫉遠窈冥,不起狐疑常有信,
當行精進不懈怠,如是行者得三昧。
比丘學是常分衛,不行就請及聚會,
心無所著不畜積,如是行者得三昧。
設使手得斯法教,及持奉行此經卷,
已具足意得如佛,然後學誦是三昧。
住是至德行誠信,設有學誦三昧者,
速逮疾得是八法,清淨無垢諸佛教。
其清淨戒有究竟,三昧無瑕得等見,
以為空淨於生死,住於是法得具足。
智慧清淨無有餘,無穢行者亦不著,
博聞採智捨唐捐,得行如是為黠慧。
志精進者無所失,於供養利而不貪,
疾得無上成佛道,學如是德為明智。」
„Wer scharfe Weisheit besitzt, läßt keine Vorstellungen entstehen;
den Hochmut und die Selbstüberhebung wirft er von sich.
Beständig übt er Geduld, frei von groben Ausflüssen,
und erst dann ist er fähig, diesen Samādhi zu erlernen.
„Der Weise ist klar im Geist und streitet nicht über die Leerheit;
Freiheit von Vorstellungen und stille Sammlung, dies ist das Nirvāṇa.
Er verleumdet nicht den Dharma und ficht nicht wider den Buddha;
wer auf solche Weise übt, erlangt diesen Samādhi.
„Der Einsichtige kennt hierin keinen Dünkel;
beständig gedenkt er der Güte des Buddha und seines Dharma-Meisters.
Er steht fest im reinen Glauben, sein Entschluß ist unerschütterlich,
und erst dann ist er fähig, diesen Samādhi zu erlernen.
„Sein Herz hegt keinen Neid, und die Finsternis läßt er weit hinter sich;
keinen Zweifel läßt er aufkommen, beständig bleibt er im Glauben.
Mit tatkräftigem Bemühen soll er üben und niemals erschlaffen;
wer auf solche Weise übt, erlangt diesen Samādhi.
„Die Bhikṣus, die hierin üben, gehen stets auf den Almosengang;
sie nehmen keine Einladungen an und suchen keine Zusammenkünfte.
Ihr Geist haftet an nichts, und sie häufen nichts auf;
wer auf solche Weise übt, erlangt diesen Samādhi.
„Gelangt diese Lehre des Dharma in seine Hand,
und hält und übt er diese Sūtra-Rolle,
so richte er sein Sinnen ganz darauf und achte sie wie einen Buddha;
danach erst lerne und rezitiere er diesen Samādhi.
„Wer in dieser höchsten Tugend weilt und mit aufrichtigem Glauben übt,
wer diesen Samādhi lernt und rezitiert,
der erreicht rasch und erlangt geschwind diese acht Dharmas,
die reine und makellose Lehre aller Buddhas.
„Seine reine Sittlichkeit gelangt zur Vollendung;
sein Samādhi ist ohne Makel, und er gewinnt die Schauung der Gleichheit.
So erkennt er Saṃsāra als leer und rein
und gelangt, in diesem Dharma verweilend, zur Vollständigkeit.
„Seine Weisheit ist ganz und gar rein, ohne einen Rest;
der Übende, frei von Befleckung, haftet gleichfalls an nichts.
Weithin lernt er und sammelt Weisheit, und nichts davon ist vergeblich;
wer auf solche Weise übt, besitzt scharfe Weisheit.
„Wer entschlossen ist im tatkräftigen Bemühen, verliert nichts;
nach Opfergaben und Gewinn verlangt er nicht.
Geschwind erlangt er die unübertroffene Vollendung des Buddha-Weges;
wer solche Tugenden übt, besitzt lichte Weisheit.“
十八不共十種力品第十二
Zwölftes Kapitel: Die achtzehn besonderen Eigenschaften und die zehn Kräfte
佛言:「得是上八事者便獲佛十八事。何等
為十八事?一者、用某日得佛、用某日般
泥洹,從初得佛日至般泥洹日佛無難;二
者、無短;三者、無忘;四者、無不定時;五者、終
無生法想言我所;六者、無有不能忍時;
七者、無有不樂時;八者、無有不精進時;九
者、無有不念時;十者、無有不三昧時;十
一者、無有不知時;十二者、無有不脫見慧
時;十三者、過去無央數世事,無有能止佛無
所罣礙所見慧時;十四者、當來無央數世
事,無有能止佛無所罣礙所見慧時;十五
者、今現在十方無央數世事,無有能止佛無
所罣礙所見慧時;十六者、身所行事智慧
是本常與智慧俱;十七者、口所言事智慧
是本常與智慧俱;十八者、心所念事智慧
是本常與智慧俱;是為佛十八事。」
Der Buddha sprach: „Wer diese vorangehenden acht Dinge erlangt hat, erlangt sodann die achtzehn einzigartigen Merkmale eines Buddha. Welches sind diese achtzehn Merkmale? Erstens: von dem Tag, an dem er die Buddhaschaft erlangt, bis zu dem Tag, an dem er in das Parinirvāṇa eingeht, ist der Buddha während dieser ganzen Spanne ohne Fehl. Zweitens: er ist ohne Mangel. Drittens: er ist ohne Aussetzen der Achtsamkeit. Viertens: es gibt keine Zeit, in der er ohne Gefasstheit wäre. Fünftens: bis ans Ende steigt in ihm keine Vorstellung von irgendeinem Dharma als Selbst oder als Mein auf. Sechstens: es gibt keine Zeit, in der er nicht zu dulden vermöchte. Siebtens: es gibt keine Zeit, in der er ohne Freude wäre. Achtens: es gibt keine Zeit, in der er ohne tatkräftiges Bemühen wäre. Neuntens: es gibt keine Zeit, in der er ohne Achtsamkeit wäre. Zehntens: es gibt keine Zeit, in der er aus dem Samādhi getreten wäre. Elftens: es gibt keine Zeit, in der er nicht wüsste. Zwölftens: es gibt keine Zeit, in der er ohne befreite Einsicht und Weisheit wäre. Dreizehntens: hinsichtlich der unzähligen Angelegenheiten vergangener Weltzeiten gibt es keine Zeit, in der irgendetwas das ungehinderte Wissen und Schauen des Buddha zu hemmen vermöchte. Vierzehntens: hinsichtlich der unzähligen Angelegenheiten künftiger Weltzeiten gibt es keine Zeit, in der irgendetwas das ungehinderte Wissen und Schauen des Buddha zu hemmen vermöchte. Fünfzehntens: hinsichtlich der unzähligen Angelegenheiten der Gegenwart in den zehn Himmelsrichtungen gibt es keine Zeit, in der irgendetwas das ungehinderte Wissen und Schauen des Buddha zu hemmen vermöchte. Sechzehntens: in den Taten, die sein Leib vollbringt, ist die Weisheit ihre Wurzel, und sie sind stets von Weisheit begleitet. Siebzehntens: in den Worten, die sein Mund spricht, ist die Weisheit ihre Wurzel, und sie sind stets von Weisheit begleitet. Achtzehntens: in den Dingen, die sein Geist bedenkt, ist die Weisheit ihre Wurzel, und sie sind stets von Weisheit begleitet. Dies sind die achtzehn einzigartigen Merkmale eines Buddha.“
佛告跋
陀和:「若有菩薩無所復著求法悉護,學是
三昧者有十法護。何等為十法護?佛十種
力。何等為十種力?一者、有限、無限悉知;二
者、過去、當來、今現在本末悉知;三者、棄脫定
清淨悉知;四者、諸根精進,種種各異所念悉
知;五者、種種所信悉知;六者、若干種變無
央數事悉知;七者、悉曉、悉了、悉知;八者、眼
所視無所罣礙悉知;九者、本末無極悉知;
十者、過去、當來、今現在悉平等,無所適著。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wenn ein Bodhisattva an nichts mehr anhaftet, den Dharma sucht und ihn ganz behütet und sich in diesem Samādhi übt, so gibt es zehn Dharmas, die ihn schützen. Was sind diese zehn schützenden Dharmas? Es sind die zehn Kräfte eines Buddha. Und was sind die zehn Kräfte?
„Erstens erkennt er vollständig alles Begrenzte und alles Unbegrenzte. Zweitens erkennt er vollständig das Vergangene, das Zukünftige und das gegenwärtig Bestehende, von Anfang bis Ende. Drittens erkennt er vollständig die Reinheit von Befreiung und meditativer Sammlung. Viertens erkennt er vollständig die Sinnesorgane und das tatkräftige Bemühen der Wesen samt all ihren mannigfaltigen und voneinander verschiedenen Gedanken. Fünftens erkennt er vollständig die mannigfaltigen Neigungen der Wesen.
„Sechstens erkennt er vollständig die vielfältigen Wandlungen und die unzähligen Dinge. Siebtens durchschaut er alles, durchdringt er alles und erkennt er alles. Achtens ist sein Blick ungehindert, und er erkennt vollständig, was immer er sieht. Neuntens erkennt er vollständig Anfang und Ende, ohne Grenze. Zehntens betrachtet er das Vergangene, das Zukünftige und das gegenwärtig Bestehende in völliger Gleichheit, ohne Vorliebe und ohne Anhaftung.“
佛
告跋陀和:「若有菩薩無所從生法悉護,是
菩薩得佛十種力。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wenn ein Bodhisattva den Dharma des Nichtentstehens gänzlich behütet, erlangt dieser Bodhisattva die zehn Kräfte eines Buddha.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha diesen Vers:
「十八不共正覺法,世尊之力現有十,
設使奉行是三昧,疾速逮此終不久。」
„Die achtzehn besonderen Dharmas des Vollkommen Erwachten
und die Kräfte des Welterhabenen, deren zehn sind:
wer diesen Samādhi ehrfürchtig übt,
erlangt sie geschwind, in nicht ferner Zeit.“
勸助品第十三
Dreizehntes Kapitel: Das mitfreudige Beistehen
佛告跋陀和:「是菩薩持有四事,於是三昧
中助其歡喜,過去佛時持是三昧助歡喜;
學是經者自致阿耨多羅三耶三菩阿惟
三佛,其智悉具足,我助歡喜如是。復次,跋
陀和!當來諸佛,求菩薩道者於是三昧中
助歡喜,學是三昧者自致阿耨多羅三耶
三菩阿惟三佛,其智悉具足,其皆助歡喜
如是。復次,跋陀和!今現在十方無央數佛,本
求菩薩道時於是三昧中者助歡喜,學是
三昧者自致得阿耨多羅三耶三菩阿惟三
佛,其智悉具足,其皆助歡喜福。令其與十
方人民及蜎飛蠕動之類共得阿耨多羅三
耶三菩阿惟三佛,持是三昧助歡喜功德
令其疾得是三昧,作阿耨多羅三耶三菩
阿惟三佛得不久。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Vier Dinge sind es, durch die dieser Bodhisattva die Freude an diesem Samādhi hegt.
„Zur Zeit der vergangenen Buddhas hielten jene Buddhas dieses Samādhi und freuten sich daran. Wer dieses Sūtra erlernte, gelangte aus eigener Kraft zur anuttarā-samyak-saṃbodhi und wurde zu einem vollkommen erwachten Buddha, dessen Erkenntnis ganz und gar vollendet war. So freue ich mich.
„Ferner, Bhadrapāla, die künftigen Buddhas werden, während sie den Bodhisattva-Pfad suchen, sich an diesem Samādhi freuen. Wer dieses Samādhi erlernt, wird aus eigener Kraft zur anuttarā-samyak-saṃbodhi gelangen und zu einem vollkommen erwachten Buddha werden, dessen Erkenntnis ganz und gar vollendet ist. So freuen sie sich alle.
„Ferner, Bhadrapāla, die unzähligen Buddhas, die gegenwärtig in den zehn Himmelsrichtungen weilen, sie wohnten, als sie einst den Bodhisattva-Pfad suchten, in diesem Samādhi und freuten sich daran. Wer dieses Samādhi erlernt, gelangt aus eigener Kraft zur anuttarā-samyak-saṃbodhi und wird zu einem vollkommen erwachten Buddha, dessen Erkenntnis ganz und gar vollendet ist. So freuen sie sich alle.
„Möge das ganze Verdienst ihrer Freude sie, zusammen mit den Menschen der zehn Himmelsrichtungen und mit jedem Wesen, das fliegt und das kriecht, zur anuttarā-samyak-saṃbodhi führen, dass sie zu vollkommen erwachten Buddhas werden. Möge das Verdienst, dieses Samādhi zu hüten und sich daran zu freuen, sie geschwind dieses Samādhi erlangen lassen, damit sie in nicht ferner Zeit die anuttarā-samyak-saṃbodhi als vollkommen erwachte Buddhas verwirklichen.“
佛告跋陀和:「是菩薩功
德於是三昧中四事助歡喜,我於是中說
少所譬喻。譬如人壽百歲,墮地行至百歲
無有休息時,其人行使過疾風,周匝四方
上下。云何,跋陀和!寧有能計其道里者
不?」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Vom Verdienst, das dieser Bodhisattva durch die vier Dinge des Sich-Freuens an diesem Samādhi erwirbt, will ich ein kleines Gleichnis geben.
„Nimm an, es lebte ein Mensch, dessen Lebensspanne hundert Jahre betrüge. Von der Stunde seiner Geburt an bis zu seinem hundertsten Jahr liefe er ohne Unterlass, ohne jemals zu rasten. Sein Lauf überträfe den geschwinden Wind, und er durcheilte die vier Himmelsrichtungen und das Oben und das Unten.
„Was meinst du, Bhadrapāla? Könnte irgendjemand die Weite des Weges berechnen, den er zurückgelegt hätte?“
跋陀和言:「無有能計其道里者。天中
天!獨佛弟子舍利弗羅、阿惟越致菩薩乃能
計之耳。」
Bhadrapāla antwortete: „Niemand vermöchte die Länge des Weges zu berechnen, den er zurückgelegt hat, o Erhabener unter den Göttern. Allein Śāriputra, der Schüler des Buddha, und die nicht zurückfallenden Bodhisattvas könnten sie berechnen.“
佛告跋陀和:「我故語諸菩薩,若有
善男子、善女人取是四方上下諸國土其人
所行處滿中珍寶布施與佛,不如聞是
三昧。若有菩薩聞是三昧,於是四事中助
歡喜,其福出過布施佛者百倍、千倍、萬倍、
億倍。若見不?跋陀和!是菩薩助歡喜,其福寧
多不?用是故當知之,是菩薩助歡喜其福
甚尊大。」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Darum sage ich den Bodhisattvas dies: Wenn ein guter Mann oder eine gute Frau alle Länder der vier Himmelsrichtungen, des Zenits und des Nadirs, überall, wohin dieser Mensch je gewandert ist, mit kostbaren Juwelen erfüllte und sie dem Buddha darbrächte, so käme dies dem Hören dieses Samādhi nicht gleich.
„Wenn ein Bodhisattva dieses Samādhi hört und sich in diesen vier Dingen freut, so übertrifft das Verdienst dieses Bodhisattva das Verdienst dessen, der dem Buddha eine solche Gabe darbringt, um das Hundertfache, um das Tausendfache, um das Zehntausendfache und um das Koṭifache.
„Siehst du dies, Bhadrapāla? Ist das Verdienst dieses Bodhisattva, der sich freut, nicht groß? Darum sollst du erkennen: Das Verdienst der Freude dieses Bodhisattva ist überaus erhaben und groß.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha in Versen:
「於是經教中,持有四事歡,
過去及當來、現在諸世尊,
勸助功德行,度脫諸十方,
蜎飛之蠕動,悉逮平等覺。
譬如此周匝,四方及上下,
人生行百歲,盡壽行不息。
欲有計道里,其數難度量,
獨佛弟子知,不退轉菩薩。
滿中珍寶施,不如聞是法,
四事之勸助,其福出彼上。
跋陀!且觀是,四事之歡喜,
布施億萬倍,不與勸化等。」
Der Buddha sprach zu jener Zeit die Verse:
„Innerhalb dieser Lehre der Sūtras übe die Freude am Erfreuen und Fördern in vier Dingen:
an den Welterhabenen der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart.
Wer sich an ihrem verdienstvollen Wirken erfreut und es fördert, der wirke, dass die Wesen der zehn Himmelsrichtungen erlöst werden;
dass selbst die Geschöpfe, die fliegen und die kriechen, allesamt die vollkommene Erleuchtung erlangen.
„Nimm an, ein Mensch durchwanderte die vier Himmelsrichtungen, das Oben und das Unten;
von Geburt an zöge er hundert Jahre dahin und ruhte bis zum Ende seines Lebens nicht.
Wollte einer die Weite des Weges berechnen, den er zurückgelegt hat, so wäre sein Maß schwer zu ermitteln;
allein ein Schüler des Buddha und die Bodhisattvas des Nicht-Zurückfallens vermöchten es zu wissen.
„Und füllte einer alle jene Länder mit kostbaren Schätzen und gäbe sie fort, so käme dies dem Hören dieses Dharma nicht gleich;
das Verdienst des Erfreuens und Förderns in den vier Dingen übersteigt jene Gabe.
Bhadrapāla, betrachte diese Freude am Erfreuen und Fördern in den vier Dingen:
Die Freigebigkeit, und wäre sie um viele Millionen vervielfacht, kommt solchem Erfreuen und solcher Ermutigung anderer nicht gleich.“
師子意佛品第十四
Vierzehntes Kapitel: Der Buddha Siṃhamati
佛爾時告跋陀和:「乃去久遠世時,其劫阿僧
祇不可計、不可數、不可量、不可極阿僧祇,乃
爾時有佛名私訶摩提怛薩阿竭、阿羅訶、
三耶三佛——其威神無有與等者,安隱於世
間,於經中之尊,天上天下號曰天中天——於
是國土空閑之處。是閻浮利國土豐熟,人民
熾盛樂。是時閻浮利內廣縱十八萬拘利那
術踰旬。是時閻浮利內凡有六百四十萬
國。爾時,閻浮利有大國名跋登加,其國中
有六十億人。私訶摩提佛在是國中。有遮
迦越王名惟斯芩王,往到私訶摩提佛所,
為佛作禮却坐一面。時,私訶摩提佛即
知其王心所念,便為說是三昧。其王聞是
三昧助歡喜,即持珍寶散佛上,其心即念:
『持是功德令十方人民皆安隱。』
Zu jener Zeit sprach der Buddha zu Bhadrapāla: „Vor langer Zeit, in ferner Vergangenheit, nach asaṃkhyeya Kalpas, unzählbar, ungezählt, unermesslich und ohne Grenze, lebte ein Buddha mit Namen Siṃhamati, ein Tathāgata, ein Arhat, ein Samyaksaṃbuddha.
„Keiner kam seiner ehrfurchtgebietenden Macht gleich. Er brachte der Welt Frieden, war der Höchste innerhalb der Lehre und wurde in Himmel und Erde der Gott der Götter genannt. Er weilte an einem abgeschiedenen Ort in jenem Land.
„Zu jener Zeit war Jambudvīpa reich und fruchtbar. Seine Menschen waren zahlreich, wohlhabend und glücklich. Jambudvīpa maß hundertachtzigtausend koṭi nayuta yojanas in Länge und Breite. Es umfasste im Ganzen sechs Millionen vierhunderttausend Königreiche.
„In Jambudvīpa gab es ein großes Königreich mit Namen Bhadaṅka, in dem sechstausend Millionen Menschen lebten. In diesem Königreich weilte der Buddha Siṃhamati.
„Dort war ein weltbeherrschender König mit Namen Viśeṣagāmin. Er begab sich zum Buddha Siṃhamati, verneigte sich vor dem Buddha und zog sich zurück, um sich zur Seite zu setzen. Da erkannte der Buddha Siṃhamati sogleich, was der König in seinem Geist bedachte, und legte ihm diesen Samādhi dar.
„Als der König diesen Samādhi hörte, freute er sich mit teilnehmender Freude an ihm. Er nahm kostbare Juwelen und streute sie über den Buddha und dachte in seinem Geist: ‚Möge dieses Verdienst bewirken, dass die Menschen der zehn Himmelsrichtungen alle in Frieden leben.'“
「時私訶摩
提佛般泥洹後,惟斯芩遮迦越王其壽終已
後還生王家作太子,名梵摩達。爾時,閻浮
提有比丘高明名珍寶,是時為四部弟子——
比丘、比丘尼、優婆塞、優婆夷——說是三昧。梵摩
達太子聞是三昧助歡喜,心踊躍樂喜聞
是經,持珍寶直百億散是比丘上,復持好
衣供養之,以發意求佛道。時與千人俱,
於是比丘所剃頭鬚作沙門,即於是比
丘所從索學是三昧。與千比丘共承事
師,八千歲不休懈,前後一反得聞是三昧。
是比丘輩聞是三昧四事助歡喜,入高明
之智。持是助歡喜功德,却後更見六萬八千
佛,輒於一一佛所聞是三昧,自守、學、復教
他人學。其人持是助歡喜功德其後得作
佛,名坻羅惟是逮怛薩阿竭、阿羅訶、三耶
三佛。時是千比丘從得阿耨多羅三耶三菩
阿惟三佛,皆名坻羅首羅欝沈怛薩阿竭、阿
羅訶、三耶三佛,教不可計人民皆求佛道。」
„Nachdem der Buddha Siṃhamati das Parinirvāṇa eingegangen war, erreichte der weltbeherrschende König Viśeṣagāmin das Ende seines Lebens und wurde erneut in einer Königsfamilie geboren, als Kronprinz mit Namen Brahmadatta.
„Zu jener Zeit lebte in Jambudvīpa ein Bhikṣu von erhabenem Verstehen mit Namen Ratnin. Er legte dieses Samādhi den Schülern der vierfachen Versammlung dar: den Bhikṣus, den Bhikṣuṇīs, den Upāsakas und den Upāsikās.
„Der Kronprinz Brahmadatta hörte dieses Samādhi und freute sich daran. Sein Herz sprang auf vor Freude, und es war ihm eine Wonne, dieses Sūtra zu hören. Er nahm kostbare Juwelen im Werte von hundert Koṭis und streute sie über den Bhikṣu; auch schöne Roben brachte er ihm als Opfergabe dar. So erweckte er den Entschluss, den Weg des Buddha zu suchen.
„Darauf schor er sich, zusammen mit tausend Menschen, in der Gegenwart dieses Bhikṣu Haar und Bart und wurde ein Śramaṇa. Sogleich erbat er von dem Bhikṣu die Unterweisung in diesem Samādhi. Gemeinsam mit den tausend Bhikṣus wartete er dem Lehrer auf, achttausend Jahre lang, ohne zu ruhen und ohne zu erlahmen. Von Anfang bis Ende gelang es ihnen nur ein einziges Mal, dieses Samādhi zu hören.
„Als diese Schar von Bhikṣus dieses Samādhi vernahm, übten sie die vierfache freudige Zustimmung und traten ein in die erhabene Erkenntnis. Durch das Verdienst dieser freudigen Zustimmung erblickten sie danach weitere achtundsechzigtausend Buddhas. In der Gegenwart eines jeden Buddha hörten sie dieses Samādhi, bewahrten es selbst, lernten es und lehrten auch andere, es zu lernen.
„Durch das Verdienst dieser freudigen Zustimmung wurde Brahmadatta später ein Buddha mit Namen Dṛḍhavīrya, ein Tathāgata, ein Arhat, ein Samyaksaṃbuddha. Die tausend Bhikṣus erlangten daraufhin die unübertroffene vollkommene Erleuchtung und wurden vollständig erwachte Buddhas, die alle den Namen Dṛḍhaśūra trugen, ein jeder ein Tathāgata, ein Arhat, ein Samyaksaṃbuddha. Sie lehrten unzählige Menschen und ließen sie alle den Weg des Buddha suchen.“
佛告跋陀和:「何人聞是三昧不助歡喜者?
何人不學者?何人不為他人說者?何人不
守者?」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wer, der diesen Samādhi vernimmt, sollte sich nicht daran erfreuen? Wer sollte ihn nicht erlernen? Wer sollte ihn nicht anderen darlegen? Wer sollte ihn nicht bewahren?“
佛告跋陀和:「若有菩薩守是三昧者
疾逮得佛。跋陀和!若有菩薩在四十里
外聞有持是三昧者,菩薩聞之便當行
求往到其所。但得聞知有是三昧常當
求之,何況乃得聞學者?若去百里者、若遠
四千里,聞有持是三昧者當行學到其所,
但得聞知,何況乃得聞學者?」
Der Buddha sprach zu Bhadrapāla: „Wenn ein Bodhisattva dieses Samādhi bewahrt, wird er geschwind zum Buddha.
„Bhadrapāla, wenn ein Bodhisattva hört, dass vierzig li entfernt einer wohnt, der dieses Samādhi trägt, so soll er sich, sobald er es vernimmt, aufmachen, ihn suchen und dorthin gehen, wo er weilt. Schon wenn er nur vernommen hat, dass dieses Samādhi überhaupt besteht, soll er beständig danach suchen; wie viel mehr denn, wenn er von einem hört, der es lernt?
„Sei jener hundert li entfernt oder gar viertausend li fern: hört der Bodhisattva, dass einer dieses Samādhi trägt, so soll er sich aufmachen und dorthin gehen, wo jener weilt, um es zu lernen. Wenn er schon aufbrechen soll, wo er nur vernommen und erfahren hat, dass es besteht, wie viel mehr denn, wenn er von einem hört, der es lernt?“
佛言:「去人遠
者常當自行求,何況去人十里、二十里,聞
有持是三昧者不行求學?跋陀和!若有
菩薩聞是三昧,欲行至彼聞求是三昧
者,當承事其師十歲、百歲,悉具足供養占
視。是菩薩不得自用,當隨其師教,常當念
師恩。」
Der Buddha sprach: „Selbst wenn jener Mensch weit entfernt ist, soll man sich stets aus eigenem Antrieb aufmachen, ihn zu suchen. Wie viel mehr denn, wenn er nur zehn oder zwanzig Meilen entfernt ist, sollte man da hören, dass jemand diesen Samādhi bewahrt, und nicht hingehen, um ihn zu suchen und bei ihm zu lernen?
„Bhadrapāla, wenn ein Bodhisattva von diesem Samādhi hört und dorthin reisen will, um ihn zu hören und zu suchen, so soll er seinem Lehrer zehn Jahre oder hundert Jahre lang aufwarten, ihm alle nötigen Opfergaben darbringen und ihn treu umsorgen. Dieser Bodhisattva darf nicht nach eigenem Willen handeln. Er soll der Weisung seines Lehrers folgen und stets der Güte seines Lehrers eingedenk sein.“
佛言:「我故相為說之,若菩薩聞有
是三昧處去四千里者欲往到其所,設不
得聞是三昧者。」
Der Buddha sprach: „Um deinetwillen lehre ich dies mit Bedacht. Denke an einen Bodhisattva, der hört, dass dieses Samādhi an einem Ort gelehrt wird, viertausend Li entfernt, und der sich dorthin begeben will, es aber nicht gelingt, dieses Samādhi zu hören.“
佛言:「我告若曹,其人用
精進行求故終不復失佛道,會自致作佛。
見不?跋陀和!菩薩聞是三昧,念欲求不離,
其得利甚尊。」
Der Buddha sprach: „Ich sage euch: Weil dieser Mensch mit tatkräftigem Bemühen aufbrach, diesen Samādhi zu suchen, wird er die buddhistische Praxis nie wieder verlieren und aus eigener Kraft gewiss zum Buddha werden.
„Siehst du dies, Bhadrapāla? Wenn ein Bodhisattva von diesem Samādhi hört und sich darauf besinnt, ihn zu suchen und niemals von ihm zu lassen, so ist der Nutzen, den er gewinnt, über alle Maßen erhaben.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha diese Verse und sagte:
「我念過去有如來,人中尊號私訶末,
爾時有王典主人,至於彼佛聞三昧。
至意黠慧聽此經,心悅無量奉持法,
即以珍寶散其上,供師子意人中尊。
心念如是而歎言:『我身於此當來世,
奉行佛教不敢缺,亦當逮得是三昧。』
用是福願壽終後,輒復來還生王家,
爾時見尊大比丘,號曰珍寶智博達。
應時從聞是三昧,踊躍歡喜即受持,
供以好物若千億,珍寶、妙衣用道故。
即與千人除鬚髮,來志樂求是三昧,
同時具足八千歲,常隨比丘不捨離。
一反得聞不復二,是三昧者譬如海,
執持經卷諷誦說,其所生處聞三昧。
用積累是功德故,當見諸佛大神通,
其所具足八萬歲,所見諸佛輒供養。
曾值諸佛六萬億,加復供養六千尊,
聞所說法大歡喜,然後得見師子佛。
蒙此功德生王家,見佛號曰堅精進,
化無數億諸人民,度脫一切生死惱。
諷誦學是法以後,便復見佛名堅勇,
天上世間誦其稱,聞三昧聲得作佛。
何況受持誦說者?於眾世界無所著,
廣宣分流是三昧,未曾疑忘於佛道。
此三昧經真佛語,設聞遠方有是經,
用道法故往聽受,一心諷誦不忘捨。
假使往求不得聞,其功德福不可盡,
無能稱量其德義,何況聞已即受持?
設有欲求是三昧,當念往時彼梵達,
教習奉行莫退轉,比丘得經當如是。」
„Ich erinnere mich, dass es in vergangener Zeit einen Tathāgata gab,
den Erhabenen unter den Menschen mit Namen Siṃhamati.
Damals lebte ein König, der über das Volk gebot;
er ging zu jenem Buddha und hörte diesen Samādhi.
„Mit äußerster Aufrichtigkeit und scharfer Weisheit lauschte er diesem Sūtra;
sein Herz freute sich über die Maßen, und er bewahrte den Dharma.
Er streute kostbare Juwelen über den Buddha aus
und brachte Siṃhamati, dem Erhabenen unter den Menschen, seine Verehrung dar.
„Er fasste diesen Gedanken und sprach ihn aus:
‚In einem künftigen Zeitalter, mit eben diesem Leibe,
werde ich die Lehre des Buddha üben und nie zu vernachlässigen wagen,
und auch ich werde diesen Samādhi erlangen.'
„Durch das Verdienst dieses Gelübdes, als sein Leben endete,
kehrte er zurück und wurde in einem Königshaus geboren.
Damals sah er einen ehrwürdigen Bhikṣu,
Ratnin genannt, dessen Weisheit weit und durchdringend war.
„Zur rechten Zeit hörte er diesen Samādhi von ihm;
vor Freude aufspringend, nahm er ihn sogleich an und bewahrte ihn.
Um des Weges willen brachte er kostbare Dinge im Werte von tausend Koṭis dar,
kostbare Juwelen und wunderbare Roben.
„Zusammen mit tausend anderen schor er sich Haar und Bart
und suchte mit festem Entschluss und Freude diesen Samādhi.
Volle achttausend Jahre lang
folgten sie beständig dem Bhikṣu und verließen ihn nie.
„Sie hörten ihn einmal und wandten sich kein zweites Mal ab;
dieser Samādhi ist gleich dem Meer.
Sie hielten die Sūtra-Rolle fest, rezitierten und legten sie dar;
wo immer sie geboren wurden, hörten sie diesen Samādhi.
„Weil sie dieses Verdienst anhäuften,
schauten sie die Buddhas und ihre großen übernatürlichen Kräfte.
Volle achtzigtausend Jahre lang,
wann immer sie Buddhas sahen, brachten sie ihnen Opfergaben dar.
„Sie trafen auf sechzigtausend Koṭis von Buddhas
und brachten überdies sechstausend Erhabenen ihre Verehrung dar.
Als sie den Dharma hörten, den diese lehrten, freuten sie sich sehr;
danach schauten sie den Buddha Siṃhamati.
„Durch dieses Verdienst wurde er in einem Königshaus geboren
und schaute den Buddha Dṛḍhavīrya,
der ungezählte Koṭis von Menschen belehrte
und sie alle aus den Bedrängnissen von Geburt und Tod erlöste.
„Nachdem er diesen Dharma rezitiert und gelernt hatte,
schaute er hierauf den Buddha Dṛḍhaśūra.
Sein Ruhm wurde im Himmel und in der Welt verkündet;
als er den Klang dieses Samādhi hörte, wurde er zum Buddha.
„Wie viel mehr die, welche ihn annehmen, bewahren, rezitieren und darlegen?
In den vielen Welten sind sie an nichts gebunden.
Sie verkünden diesen Samādhi weithin und verbreiten ihn,
und nie zweifeln sie oder vergessen den Weg des Buddha.
„Dieses Samādhi-Sūtra ist wahrhaft das Wort des Buddha.
Hörst du, dass es in fernem Lande dieses Sūtra gibt,
so gehe um des Dharma und des Weges willen dorthin, es zu hören und zu empfangen;
rezitiere es mit gesammeltem Geist und vergiss und verlass es nie.
„Und gingst du auf die Suche und hörtest es doch nicht,
so wäre dein Verdienst und Segen unerschöpflich.
Niemand vermöchte den Wert solchen Verdienstes zu ermessen;
wie viel mehr den dessen, der es hört und sogleich bewahrt?
„Wer diesen Samādhi zu suchen wünscht,
der gedenke des Brahmadatta von einst.
Lehre ihn, lerne ihn und übe ihn, ohne zurückzufallen;
so soll ein Bhikṣu sich verhalten, der dieses Sūtra erlangt.“
至誠佛品第十五
Fünfzehntes Kapitel: Der Buddha Satyanāma
佛言:「乃往昔時復有佛,名薩遮那摩怛薩阿
竭、阿羅訶、三耶三佛。時有比丘名和輪,其
佛般泥洹後,是比丘持是三昧。我爾時作
國王剎利種,於夢中聞是三昧,覺已便行
求持是三昧比丘,即從作沙門欲得。於是
比丘所一反聞是三昧,承事師三萬六千
歲,魔事數數起不得一反聞。」
Der Buddha sprach: „Vor langer Zeit, in einem früheren Zeitalter, lebte ein anderer Buddha, mit Namen Satyanāma, ein Tathāgata, ein Arhat, ein Samyaksaṃbuddha.
„Zu jener Zeit gab es einen Bhikṣu mit Namen Varuṇa. Nach dem Parinirvāṇa jenes Buddha bewahrte dieser Bhikṣu den Samādhi. Ich aber war damals ein König aus dem Geschlecht der Kṣatriya. In einem Traum hörte ich von diesem Samādhi, und als ich erwachte, machte ich mich sogleich auf, den Bhikṣu zu suchen, der ihn bewahrte. Bei ihm wurde ich Śramaṇa, um diesen Samādhi zu erlangen und ihn aus seinem Munde auch nur ein einziges Mal zu hören.
„Sechsunddreißigtausend Jahre wartete ich meinem Lehrer auf. Doch immer wieder erhoben sich die Werke Māras, und es gelang mir nicht, diesen Samādhi auch nur ein einziges Mal zu hören.“
佛告比丘、比
丘尼、優婆塞、優婆夷:「我故語若曹,若曹當疾
取是三昧,無得忘失。善承事其師,持是三
昧至一劫,若百劫、若千劫,莫得有懈惓,
趣當得是三昧。守善師不離,若飲食、資用、
衣被、床臥、千萬珍寶以用上師,供養於師
無所愛惜;設無有者當行乞食給師,趣
當得是三昧莫厭。」
Der Buddha wandte sich an die Bhikṣus, die Bhikṣuṇīs, die Upāsakas und die Upāsikās: „Darum sage ich euch: Ergreift dieses Samādhi ohne Verzug und lasst nicht zu, dass ihr es vergesst oder verliert.
„Wartet eurem Lehrer treu auf und haltet dieses Samādhi. Ob durch ein Kalpa, durch hundert Kalpas oder durch tausend Kalpas hindurch, es sei keine Trägheit in euch und keine Ermüdung. Richtet euch einzig auf die Erlangung dieses Samādhi. Bleibt bei dem guten Lehrer und weicht nicht von ihm.
„Reicht dem Lehrer Speise und Trank, was er an Mitteln braucht, Kleidung und Decken, Bett und Lager und kostbare Schätze zu Tausenden und Zehntausenden. Wenn ihr dem Lehrer Opfergaben darbringt, haltet nichts zurück. Und habt ihr nichts von alledem, so geht zum Betteln aus, um für den Lehrer zu sorgen. Richtet euch einzig auf die Erlangung dieses Samādhi und werdet nicht müde.“
佛言:「置是所供養者,此
不足言耳,常當自割其肌供養於善師,常
不愛惜身,何況其餘?當承事善師如奴
事大夫,求是三昧者當如是。得是三昧
已當堅持,常當念師恩。」
Der Buddha sprach: „Laß jene Opfergaben beiseite, sie sind kaum der Rede wert. Er soll stets bereit sein, sich das eigene Fleisch aus dem Leibe zu schneiden und es dem heilsamen Lehrer darzubringen. Niemals soll er den eigenen Körper schonen, wie viel weniger denn alles übrige?
„Er soll dem heilsamen Lehrer dienen, wie ein Sklave seinem Herrn dient. Wer diesen Samādhi sucht, soll so handeln. Und hat er diesen Samādhi erlangt, so soll er ihn fest bewahren und stets der Güte des Lehrers gedenken.“
佛言:「是三昧難得
值,正使求是三昧至百億劫,但欲得聞
其名聲不能得聞,何況得學者、轉復行教
人?正使如恒邊沙佛剎,滿其中珍寶持用
布施,其福寧多不?不如書是三昧持經卷
者,其福極不可計。」
Der Buddha sprach: „Diesem Samādhi zu begegnen ist schwer. Selbst wer hundert Koṭis von Kalpas hindurch nach diesem Samādhi suchte und nur wünschte, seinen Namen zu hören, vermöchte ihn dennoch nicht zu hören. Wie viel weniger könnte er ihn erlernen, ihn sodann üben und andere darin unterweisen?
„Angenommen, so viele Buddhakṣetras, wie der Ganges Sandkörner hat, wären mit kostbaren Schätzen erfüllt, und all dies würde in Freigebigkeit hingegeben. Wäre das Verdienst daraus nicht groß? Und doch käme es dem Verdienst dessen nicht gleich, der dieses Samādhi niederschreibt und die Sūtra-Rolle bewahrt; denn jenes Verdienst ist jeder Berechnung gänzlich entzogen.“
佛爾時頌偈言:
Zu jener Zeit sprach der Buddha diese Gāthā:
「我自識念往世時,其數具足六萬歲,
常隨法師不捨離,初不得聞是三昧。
有佛號曰其至誠,時知比丘名和輪,
彼佛世尊泥曰後,比丘常持是三昧。
我時為王君子種,夢中逮聞是三昧,
和輪比丘有斯經,王當從受此定意。
從夢覺已即往求,輒見比丘持三昧,
即除鬚髮作沙門,學八千歲一時聞。
其數具足八萬歲,供養奉事此比丘,
時魔因緣數興起,初未曾得一反聞。
是故,比丘、比丘尼、及清信士、清信女,
持是經法囑汝等,聞是三昧疾受行。
常敬習持是法師,具足一劫無得懈,
勿難千億用道故,當得聞是法三昧。
衣服、床臥若千億,比丘家家行乞食,
以用供養於法師,精進如是得三昧。
燈火、飲食所當得,金、銀、珍寶供養具,
尚當自割其肌肉,以用供養況飲食?
明者得法疾持行,受學經卷有反復,
是三昧者難得值,億那術劫常當求。
所周旋處聞是法,當普宣視諸學者,
假使億千那術劫,求是三昧難得聞。
設令世界如恒沙,滿中珍寶用布施,
若有受是一偈說,敬誦功德過於彼。」
„Ich selbst erinnere mich an ein früheres Zeitalter:
Volle sechzigtausend Jahre lang
folgte ich beständig einem Dharma-Meister und wich nie von ihm,
doch niemals gelang es mir, diesen Samādhi zu hören.
„Es lebte ein Buddha mit Namen Satyanāma;
zu jener Zeit war ein Bhikṣu mit Namen Varuṇa.
Nachdem jener Buddha, der Erhabene, ins Nirvāṇa eingegangen war,
bewahrte der Bhikṣu beständig diesen Samādhi.
„Ich war damals ein König, aus dem Geschlecht der Kṣatriyas geboren;
im Traum kam mir zu Ohren von diesem Samādhi:
‚Der Bhikṣu Varuṇa besitzt dieses Sūtra.
O König, du sollst diesen Samādhi von ihm empfangen.'
„Als ich aus dem Traum erwachte, ging ich sogleich, ihn zu suchen,
und alsbald fand ich den Bhikṣu, der den Samādhi bewahrte.
Ich schor mir Haar und Bart und wurde ein Śramaṇa;
nachdem ich achttausend Jahre gelernt hatte, hörte ich ihn ein einziges Mal.
„Volle achtzigtausend Jahre lang
brachte ich diesem Bhikṣu Opfergaben dar und diente ihm.
Zu jener Zeit erhoben sich immer wieder Bedingungen, die Māra bewirkte;
nicht ein einziges Mal gelang es mir, ihn zu hören.
„Darum, Bhikṣus und Bhikṣuṇīs,
ihr männlichen und weiblichen Laienanhänger von reinem Glauben,
ich vertraue euch diese kanonische Lehre an.
Wenn ihr diesen Samādhi hört, empfangt und übt ihn geschwind.
„Ehrt beständig den Dharma-Meister, der ihn lernt und bewahrt.
Einen ganzen Kalpa lang werdet nicht müde.
Um des Weges willen achtet auch tausend Koṭis von Kalpas nicht als Mühsal;
ihr werdet dahin gelangen, diesen Dharma, diesen Samādhi zu hören.
„Bringt Kleidung und Ruhestätten dar, zu Tausenden von Koṭis.
Ein Bhikṣu soll von Haus zu Haus zum Essen betteln
und, was er empfängt, dem Dharma-Meister als Opfergabe darbringen.
Durch solches Bemühen erlangt man den Samādhi.
„Welche Lampen, welche Speise und welchen Trank ihr auch erhaltet,
Gold, Silber und kostbare Schätze, bereitet sie alle als Opfergaben.
Ihr sollt sogar Fleisch aus dem eigenen Leibe schneiden
und es als Opfergabe darbringen, wieviel mehr denn Speise und Trank?
„Der Weise, der den Dharma erlangt hat, bewahrt und übt ihn geschwind;
wenn er die Sūtra-Rolle empfängt und lernt, vergilt er die ihm erwiesene Güte.
Dieser Samādhi ist schwer anzutreffen;
durch ein Koṭi von Nayutas von Kalpas soll man ihn beständig suchen.
„Wo immer ihr wandert und diesen Dharma hört,
sollt ihr ihn weithin allen verkünden, die zu lernen begehren.
Selbst wenn man diesen Samādhi
tausend Koṭis von Nayutas von Kalpas lang suchte, wäre er schwer zu hören.
„Angenommen, Welten, so zahlreich wie die Sandkörner des Ganges,
wären mit kostbaren Schätzen gefüllt und würden in Freigebigkeit hingegeben:
empfinge jemand diesen Samādhi und legte auch nur einen einzigen Vers aus,
so überträfe das Verdienst des ehrfürchtigen Rezitierens jene Gabe.“
佛印品第十六
Sechzehntes Kapitel: Das Buddha-Siegel
佛於是語跋陀和:「若有菩薩聞是三昧,聞
者當助歡喜、當學、得學者持佛威神使得
學、當好書是三昧著素上、當得佛印印、
當善供養。何等為佛印?所識不當行,無
所貪、無所求、無所想、無所著、無所願、
無所向生、無所適、無所生、無所有、無
所取、無所顧、無所往、無所礙、無所
有、無所結、所有盡、所欲盡、無所從生、
無所滅、無所壞、無所敗。道要道本是
印中,阿羅漢、辟支佛不能壞、不能敗、不
能缺;愚癡者便疑是印,是印是為佛印。」
Da sprach der Buddha zu Bhadrapāla: „Wenn Bodhisattvas dieses Samādhi hören, so sollen sie sich, sobald sie es gehört haben, daran freuen und es lernen. Wer es lernen darf, dem wird es durch die ehrfurchtgebietende geistige Kraft des Buddha ermöglicht. Sie sollen dieses Samādhi in schöner Schrift auf weißes Seidentuch niederschreiben, das Buddha-Siegel empfangen, die Abschrift damit versiegeln und ihr die rechten Opfergaben darbringen.
„Was aber ist das Buddha-Siegel? Was auch immer erkannt wird, danach ist nicht zu handeln. Da ist nichts, wonach gegiert wird, nichts, wonach gesucht wird, nichts, was vorgestellt wird, nichts, woran angehaftet wird, nichts, was gewünscht wird; keine Hinwendung zur Wiedergeburt, kein Ziel, kein Entstehen, keine Nichtsheit, nichts Ergriffenes, nichts, worauf zurückgeblickt wird, kein Gehen, kein Hindernis, keine Nichtsheit und keine Fessel. Alles, was ist, ist erschöpft, und alles Begehren ist erschöpft. Nichts entsteht aus irgendwoher, nichts erlischt, nichts wird zerstört und nichts geht zugrunde.
„Die Essenz des Weges und die Wurzel des Weges liegen in diesem Siegel. Arhats und Pratyekabuddhas vermögen es nicht zu brechen, nicht zu verderben und nicht zu versehren. Die Verblendeten aber zweifeln an diesem Siegel. Dieses Siegel ist das Buddha-Siegel.“
佛言:「今我說是三昧時,千八百億諸天、阿須
輪、鬼神、龍、人民皆得須陀洹道;八百比丘
皆得阿羅漢道;五百比丘尼皆得阿羅漢道;
萬菩薩皆逮得是三昧、皆逮得無所從生
法樂、於中立;萬二千菩薩不復還。」
Der Buddha sprach: „In dem Augenblick, da ich diesen Samādhi verkünde, erlangen eintausendachthundert koṭis von Devas, von Asuras, von Geistern und Dämonen, von Nāgas und Menschen allesamt den Pfad des Srotaāpanna. Achthundert Bhikṣus erlangen allesamt den Pfad eines Arhat. Fünfhundert Bhikṣuṇīs erlangen allesamt den Pfad eines Arhat. Zehntausend Bodhisattvas erlangen allesamt diesen Samādhi, sie erlangen allesamt die Duldung, dass die Dharmas aus nichts entstehen, und sind darin gefestigt. Zwölftausend Bodhisattvas fallen nie wieder zurück.“
佛語舍
利弗羅、摩目犍連、比丘阿難、跋陀和菩薩、
羅隣那竭菩薩、憍曰兜菩薩、那羅達菩薩、
須深菩薩、摩訶須薩和菩薩、因坻達菩薩、和
輪調菩薩。佛言:「我從無央數劫求佛道以
來,今以得作佛,持是經囑累若曹,學、
誦、持守無得忘失。若有,跋陀和!菩薩學是
三昧者,當具足安諦學。其欲聞者當具
聞,為他人說者當具說。」
Der Buddha wandte sich an Śāriputra, an Mahāmaudgalyāyana, an den Bhikṣu Ānanda, an den Bodhisattva Bhadrapāla, an den Bodhisattva Ratnākara, an den Bodhisattva Guhyagupta, an den Bodhisattva Naradatta, an den Bodhisattva Susīma, an den Bodhisattva Mahāsusārthavāha, an den Bodhisattva Indradatta und an den Bodhisattva Varuṇadeva. Der Buddha sprach: „Unzählige Kalpas hindurch habe ich den Weg des Buddha gesucht, und nun habe ich die Buddhaschaft erlangt. Dieses Sūtra vertraue ich euch an. Lernt es, rezitiert es, wahrt und behütet es. Lasst nichts davon in Vergessenheit geraten und nichts verloren gehen.
„Bhadrapāla, ein Bodhisattva, der dieses Samādhi lernt, lerne es vollständig, ruhig und sorgfältig. Wer es hören will, höre es in seiner Ganzheit, und wer es anderen darlegt, lege es in seiner Ganzheit dar.“
佛說經已,跋陀
和菩薩等,舍利弗羅、摩目犍連、比丘阿難
等,諸天、阿須輪、龍、鬼神、人民皆大歡喜,前
為佛作禮而去。
Als der Buddha das Sūtra zu Ende erläutert hatte, freuten sich der Bodhisattva Bhadrapāla und die übrigen Bodhisattvas, dazu Śāriputra, Mahāmaudgalyāyana, der Bhikṣu Ānanda und die anderen, samt den Devas, den Asuras, den Nāgas, den Geistern und den Menschen, alle von Herzen. Sie traten vor, verneigten sich vor dem Buddha und gingen fort.